{"id":39,"date":"2016-02-27T00:43:03","date_gmt":"2016-02-26T23:43:03","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?page_id=39"},"modified":"2016-02-27T00:43:03","modified_gmt":"2016-02-26T23:43:03","slug":"2014-2015","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?page_id=39","title":{"rendered":"2014 \/ 2015"},"content":{"rendered":"<p>2. Teil von Cap Cana nach Panama<br \/>\nAm Samstag den 14.03.2015 war mein Eremitendasein in der Marina Cap Cana zu Ende.<br \/>\nIch mietete ein Auto und holte die neue Crew Ulrike und Ralf vom Flughafen ab. Den Sonntag brauchten die Beiden zum Akklimatisieren und wir verbrachten auch einige Zeit am Strand.<br \/>\nAm Montag den 16.03. legten wir ab, nachdem wir eine Zarpe (Clearence) zum n\u00e4chsten Hafen bekommen hatten. In der Dom.Rep. muss man von Hafen zu Hafen Aus- und wieder Einklarieren, was auch jedesmal mit Kosten verbunden ist. &#8211; Wir segelten bei ruhiger See und leichtem Ostwind Richtung Isla Saona. Unterwegs gingen uns zwei Barakudas an die Angel. Wir lie\u00dfen sie wieder lebend in ihr Element, die Gefahr dass sie das Gift der Ciguatera Krankheit in sich haben ist zu gro\u00df. An der Westecke der Isla Saona warfen wir vor einem herrlichen Sandstrand gegen 17 Uhr den Anker und genossen beim Sundowner einen wolkenfreien Sonnenuntergang mit Greenflash.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag hatten wir nur noch sehr wenig Wind, konnten aber die gr\u00f6\u00dfte Strecke bis Boca Chica mit dem Blister segeln. Die letzten 10 Meilen mu\u00dften wir jedoch dieseln. Mit dem letzten Tageslicht fuhren wir durch die enge Riffdurchfahrt und machten in der Marina Zar Par fest.<br \/>\nDie n\u00e4chsten beiden Tage blieben wir in der sehr guten Marina und machten zun\u00e4chst einen Ausflug nach Santo Domingo. F\u00fcr 1 Euro fuhren wir mit dem Bus bis in die Altstadt. Am n\u00e4chsten Tag besuchten wir Boca Chica. Dieser lebhafte Urlaubsort ist nur ca. 1 km von der Marina entfernt. Am Weg dahin stehen unz\u00e4hlige einfach zusammengezimmerte Tische und St\u00fchle, die als Urlaubs und Partypl\u00e4tze dienen. Boca Chica selbst k\u00f6nnte man als den Ballermann der Dom.Rep. bezeichnen. Hinter einem sch\u00f6nen Strand mit Palmen sind zahlreiche Restaurants und Bars aus denen den ganzen Tag Partymusik dr\u00f6hnt.<br \/>\nAm 20.03. legten wir wieder ab. Zun\u00e4chst war es fast windstill und wir mussten dieseln. Im Laufe des Tages wurde der Ostwind immer st\u00e4rker und wir setzten den Blister. Am Nachmittag zischten wir mit 8 Knoten \u00fcber das Wasser und Ulrike rief begeistert Jiihaa. Mit einem Knall war der Spa\u00df vorbei, der Blister war am Kopf durchgerissen. Nach 61 Sm ankerten wir in der D\u00e4mmerung in der sicheren Bucht von Salinas. Kurz darauf kam ein Boot der Coastguard und fragte nach der Zarpe.<br \/>\nDen n\u00e4chsten Tag verbrachten wir mit langen Wanderungen durch die D\u00fcnenlandschaft und an den Salinen, die noch in Betrieb sind. Wir liefen auch zur Coastguard und wollten Ausklarieren. Dort bekamen wir jedoch nur die nationale Zarpe bis Barahona. Also segelten wir am n\u00e4chsten Tag die 32 Sm bis Barahona. Die kleine aber sichere Bucht liegt vor einer grossen Industrieanlage deren rauchende Schornsteine man schon von weitem sieht. Kaum hatten wir geankert riefen uns schon die Jungs der Coastguard. Ich machte das Dinghi klar und holte 4 Leute an Bord. Sie verlangten erstmal ein Bier, weil ja Sonntag war. Dann brachte ich 3 von ihnen wieder an Land. Mit dem Vierten mu\u00dfte ich zur Hauptpier fahren, wo sich die B\u00fcros befanden. Dort bekam ich dann die Ausreisestempel in die P\u00e4sse und die internationale Zarpe nach Jamaika. Daf\u00fcr durfte ich auch wieder 50.- US $ zahlen. Ich war ca. 1 Stunde weg und Ralf und Ulrike waren schon nerv\u00f6s, sie dachten schon man h\u00e4tte mich verhaftet.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen starteten wir zu einem 185 Sm Schlag zur Ile la Vache. Bis zur Punta Beata dem s\u00fcdlichsten Punkt Hispaniolas mussten wir wegen absoluter Flaute dieseln. Erst danach konnten wir bei leichtem Ostwind die Segel setzen. Da mir jetzt der Blister fehlte ging es nur langsam voran. F\u00fcr Ulrike und Ralf war es der erste Nachtt\u00f6rn. Da wenig Wind und Welle waren, ging es aber sehr gem\u00fctlich voran. Wir wollten eigentlich am kommenden Abend die Insel erreicht haben, aber wegen des schlappen Windes mussten wir gegen Abend wieder den Motor anschmei\u00dfen. Die Einfahrt zur Bucht Port Morgan erwies sich als sehr spannend. Es war mondlos und dunkel, Leuchtfeuer oder Betonnung gab es auch nicht. Mit dem Kartenplotter und Radar tasteten wir uns langsam vorw\u00e4rts. Ralf stand zus\u00e4tzlich mit einem Scheinwerfer am Bug. Einmal huschte ein unbeleuchtetes Fischerboot am Bug vorbei. In der Bucht brannten einige Stra\u00dfenlaternen am Ufer. Kurz nach Mitternacht ankerten wir hinter 2 anderen Yachten in der ruhigen Bucht. Nach dem obligatorischen Happy Arrival Beer fielen wir in die Kojen. &#8211; Schon um 7 Uhr wurden wir geweckt. Ein kleines Boot lag l\u00e4ngsseits und wir wurden aufgefordert 5.