Hoffnung

Seit 2 Wochen sind wir nun schon wieder in Noumea und warten auf unser Ersatzteil. Es sollte nach einer Woche aus Australien kommen. Aber hier gehen die Uhren wohl anders. Wir sind ziemlich genervt! Inzwischen liegen wir an einer Mooring vor der Marina. Sie gehört der deutschen Ivonne, die seit 8 Jahren hier an Bord ihres Bootes „Thors Glädje“lebt. Sie hat uns auch den Mechaniker besorgt! Die Wartezeit vertreiben wir uns mit ausgedehnten Spaziergängen. Dabei müssen wir die vielen Hügel meiden, denn alles was höher wie 3,50 m ist verursacht bei Ede Panikattacken. Viel sind wir auch auf der Silbermöwe und helfen Kalli und Hanne. Einen gebrauchten Mast haben wir inzwischen von einer Werft geholt. Daneben liegt auch die „Cosa Nostra “ , eine Amel Maramu. An Bord lebt Miktalie aus Venezuela. Ihr deutscher Ehemann ist im letzten Jahr gestorben. Sie hat auch einen PKW und zeigt uns die Gegend. An einem Tag fahren wir u.a. zu einem Zoo und Park. Am anderen Tag zu einem Kulturzentrum. Dort wird die Kultur und Lebensweise der einheimischen „Kanaken“ gezeigt. So nennen sie sich selber und es heißt einfach Mensch!!! Sie sind im übrigen die Verlierer der französischen Kolonialpolitik. Ihnen ist nur noch  ca 10% ihres Landes geblieben obwohl sie 41% der Bevölkerung ausmachen. Im nächsten Jahr soll es eine Abstimmung zur Unabhängigkeit geben. – Abends spielen wir endlose Runden Knobeln oder Kniffeln. Außerdem verschlingen wir einen Roman nach dem anderen. Gelegentlich gibt es in der Hafenkneipe Livemusik. Letzten Mittwoch sogar eine spanische Flamencotruppe. Nun hoffen wir dass wir zum Wochenende weiter kommen.

Viele Grüße Heiner und Ede

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