Von Sumbawa nach Bali

Von Sumbawa nach Bali 19.07.18 Unser Ankerplatz am Cap Propa liegt vor dem Ort Kilo.Wir fuhren an Land um Obst einzukaufen. Da wurden wir von der halben Bevölkerung begrüßt und von Kindern umlagert. Alle wollten auch fotografiert werden. Wir fanden nur eine Person, die auch Englisch sprach. Obst gab es nicht zu kaufen. Am Abend gingen wir wieder ankerauf und segelten 80 Sm weiter nach Badas Harbour. Wir ankerten zunächst in einer ruhigen Bucht hinter dem Hafen. Ein Einheimischer kam mit seinem Boot und sagte es wäre besser draussen zu ankern. Wir ankerten dann vor dem Ort Pantai Goa. Wir wollten meinen Geburtstag feiern und fuhren dann mit Taxirollern in das ca 7 km entfernte Sumbawa Besar.. Die Stadt machte einen ordentlichen Eindruck und war viel sauberer als sonstwo. An einem Getränkestand kamen wir mit den Verkäuferinnen ins Gespräch. Alfons zeigte ihnen alle Fotos von seinem Smartphone und die Mädels waren begeistert. Später fanden wir eine kleine Musikbar mit einem Jimmy Hendricks Fan. Der auch solch eine Frisur hatte. Er sprach Englisch und verkaufte auch Bier . Gegenüber gingen wir dann in ein Restaurant und gönnten uns ein ordentliches Menü. Am nächsten Morgen setzen wir Segel und fuhren Richtung Lombok. Der Wind war zunächst schwach und wir setzten den Blister. Der Wind nahm jedoch bald zu und plötzlich zerriß der schon etwas altersschwache Blister in Fetzen. Bald darauf schlief der Wind jedoch ein und wir dieselten bis zur Nordostspitze von Lombok, gegenüber der Insel Gili Lawang. Es war schon spät, aber wir gingen noch Mal an Land. Dort wurde auf den Feldern noch gearbeitet. Die Leute waren wieder sehr freundlich, sie sehen wohl selten Ausländer. In Miniläden konnten wir tatsächlich Tomaten, Eier und Bananen kaufen. Später stellten wir fest, dass wir zwischen mehreren Gefängnissen oder Straflagern, die direkt an der Küste lagen, ankerten. Am nächsten Morgen dieselten wir die 39 Sm bis zur kleinen Insel Gilli Air. Wir könnten an eine freie Mooring gehen und fuhren bald an Land. Die Insel bildet mit ihren beiden Nachbarinseln Gilli Meno und Gilli Trawangan ein eigenes kleines Urlaubsparadies. Es gibt nur kleine Hostels, hauptsächlich einfache Bungalows, dazu viele Restaurants, Bars und Läden. Der Verkehr wird mit Fahrrädern und Pferdekutschen abgewickelt. Um uns einen Überblick zu verschaffen fuhren wir zunächst einmal mit einer Kutsche um die Insel. Es gibt rundum einen herrlichen Sandstrand mit vorgelagertem Riff. Das ideale Revier zum Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen. Am nächsten Nachmittag fuhren wir nach Gilli Trawangan, die als die Partyinsel gilt. Wir konnten zunächst keine freie Mooring finden, alle waren von Ausflugsbooten belegt. Ankern kann man da schlecht, da die Wassertiefe über 25 m war und eine starke Gezeitenströmung herrscht. Am äußersten Südende fanden wir dann doch noch eine freie Mooring und gingen bald an Land. Die Insel ist voller junger Leute, die ihren Spaß haben wollen. Es gibt auch einen Marktplatz, der voller kleiner Garküchen ist, auf der man die ganze Indonesische Küche genießen kann. Am Abend dröhnte dann aus den Bars und Discos laute Musik und die ganze Insel war am Feiern. Wir machten auch ordentlich mit, obwohl wir von den meisten die Großväter sein konnten. Am zweiten Tag machte Alfons schon den Vortänzer auf einer Balustrade, die jungen Mädels und Jungs finden es lustig und lassen sich laufend mit ihm fotografieren… Am nächsten Morgen segelten wir zur 40 Sm entfernten Insel Lembogan wo wir wieder eine freie Mooring nahmen. Gleich sahen wir eine starke Grundsee in die Bucht laufen, die das Boot wie einen Korken auf und ab schwimmen ließ und sich dann mit Getöse an den Felsen und am Strand brach. Die Dörtita zehrte kräftig an den Moorringleinen, aber lag sicher in der Bucht. Am nächsten Morgen, dem 26.07.18 fuhren wir die letzten 15 Sm nach Bali. In der Einfahrt zum
Hafen von Benoa tummelten sich etliche Speedboote mit Paragleitschirmen, sodass man beführchten musste, dass einer im Mast hängen bleiben könnte. Vor der Marina arbeitete ein riesiger Schwimmbagger, dessen dicke Absaugrohre auf dem Wasser nur 20 m vor der Kaimauer entlangliefen. Rainer und Ute von der Trinity wiesen uns ein und nahmen bald unsere Leinen an. Grosse Wiedersehensfreude!! Die Marina selbst macht einen ziemlich verwahrlosten Eindruck. Alte Betonstege, an denen wackelige Fingerpiers aus Holz liegen. Auch die Sanitäranlagen haben ihre beste Zeit lange hinter sich. Auch schwimmt im Hafen oft eine Menge Müll. Aber wir können hier alles erledigen. Diesel bringen mir die Wachleute mit, jeden Tag 100 Liter in meinen Kanistern. Eine Bootstankstelle gibt es nicht. Gutes Trinkwasser bekommen wir in 19 L Flaschen. Am Freitag fuhren wir das erste mal nach Kuta. Ich war das erste Mal vor 40 Jahren und das zweite Mal vor 20 Jahren hier und bin erschüttert. Aus dem kleinen Ort, den vor 40 Jahren fast nur Backpapper besucht haben, ist ein riesiger lauter Urlaubsort geworden. Am Schlimmsten ist der Verkehr. Die inzwischen mehrspurigen Strassen sind fast immer verstopft und dazwischen kreuzen Unmengen von Motorrollern herum. Der Taxifahrer sagte, es gibt mehr Roller wie Moskitos. Der Strand von Kuta Beach ist aber immer noch schôn. Am Samstag machten wir einen Tagesausflug über Ubud bis zum Tempel vom Vulkan Barbour. Unterwegs wieder das gleiche Bild: Autos und Roller in ununterbrochenen Mengen. Oft steht der Verkehr auch im Landesinneren. Trotzdem ist das Land mit seinen Reisterrassen und kleinen Dörfern mit unzähligen Tempeln noch wunderschön. Die Einheimischen leben ihre hinduistische Religion trotz der vielen Touristen weiter. Überall sieht man festlich gekleidete Frauen, die ihre Opfergaben zu den Tempeln bringen. Wir sind jedoch nach dieser anstrengenden Fahrt ziemlich geschafft. Alfons wird heute in ein Hotel in Kuta gehen. Am 08.08. fliegt er dann nach Hause und Ede kommt am 10.08. Bis dahin habe ich noch einiges an Bord zu tun. Mitte August starten wir dann Richtung Mauritius.
Viele Grüße
Heine

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