- $ Ankergeb\u00fchr zu zahlen. Kurz danach kamen etliche Boote zu uns. Die meisten waren kleine Einb\u00e4ume oder einfache Ruderboote. Die Jungs boten uns Obst und Gem\u00fcse, Fisch und alle m\u00f6glichen Dienstleistungen an. Erstaunlicherweise sprachen die meisten Englisch. Wir gaben unsere letzten kleinen Dollarnoten aus und baten um sp\u00e4teren Besuch. Wir paddelten dann an Land und sahen uns den Ort und die Gegend an. &#8211; Die Ile la Vache geh\u00f6rt zu Haiti, dem westlichen Staat auf der Insel Hispaniola, der \u00f6stliche ist die Dom.Rep.<br \/>\nDieser Staat hat sich schon zu Napoleons Zeiten befreit. Seitdem wurde das Land aber immer von selbsternannten Kaisern, Diktaturen und korrupten Politikern regiert, die nur f\u00fcr sich selber sorgten. Daher glaubt man in eine vergangene Zeit zu kommen. Die Menschen leben in gro\u00dfer Armut in einfachen Holzh\u00fctten ohne Strom und Wasser. Nur ein kleines Hotel an der Bucht hat eigene Generatoren. Die Stra\u00dfenlaternen die wir in der Nacht sahen entpuppten sich als Solarlampen, jede Laterne hat eine Solarzelle und eine Batterie die dann in der Nacht f\u00fcr das einzige Licht sorgen. Die sollen erst vor 6 Monaten aufgebaut worden sein. Es schien aber einiges in Bewegung geraten zu sein. Der Pr\u00e4sident soll vor kurzem auf der Insel gewesen sein. Er hat u.a. einen Kinderspielplatz er\u00f6ffnet. Am n\u00e4chsten Tag haben sich die Fischer die Seile der Schaukeln geholt. Au\u00dferdem gab es ein neues Verwaltungsgeb\u00e4ude und eine K\u00fcche, wo sich die Bed\u00fcrftigsten eine Mahlzeit holen konnten. Auch ein Gesundheitszentrum ist im Bau. Die Verbindung zur Hauptinsel wurde haupts\u00e4chlich mit kleinen Segelbooten aufrecht gehalten. Auch die Fischerboote fuhren alle mit ihren Lateinersegeln weit hinaus. Es gab aber schon zwei Boote mit Au\u00dfenbordern. Bei unserem Landgang verteilten wir Lollis und Malsachen an die Kinder. Am Abend gingen wir in eine der H\u00fctten essen. Wir waren von vielen Eingeladen worden, nat\u00fcrlich gegen Bargeld. Da bekamen wir ein ordentliches Essen mit Conchmuscheln f\u00fcr 15.-$ pro Person. Am Nachmittag verteilte Ulrike noch Kleidung und Schuhe. Da wir in Haiti nicht Einklarieren wollten segelten wir am n\u00e4chsten Morgen weiter. Wieder war es ein Schlag \u00fcber Nacht. Der Passat hatte endlich wieder zugelegt und wir hatten eine Rauschefahrt nach Jamaika.<br \/>\nAm Freitag den 27.03. liefen wir gegen Mittag in den Hafen von Port Antonio ein. Wir legten in der sch\u00f6nen Erol Flyn Marina an. Zun\u00e4chst bekamen wir einen Stapel Formulare die ausgef\u00fcllt wurden. Die Einklarierung verlief aber dann in angenehmer Atmosph\u00e4re und kostete nichts. Der Ort ist ein quirliger typischer Karibikort. Am Abend und fast die ganze Nacht wurde \u00fcberall gefeiert, mit lauter dr\u00f6hnender Musik. Wir mieteten dann ein Auto f\u00fcr 2 Tage. Am Samstag fuhren wir zun\u00e4chst die K\u00fcstenstra\u00dfe bis Ochos Rios. Da gibt es den Dun River Waterfall. Ca. 300m f\u00e4llt der Fluss in mehreren Stufen bis ins Meer. Man klettert durch diese F\u00e4lle hinauf. Ein netter Spa\u00df, den aber alle Touristen und Einheimische machen wollen. Wir hatten Gl\u00fcck das kein Kreuzfahrtschiff im Hafen war, so hielt sich der Andrang in Grenzen. Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir \u00fcber die Blue Mountains in Richtung Kingstown. Die Fahrt ging \u00fcber eine schmale Bergstra\u00dfe durch sehr gr\u00fcne Landschaft.<\/p>\n<p>Weiter ging es am Dienstag den 31.03. in Richtung Kuba. Der Wind kam aus Nordost und wir segelten hoch am Wind. Am Morgen wurde der Wind schlapper und wir dieselten die letzten 30 Sm. Ich meldete mich \u00fcber Funk bei der Marina Punta Gorda. Sie gaben mir die Position eines weit abgelegenen Ankerplatzes durch. Etwas ungl\u00e4ubig warfen wir dort den Anker. Zwei Stunden tat sich nichts, dann kam eine Barkasse zu uns und eine \u00c4rztin kam an Bord. Sie ma\u00df unsere Temperatur und befragte uns nach Krankheiten. Nachdem sie sicher war dass wir keine ansteckende Krankheiten einschleppen w\u00fcrden, durften wir zur Marina fahren. Dort bekamen wir den letzten Platz an der Pier, wo wir schon von den weiteren Beh\u00f6rden empfangen wurden. Die Einklarierung an Bord mit insgesamt 5 Offiziellen verlief dann problemlos. Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir mit einem Taxi nach Santiago de Cuba. Dort wurden wir schon von einem Verwandten des Taxifahrers erwartet der uns durch die Stadt f\u00fchrte. Das Zentrum der Stadt mit gro\u00dfen \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden, Kirchen und Hotels ist sch\u00f6n renoviert und in gutem Zustand. Aber etwas abseits in den Wohnvierteln ist \u00fcberall Verfall und Bruch. An den alten H\u00e4usern aus der Kolonialzeit, mit eigentlich sch\u00f6nen Fassaden, ist seit der Revolution in den f\u00fcnfziger Jahren nichts mehr gemacht worden. Dazu haben Hurrikans viel Schaden angerichtet. Nur einige Gesch\u00e4ftsstra\u00dfen sehen besser aus. Wir m\u00fcssen am Automaten Geld ziehen, den CUC, eine W\u00e4hrung f\u00fcr Touristen die zum Euro ca. 1:1 ist. Damit m\u00fcssen wir Taxis und fast alles bezahlen, zu \u00fcberh\u00f6hten Preisen. Nur auf dem Obst-und Gem\u00fcsemarkt und beim B\u00e4cker k\u00f6nnen wir mit dem normalen Peso bezahlen. Das ist dann wieder spottbillig. Wir buchten dann einen Taxifahrer f\u00fcr 3 Tage f\u00fcr 60.- CUC pro Tag. Er hatte ein seltenes neues Auto, einen kleinen Daihatsu. Am Donnerstag machen wir eine Tagestour zun\u00e4chst zur Festung El Morro. Diese liegt an der Einfahrt zur Bucht von Santiago und ist sehr sch\u00f6n renoviert. Auch den Leuchtturm daneben mit alter aber funktionierender Technik konnten wir besichtigen. Dann wollten wir zu einem ca. 30 km entfernten Berg fahren, dem Grand Pietra, der eine weite Aussicht \u00fcber die ganze Gegend verspricht. Auf halber Strecke am Berg kam Rauch aus der Motorhaube. Das Kupplungsseil war an die Batterie gekommen und durchgebrannt. Ohne Kupplung ging die Fahrt zur\u00fcck nach Santiago.<br \/>\nDa vermittelte der Fahrer uns ein anderes Auto, einen alten amerikanischen Willy Jeep und es ging wieder los. Fast an der gleichen Stelle der ersten Fahrt knallte es auf einmal. Die Kardanwelle war gebrochen. Der Fahrer telefonierte mit seinem Vater(es gab ein Handynetz) . Der Vater kam bald mit einem anderen Willy Jeep und einigen Helfern. Sie hatten eine Ersatzkardanwelle und machten sich an die Reparatur w\u00e4hrend wir mit dem Vater und seinem Jeep die Fahrt zum Berg fortsetzten. Der machte auch seltsame Ger\u00e4usche und blieb ein paarmal stehen. Er schaffte aber die Auffahrt zum Berg. Da mussten wir noch 450 Stufen bis zum Gipfel steigen und wurden mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Zur\u00fcck ging es problemlos bergab. Der erste Willy war inzwischen repariert und wir stiegen wieder um. Auf weitere Autoausfl\u00fcge verzichten wir und besuchten am n\u00e4chsten Tag eine kleine Insel direkt gegen\u00fcber der Marina. Es leben haupts\u00e4chlich Fischer da und wir g\u00f6nnten uns f\u00fcr 12.- CUC pro Person Lobster (Languste). Am Sonntag war wieder Crewwechsel und wir warteten auf unser Taxi. Er kam aber nicht. So mu\u00dften wir ein neues besorgen. Diesmal war es ein Lada in recht gutem Zustand. In 2 Stunden fuhr er uns zum 130km entfernten Flughafen von Holguin. Von dort flogen Ralf und Ulrike nach Hause.<br \/>\nAnschlie\u00dfend ging es zu einem Hotel, wo wir Kristina und Annelene abholten, die schon am Abend davor ankamen.<br \/>\nHier nochmal einiges zum Verkehr.: Es gibt nur wenige neue Busse. Ein Gro\u00dfteil des Verkehrs wird mit umgebauten LKWs bew\u00e4ltigt. Daneben gibt es auch noch Pferdekutschen. Neben wenigen neuen japanischen Autos sind es Ladas, Moskwitsch und alte amerikanische Stra\u00dfenkreuzer und Jeeps, die mit viel Aufwand am Leben erhalten werden. Bei den Motorr\u00e4dern gibt es Ural und Djenpr Gespanne neben Jawas aus Tschechien und Unmengen MZ 250 aus der ex DDR in erstaunlich gutem Zustand. Die Stra\u00dfen sind meistens asphaltiert, oft unn\u00f6tig mehrspurig, aber auch mit vielen Schlagl\u00f6chern. &#8211;<br \/>\nDie n\u00e4chsten beiden Tage besuchten die neue Crew und ich wieder Santiago und El Morro. Kristina sollte Zigarren f\u00fcr Freunde mitbringen. Es wurden uns laufend welche auf der Stra\u00dfe angeboten. Aber man wei\u00df nie ob es gef\u00e4lschte oder alte und geklaute sind. Wir konnten nur einen Laden im Zentrum von Santiago finden der original Zigarren verkauft. Da kann man aber sicher sein dass es keine Bananenbl\u00e4tter sind.<br \/>\nAm Mittwoch den 08.04. legten wir gegen Mittag ab, nachdem wir die restlichen CUC in Rum umgewandelt hatten. Es ging wieder \u00fcber Nacht zur\u00fcck nach Porto Antonio auf Jamaika. Diesmal war der Kurs g\u00fcnstiger und bei Ostwind von 3 bis 5 erreichten wir den Hafen am fr\u00fchen Morgen.<br \/>\nIch bekam wieder den alten Platz zugewiesen. Nach der nun schon bekannten Einklarierungsprozedur kamen sp\u00e4ter noch 3 M\u00e4nner von der Policia Maritim an Bord und durchsuchten alle Schapps nach Drogen. Hinterher stellte ich fest dass mir einige Dollarscheine fehlten, die ich zwischen meiner W\u00e4sche versteckt hatte. &#8211; Am n\u00e4chsten Tag machten wir wieder eine Tour die K\u00fcste entlang zu den Dun River Falls.<br \/>\nAm 11.04. segelten wir weiter, immer entlang der gr\u00fcnen Nordk\u00fcste mit meistens leichten Ostwinden. Die erste Nacht ankerten wir in der sch\u00f6nen Bucht Orca Bessa. Am n\u00e4chsten Abend erreichten wir Montego Bay und ankerten bei einbrechender Dunkelheit vor dem Montego Bay Yachtclub. Bei diesem vornehmen Club mit maroder Steganlage lie\u00dfen wir am n\u00e4chsten Tag unser Dinghi und gingen zum Einkaufen in die Stadt. Daf\u00fcr wurden uns 35.-$ berechnet. Wir konnten aber auch die sehr guten Sanit\u00e4ranlagen benutzen und die Beamten zum Ausklarieren kamen dort zu uns. Daf\u00fcr g\u00f6nnten wir uns an der Bar noch einen Cocktail, wof\u00fcr wir mit 30.-$ zu Kasse gebeten wurden..!!<\/p>\n<p>Fr\u00fch morgens am 14.04. lichteten wir den Anker, und starteten zur l\u00e4ngsten Strecke nach Providencia. 395 Sm lagen vor uns. Die Westk\u00fcste Jamaikas ist die Leeseite, daher mussten wir lange dieseln bis wir den Passatwind wieder erreichten. Der wehte nun die ganze Strecke mit 4 bis 5 Bft und es gab eine See von ca. 2m. Das bekam unserer Mitseglerin Annelene nicht gut. Sie verbrachte fast die ganzen 3 Tage liegend in ihrer Koje. So mussten Kristina und ich die Wachen teilen, was aber gut lief. Am ersten Tag fingen wir noch eine sch\u00f6ne Golddorade. W\u00e4hrend der ganzen Strecke sahen wir nur 2 Frachter und keinen Segler. Im Morgengrauen des 17.04. erreichten wir die Bucht Port Isabel von Providencia. Sie sieht aus wie eine S\u00fcdseeinsel der Marquesas mit hohen Bergen und Palmenstr\u00e4nden. Beim Ankerman\u00f6ver versagte das Echolot. Als ich hinterher mit dem Handlot kontrollierte lagen wir auf 2,1m Wassertiefe. Naja, es bleiben ja 30 cm bis zum Grund. Gerade hatten wir uns ein ordentliches Fr\u00fchst\u00fcck geg\u00f6nnt rief uns Mr. Busch \u00fcber Funk. Er ist ein Shipsagent und die Einklarierung muss \u00fcber ihn gemacht werden. Daf\u00fcr nahm er die stolze Summe von 100.-$ Am ersten Tag wanderten wir \u00fcber die Insel Isabel, die mit einer Br\u00fccke mit Providencia verbunden ist.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag mieteten wir ein Kawasaki Muli und fuhren rund um die Insel mit vielen sch\u00f6nen Buchten, tollen Str\u00e4nden und netten kleinen Ortschaften mit Bars und Restaurants.<br \/>\nUm Zeit zu sparen segelten wir \u00fcber Nacht die 55 Sm bis San Andres. Diese Insel geh\u00f6rt wie Providencia zu Kolumbien. Der Hafen liegt an der Luvseite, ist aber von einem langen Riff gesch\u00fctzt auf dem unz\u00e4hlige Wracks liegen. Wir ankerten vor dem Hauptort vor Nenes Marina, einem wackeligen Steg mit einer Bar die mit allerlei maritimen Wrackteilen geschm\u00fcckt ist. Dort erwartete uns schon Rene, der hier die Ein-und Ausklarierung \u00fcbernahm. Er war von Mr. Busch informiert worden, verlangte aber nur 50.- $ f\u00fcr seine Dienste. Wir machten nun 2 Tage Pause, und erholten uns am Strand. St. Andres ist die Urlaubsinsel der Kolumbianer mit vielen Hotels, Restaurants, und allem was dazu geh\u00f6rt.<br \/>\nFr\u00fch morgens am 21.04. machten wir uns auf den letzten Schlag. Wir hatten noch einmal 240 Sm vor uns. Bei Ost um 4 bis 5 lief es sehr gut. Kristina und ich teilten uns wieder die Wachen. Am n\u00e4chsten Mittag wurde der Wind langsam weniger, wir konnten den Hafen nicht mehr im Hellen erreichen. Gegen Abend schmissen wir den Diesel an. Vor der Einfahrt zu Puerto Limon, der bei Colon vor dem Panama Kanal liegt, lagen unz\u00e4hlige Ankerlieger, teilweise unbeleuchtet. Durch die Ankerlieger mussten wir in die Anfahrt zur Shelter Bay Marina finden. Die Einfahrt dahin war auch schlecht befeuert, mit Plotter und Radar kamen wir aber gut rein. Am ersten freien Steg legten wir uns gegen 22 Uhr l\u00e4ngsseits. Nach der Anmeldung und Einklarierung am n\u00e4chsten Morgen verholten wir an einen Liegeplatz in der guten und sicheren Maina. Hier liegen sehr viele Yachten, die durch den Panama Kanal Richtung S\u00fcdsee wollen. &#8211; Ich hatte inzwischen ein Mail von Rudi bekommen. Gerade hatte er sein Boot verkaufen k\u00f6nnen und ich brauchte nicht mehr nach Martinique fliegen um mit ihm sein Boot nach Europa zu \u00fcberf\u00fchren. Also buchte ich gleich einen Flug f\u00fcr Samstag nach Hause. Am Freitag kam die D\u00f6rtita aus dem Wasser. Sie wurde im Workingbereich aufgepallt.<br \/>\nSo konnten wir in Ruhe das Boot f\u00fcr die Landlagerung klarmachen und noch eine Nacht an Bord schlafen. Die Marina liegt in einem ehemaligen Milit\u00e4rbereich der Amerikaner, rundum von dichtem Dschungel umgeben. Dort gibt es Affen, Krokodile und Schlangen.<br \/>\nAm Samstagmittag fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen, w\u00e4hrend die D\u00f6rtita in den bewachten Storagebereich kam.<\/p>\n<p>1. Teil&#8230; von Trinidad nach Cap Cana<\/p>\n<p>Hallo Ihr Lieben, ich liege in der Marina Cap Cana in der Dom.Rep. Und warte auf meine n\u00e4chste Crew die am 14.03. hier ankommt. So habe ich mal Zeit zu schreiben.<\/p>\n<p>Am 08.Dez. 2014 flog ich mit Rainer von Frankfurt nach Tobago. Wir kamen dort p\u00fcnktlich gegen 16:00 Uhr an. Da gab es die ersten Schwierigkeiten. Rainer wurde der Weiterflug nach Trinidad verweigert, da sein R\u00fcckflug von Grenada ging. Nach langen Verhandlungen bekam er dann doch die Genehmigung zur Einreise. Inzwischen war unser Anschlussflug weg. Wir wurden auf die Warteliste gesetzt, aber ein Flieger nach dem anderen war voll besetzt. Erst am n\u00e4chsten Morgen um 02:00 Uhr kamen wir in die letzte Maschine und waren um 02:30 in Port of Spain. Elke und Peer wollten uns abholen. Sie warteten von16:00 Uhr bis 24:00 Uhr. Als es dann in POS kein Taxi mehr gab holten uns Werner und Elke doch ab. In Charguaramas, wo die D\u00f6rtita in der Werft \u201ePowerboats\u201c lag, mussten wir auch noch zum Zoll und mein Gep\u00e4ck anmelden. Ich hatte als einziges Reisegep\u00e4ck eine neue Steuers\u00e4ule f\u00fcr das Boot mit. Um 05:00 Uhr waren wir endlich da. Ich hatte ein Apartment f\u00fcr 2 Tage gemietet. So brauchten wir noch nicht aufs Boot und konnten ausschlafen. Dann begann die einw\u00f6chige Arbeit an der D\u00f6rtita. Das Boot hatte durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Inneren etwas Schimmel an den W\u00e4nden, der chemische Luftentfeuchter hatte nicht ausgereicht. Also wurde geputzt. Dann wurde die alte Steuers\u00e4ule ausgebaut, die neue angepasst, und eingebaut. Das Kopflager der Ruderwelle musste neu geschwei\u00dft werden. Bimini und Sprayhood hatte ich zum \u00dcberarbeiten beim Segelmacher und wurden wieder angebaut&#8230;und..und..und. Dann wurde das ganze Boot poliert und letztendlich der Unterwasseranstrich (Antifouling) aufgebracht. Rainers Kommentar dazu: Jetzt wei\u00df ich wie es im Knast ist.<\/p>\n<p>Am 15.12.14 kam die D\u00f6rtita wieder ins Wasser. Wir bunkerten noch einige Lebensmittel und Getr\u00e4nke und am 17.12. legten wir ab und segelten \u00fcber Nacht nach Grenada. Wir hatten NE Wind 4 \u2013 5 Bft., mussten also hoch am Wind segeln. Gegen 09:00 Uhr ankerten wir im S\u00fcden Grenadas in der Prickly Bay. Nach dem Einklarieren hatten wir noch ein paar ruhige Tage. Die NAJA mit Werner und Elke kam einen Tag sp\u00e4ter an.<\/p>\n<p>Am 20.12. flog Rainer nach Hause und am 21.12. kam meine neue Crew an, vier Jungs: Siegfried, Stephan, Jan und Gunnar, aus Intschede und umzu.<\/p>\n<p>Am 22.12. ging es dann los. Zun\u00e4chst nur bis St. Georges wo wir erstmal einen Supermarkt pl\u00fcnderten.<\/p>\n<p>Am 23.12. dann der erste Schlag nach Carriacou, einer kleiner Insel, die zu Grenada geh\u00f6rt. Bei NE 4-5 und grober See mussten wir wieder hoch am Wind segeln. Ein Crewmitglied opferte sein Fr\u00fchst\u00fcck dann bald an Neptun. Aber bei Rumpunsch und gutem Essen war alles wieder gut.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag, dem 24.12. also Heiligabend gab es dann ein gro\u00dfes Programm. Zun\u00e4chst Ausklarieren, dann ein Stopp bei der kleinen Insel Sandy Island, die ist ca 200m lang und hat ein paar Palmen und einen herrlichem Sandstrand. Leider wurde da auch ein I-Phone gew\u00e4ssert, das die gar nicht m\u00f6gen. Weiter ging es nach Clifton auf Union Island. Die Insel geh\u00f6rt zu \u201eSt.Vincent and the Grenadines\u201c und ich musste erstmal zum Flughafen zum Einklarieren. Als n\u00e4chstes besuchten wir \u201eHappy Island\u201c, eine k\u00fcnstliche Insel im Riff vor Union, wo es einen guten Rumpunsch gibt. Das Weihnachtsessen hatten wir im \u201eLambis,\u201c einem ehemals gutem Restaurant. Das am Tisch servierte B\u00fcffet war zwar ok, aber es fehlte die Steelband, die eigentlich jeden Abend da sein soll.<\/p>\n<p>Am 25.12. ging es dann in die Tobago Cays. Man ankert hinter einem gro\u00dfen hufeisenf\u00f6rmigem Riff. Darin liegen 4 kleine Inseln mit wei\u00dfen Sandstr\u00e4nden, wildem Bewuchs und Iguanen, einer bis zu 40cm langen Echse. Im Wasser gibt es gro\u00dfe Schildkr\u00f6ten, Rochen und viele Fische in den Korallenst\u00f6cken. Meine Crew entdeckte da beim Schnorcheln eine Koralle, an der kleine J\u00e4germeisterflaschen wuchsen!? Am n\u00e4chsten Tag ankerten wir in der Saline Bay von Mayreau, bevor es dann nach Bequia ging. Die Admirality Bay dort ist der Haupttreff der Segler in den Grenadinen. Mann liegt gut gesch\u00fctzt vor Seegang, nur nerven gelegentlich starke Fallb\u00f6en.<br \/>\nAn Land gibt es viele Restaurants und Gesch\u00e4fte in karibisch bunten H\u00e4usern.<\/p>\n<p>Am 29.12. segelten wir in den Young Island Cut, einem malerischen Platz an der S\u00fcdostecke von St.Vincent. Mit dem Sammelbus ging es in den pitoresken Hauptort Kingstown.<br \/>\nNahe des Ankerplatzes bestiegen wir Duvernette Island, einen Felsen im Meer. \u00dcber eine steile Treppe erreicht man auf der Spitze eine alte Festung, von dort hat man einen herrlichen Ausblick.<\/p>\n<p>Am 31.12. fuhren wir zun\u00e4chst in die Blue Lagoon, um dort in der Marina Wasser zu tanken. Dann ging es in die Wallilabou Bay. Dort liegt man an einer Mooring mit Landleine. Schon bei der Einfahrt kommen uns kleine Boote entgegen, um gegen eine kleine Geb\u00fchr die Landleine auszubringen. Anschlie\u00dfend wird man von mehreren Booten belagert, die Jungs bieten Obst, Fisch und selbst gebastelten Schmuck an. Wir kauften ein paar Sachen und alle waren zufrieden.<br \/>\nMeine Crew machte einen Ausflug zum Wasserfall, w\u00e4hrend ich zum Ausklarieren ging. In der Bucht sind noch einige \u00dcberbleibsel von Kulissen der Filmdrehs zu Pirates of the Karibien vorhanden. In einer dieser Ruinen hat Toni eine Bar errichtet. Da feierten wir Silvester.<br \/>\nZusammen mit einer schwedischen Crew tanzten und feierten wir bis morgens um 3 Uhr. Das war sicher etwas zu lange, und Tonis Rumpunsch war zu stark, denn am 01.01.15 um 09:30 ging es los auf die 40Sm nach St. Lucia. Bei NE5 und einer kurzen Welle verloren 2 Crewmitglieder alles was sie am Tag zuvor zu sich genommen hatten. Kurz vor dem Sonnenuntergang erreichten wir die Sofriere Bay von St.Lucia. Der n\u00e4chste Tag diente der Erholung. Ich musste wieder einklarieren und die Jungs machten einen Ausflug zum Vulkan. Am n\u00e4chsten Tag endete dieser T\u00f6rn nach kurzem Besuch der Marigot Bay in der Rodney Bay Mariana.<\/p>\n<p>Am 05.01. flogen die Intscheder Jungs nach Hause. Am selben Tag kamen Delfried und Dominik an Bord. Sie waren schon am Tag vorher auf Martinique angekommen und wollten am Morgen mit einem Inselhopper nach St.Lucia kommen. Man wollte sie nicht in den Flieger lassen, weil ihr R\u00fcckflugticket von Guadeloupe ging. Erst nachdem ich die Schiffspapiere als MMS zu ihnen geschickt hatte durften sie fliegen. Sie kamen nur mit halben Gep\u00e4ck an, Dominiks Tasche war nach Las Palmas geschickt worden. Er musste erstmal mit den n\u00f6tigsten Sachen eingekleidet werden.<br \/>\nAm 06.01. segelten wir zun\u00e4chst zur Marigot Bay, und am n\u00e4chsten Tag nach Le Marin auf Martinique. Ich kaufte dort einen neuen Batteriesatz, die alten waren nach einem Jahr schon wieder kaputt. Mit einem Leihwagen unternahmen wir eine Rundfahrt \u00fcber die Insel mit dem Besuch einer Rum-Destillerie. Am n\u00e4chsten Tag ging es in die sch\u00f6ne Grande Anse de Arlet. Vor dem herrlichen Sandstrand liegt man neuerdings an kostenlosen Mooringtonnen.<\/p>\n<p>Am 10.01. gingen wir zun\u00e4chst vor Fort de France vor Anker. Ich ging einkaufen und Delfried und Dominik fuhren zum Flughafen. Die fehlende Tasche war tats\u00e4chlich noch angekommen. Anschlie\u00dfend segelten wir weiter nach St. Piere. Die fr\u00fchere Hauptstadt wurde 1900 durch einen Vulkanausbruch vollkommen zerst\u00f6rt, wobei alle Einwohner ihr Leben lie\u00dfen. Am n\u00e4chsten Tag dann wieder eine raue \u00dcberfahrt nach Dominika. S\u00fcdlich der Hauptstadt Roseau gingen wir an eine Mooring von Sea Cat. Mit dem machten wir dann am n\u00e4chsten Tag eine Inseltour. Unter anderem besuchten wir die Trafalgar Falls, die h\u00f6chsten und wildesten Wasserf\u00e4lle der Insel und den Ti Trou Gorge, einer schmalen Schlucht, in die man ein St\u00fcck hineinschwimmen kann. Der n\u00e4chste Stopp war in der sicheren und sch\u00f6nen Prince Rupert Bay. Dort kann man Bootstouren buchen und die Bootboys rudern mit den G\u00e4sten in den Indian River, einem von Mangroven und \u00fcppiger Vegetation ges\u00e4umten Fluss.<\/p>\n<p>Am 14.01. folgte der kurze Schlag zu den Iles de Saintes. Diese zu Guadeloupe geh\u00f6renden Inseln sind wie ein kleines St\u00fcck Frankreich. Wir gingen vor der Terre den Haut an eine Mooring. Anschliessend stand ein Besuch des Fort Napoleon an, eine gut restaurierte Festung mit Museum. In diesem werden u.a. Scenen der \u201eBattle of the Saintes\u201c abgebildet. Diese Seeschlacht, bei der mehr als 10000 franz\u00f6siche Seeleute ihr Leben lie\u00dfen, festigte die Vorherrschaft Englands im karibischen Raum.<\/p>\n<p>Am 15.01. segelten wir dann in die Marina Bas du Fort in Pointe a Pitre auf Guadeloupe. Nach einer ausgedehnten Inselrundfahrt war am 18.01. wieder Crewwechsel.<br \/>\nNeu an Bord kamen Doris und Peter und am 20.01. ging es weiter.<br \/>\nZun\u00e4chst gab es wieder einen Stopp auf den Saintes, dann an der Westk\u00fcste Guadeloupes mit einem Schnorchel-Stopp bei den Ilets Goyave, im Costeau Nationalpark, da ist die Unterwasserwelt noch in Ordnung, und weiter bis Deshaies. Es ist eine sehr sch\u00f6ne Bucht mit nettem kleinen Ort.<\/p>\n<p>Am 23.01. segelten wir weiter nach Falmouth Harbour auf Antigua. Dort und in Nelsons Dockyard, in English Harbour, liegen Unmengen von Superyachten. Von sehr sch\u00f6nen Seglern bis zu 40 m L\u00e4nge gibt es da auch potth\u00e4ssliche Motoryachten in alle Gr\u00f6\u00dfen. Am Sonntag besuchten wir Shirly Heights, eine ehemaligen Festung, mit Blick \u00fcber die ganzen H\u00e4fen und Buchten. Dort findet immer sonntags eine Fete f\u00fcr die Touristen statt. Es gibt Gegrilltes und Bier und Rumpunsch. Dazu spielt zun\u00e4chst eine gute Steelband und sp\u00e4ter am Abend eine Raggae-Band. Ein riesen Spektakel.<\/p>\n<p>Am 26.01. segelten wir nach Montserat und ankerten in der Little Bay. Diese Insel wurde 1995 von einem Vulkanausbruch zu 2\/3 verw\u00fcstet. Im Norden, dem verbliebenen Rest der Insel, ist man dabei wieder eine neue Hauptstadt zu errichten. Nach problemlosem Einklarieren machen wir eine Taxifahrt mit Cecil, der uns seine Insel zeigt. Es geht u.a. in die N\u00e4he der alten Hauptstadt Plymouth, die komplett von Lava und Asche versch\u00fcttet ist. Erstaunlich ist wie die Natur sich langsam alles zur\u00fcckholt, vieles ist wieder gr\u00fcn und es gibt schon wieder B\u00e4ume. Im Vulkan Observatorium sehen wir einen Film \u00fcber die Aktivit\u00e4ten des Soufriere. Am n\u00e4chsten Tag ging es nach Nevis. Vor dem Pinnys Beach liegt man an neuen Mooringtonnen. Bemerkenswert ist in den Strandbars vor allem der Rumpunsch \u201eKillerbee\u201c .<br \/>\nIn Basse Terre, dem Hauptort von St. Kitts, gingen wir in die neue Marina von Port Zante. Hier hat man ein riesiges Gesch\u00e4ftsviertel und neue Kreuzfahrtanleger gebaut. Tags\u00fcber ist die Stadt von Kreuzfahrttouristen \u00fcberflutet, aber ab ca 18 Uhr ist Ruhe!? Wir waren am Freitag da, und nachts hat die einheimische Bev\u00f6lkerung ihr Jump UP. \u00dcberall dr\u00f6hnt Musik und es wird viel getrunken. Auch wenn alle sehr freundlich sind, wird uns das irgendwann unheimlich und wir ziehen uns an Bord zur\u00fcck. Der n\u00e4chste Stopp ist Statia. Diese zu Holland geh\u00f6rende Insel hei\u00dft eigentlich St. Eustatius und wird nur von wenigen Seglern besucht. Man liegt in einer offenen schwelligen Bucht an Mooringtonnen. Das Ein und Ausklarieren am Sonntagmorgen war etwas schwierig, da die Beamtin die von 10 bis 12 da sein sollte, erst aus dem Bett geklingelt werden musste. Die Insel wird von dem Quill, einem 600m hohen erloschenem Vulkan \u00fcberragt, in den man auch hineinklettern kann. Normalerweise mache ich das mit meinen Crews. Aber da es am Gipfel regnete verzichteten wir diesmal darauf. So fuhren wir weiter, an der gro\u00dfen \u00d6l Verladeeinrichtung vorbei in Richtung St. Barts. Es liegen hier auch viele gro\u00dfe Tanker vor Anker. Die Fahrt nach St. Barts war wieder ziemlich rau, da uns der Wind genau auf die Nase wehte und wir den Motor zu Hilfe nehmen mussten. Vor dem Hauptort Gustavia ankerten wir. Die Insel St. Barthelemey, kurz St. Barts war zwischenzeitlich in schwedischem Besitz. Davon zeugen noch die Stra\u00dfennahmen und viel Geb\u00e4ude. Sie ist jetzt aber wieder franz\u00f6sich und ein Treffpunkt vieler Reicher aus aller Welt. Aber eben auch wundersch\u00f6n mit vielen herrlichen Buchten und Str\u00e4nden. Bemerkenswert ist auch der kleine Flughafen. Nachdem die Propellermaschinen einen Berg knapp \u00fcberflogen haben, auf dem auch noch eine Stra\u00dfenkreuzung liegt, st\u00fcrzen sie sich im Sturzflug den Hang hinab um dann die Maschine auf der nur 500m langen Piste abzufangen. Gleich dahinter ist wieder das Meer. &#8211; Nach einer Inselrundfahrt ziehen wir uns mit der D\u00f6rtita in die ruhige Baie de Columbier zur\u00fcck. Auf der Weiterfahrt nach St.Martin legen wir noch Stopps auf der einsamen Insel Forche und am Strand der Insel Tintamare ein. Nach einer Nacht in der in der weitl\u00e4ufigen Baie de Grande Case erreichen wir am 06.02. die Marina Fort Louis in Marigot, dem Hauptort des franz\u00f6sischen Teils von St. Martin. Hier kaufe ich ein weiteres Solarpaneel mit 135 Watt. Die Batterien verlangen nach mehr Ladung um die K\u00fchlboxen zu versorgen. Es werden ja auch immer kalte Getr\u00e4nke gebraucht und Eis f\u00fcr die Cocktails. &#8211;<\/p>\n<p>Am 07.02. dann wieder Crewwechsel. Peter und Doris gingen f\u00fcr eine Nacht ins Hotel und Alfons, Monika, J\u00f6rg und Angelika kamen sp\u00e4t am Abend an. Nachdem am n\u00e4chsten Tag ordentlich Getr\u00e4nke und Lebensmittel gebunkert wurden, machten wir noch eine Inseltour, u.a. auch nach Philipsbourg, dem Hauptort des holl\u00e4ndischen Teils der Insel. Hier ist das Paradies der Kreuzfahrttouristen, \u00fcber einen km L\u00e4nge reiht sich Gesch\u00e4ft an Gesch\u00e4ft mit Schmuck, Uhren, Kleidung, Alkohol und Nippes.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag verlegen wir uns in die Baie Gran Case, wo man gut in allen Preisklassen essen kann.<\/p>\n<p>Am 10.02. segelten wir nach einem Stopp am Sandstrand der Insel Tintarmare bis Road Bay auf Anguilla. Dort verbrachten wir einen Tag am sch\u00f6nen Strand. Alfons lief zwischendurch zum Hauptort um Einzukaufen. Beim Ein-und Ausklarieren wunderte ich mich dass es gar nichts kostet.<\/p>\n<p>Am 12.02. starteten wir dann Richtung Virgin Islands. Zun\u00e4chst stoppten wir noch bei Sandy Island, einer kleinen Sandinsel mit ein paar Palmen und einer Bar. Einen weiteren Stopp legten wir bei den Prickly Pear Cays ein. Diese kleinen Inseln liegen ca 6 Sm n\u00f6rdlich von Anguila, haben tolle Pl\u00e4tze zum Schnorcheln und sch\u00f6ne Sandstr\u00e4nde. Das Anlanden mit dem Dingi ist bei starkem Schwell allerdings immer eine nasse Angelegenheit. Gegen Abend gingen wir Ankerauf und segelten \u00fcber Nacht die 90 Meilen nach Virgin Gorda. Bei NE um 4 und Westkurs war es eine ruhige Reise. Alle durften f\u00fcr 3 Stunden Wache halten. Am Morgen liefen wir in die Marina von Virgin Gorda ein. Von hier besuchten wir die Bahts. Das sind an der Nordk\u00fcste der Insel viele kleine Buchten mit Palmen, Sandstr\u00e4nden und einer Unmenge Felsen, die in wilden Formationen \u00fcbereinanderliegen und H\u00f6hlen und Durchg\u00e4nge bilden. Eine faszinierende Landschaft, die es wohl kaum noch einmal woanders gibt. Weiter segelten wir durch den beeindruckenden Sir Francis Drake Channel, der beidseitig von vielen kleinen Inseln ges\u00e4umt wird. Einen Stopp legten wir bei Salt Island ein, wo man \u00fcber dem Wrack der 1902 gesunkenen Rhone schnorcheln kann. Die Nacht verbrachten wir ankernd in der Deadmann Bay vo Peter Island. Am 16.02. mussten wir dann in die Marina von Road Town auf Tortola. Ich musste einen neuen Regler f\u00fcr die Solarpaneele kaufen, der alte war wegen der h\u00f6heren Leistung durchgebrannt. Die Crew erg\u00e4nzte in der Zeit die Bordvorr\u00e4te.<br \/>\nWeiter segelten wir nach Jost van Dyke, einer nach dem gleichnamigen Piraten benannten Insel. Auch da gibt es super Buchten. Im kleinen Hauptort ist vor allem die Bar und Restaurant \u201eFoxis\u201c einen Besuch wert. Der Inhaber macht dort abends Musik und es gibt wilde Partys. Uns war der B\u00fcffetpreis mit 40 US Dollar allerdings zu hoch und wir a\u00dfen lieber an Bord.<\/p>\n<p>Am 18.02. musste ich zun\u00e4chst aus den BVIs ausklarieren. Dann segelten wir nach Cruz Bay auf St.John, das zu den US-Virgin Islands geh\u00f6rt. Das Einklarieren bei den US Beamten lief problemlos, da wir alle \u00fcber US-Visen verf\u00fcgten. Anschlie\u00dfend gingen wir nebenan in der sch\u00f6nen Caneel Bay an eine Mooring. Hier in den US Virgins sind wesentlich weniger Boote unterwegs. Die meisten Segler scheuen wohl die teure und umst\u00e4ndliche Visabeantragung. Am n\u00e4chsten Tag segelten wir zur 39 Sm s\u00fcdlich gelegentlichen Insel St. Croix. Es war eine flotte Rauschefahrt, allerdings hoch am Wind. Wir ankerten vor dem Hauptort Christinsted. Auch hier waren fast keine Fahrtensegler. Daher waren wir \u00fcberrascht wie sch\u00f6n die Insel war.<br \/>\nDie US Virgins waren lange in d\u00e4nischem Besitz, bevor sie an die USA verkauft wurden. Geblieben sind viele d\u00e4nische Namen und Orte mit d\u00e4nischen Geb\u00e4uden. Vieles ist gut erhalten. Am n\u00e4chsten Tag wollen wir ein Auto mieten, aber der Fahrer musste noch einen F\u00fchrerschein kaufen, auch die Versicherung war nicht inclusive. Das war uns zu teuer, also fuhren wir mit einem Bus \u00fcber die Insel bis Frederiksted, keine schlechte Alternative. Wir sehen entspannt die gr\u00fcne Insel. Und k\u00f6nnen auf der R\u00fcckfahrt unsere Vorr\u00e4te in einem Einkaufscenter erg\u00e4nzen. Am n\u00e4chsten Tag geht es raumschots zur\u00fcck nach St.Thomas. Dort mu\u00df ich f\u00fcr Puerto Rico ausklarieren, obwohl doch alles irgendwie zu den USA geh\u00f6rt. So segeln wir am 22.02. in die Ensanada Honda auf Culebra. An diesem Tag haben wir viele Regenschauer, auch beim Ankern prasselt es heftig. Die Einklarierung am Flugplatz am n\u00e4chsten Tag dauert geschlagene 2 Stunden. Zun\u00e4chst ist der Beamte nicht da, dann mu\u00dfte ich f\u00fcr 35 Dollar noch ein Crusingpermit kaufen. Auf dem R\u00fcckweg zum Boot werden wir wieder von einem heftigen Schauer erwischt. Am n\u00e4chsten Abend ankern wir alleine hinter einer kleinen Insel.<\/p>\n<p>Am 24.02.haben wir dann wieder einen sch\u00f6nen Segeltag mit achterlichem Wind. Wir gehen am Abend in die Marina San Juan. Ich mss einen vern\u00fcnftigen Preis aushandeln, damit wir nicht vor Anker m\u00fcssen. Am n\u00e4chsten Tag besuchen wir die sehr sch\u00f6n Hauptstadt San Juan. Es ist wie in Spanien, enge Gassen, alte gut erhaltene Geb\u00e4ude und gewaltige Festungen. St\u00f6rend ist nur die Invasion von ca. 15000 Kreuzfahrttouristen die von 6 Schiffen in die Stadt einfallen. Da kann ich nicht mehr verstehen wie man Gefallen an Kreuzfahrten haben kann. In den n\u00e4chsten Tagen ist es ruhiger, es sind keine oder nur ein Schiff im Hafen. Wir mieten auch ein Auto, fahren in den Regenwald von El Junque und erkunden einiges der h\u00fcgeligen gr\u00fcnen Landschaft.<\/p>\n<p>Am 28.02. fliegt meine Crew nach Hause.<br \/>\nIch bleibe allein an Bord.<\/p>\n<p>Am 03.02. lege ich am fr\u00fchen Morgen ab, im Hafen war es fast windstill. Drau\u00dfen erwartet mich zun\u00e4chst ein moderater NE4. Ich segelte nur mit der Genua. Gegen Abend erreichte ich die Mona Passage zwischen Puerto Rico und der Dom.Rep. Der Wind wurde immer st\u00e4rker und der Seegang nahm gleichzeitig zu. Zum Gl\u00fcck hatte ich fast Vollmond. Gegen Morgen hatte ich NE Wind um 7 und Wellen bis zu 5m. Die D\u00f6rtita kommt ins Surfen und ich verkleinere die Genua auf ein Drittel. Dann kommen vor der K\u00fcste auch noch heftige Regenschauer dazu. Zun\u00e4chst kann ich die Einfahrt der Marina daher nicht sehen. Zwischen 2 Schauern steht ein gro\u00dfer Regenbogen \u00fcber dem Ort und ich rausche in den Hafen. Beim Festmachen sind gleich mehrere Helfer da. Kurz danach kommen auch schon die Einklarierungsbeamten mit 5 Leuten an Bord. Aber alle sind nett und entspannt.<br \/>\nIch muss die D\u00f6rtita anschlie\u00dfend verlegen. Nun liegt die D\u00f6rtita sicher in einer Box. Neben mir ist ein englisches Boot, die \u201eWandering Dream\u201c. Vier nette Engl\u00e4nder sind auf Weltumseglung. Wegen des starken Windes bleiben sie bis Dienstag hier, sie wollen dann nonstop bis Panama. So habe ich nette Nachbarn. Zusammen gingen wir am Samstag zum Karneval nach Punta Cana. Das war eine riesige Veranstaltung mit hunderten Teilnehmern in Kost\u00fcmen und tausenden Zuschauern.<\/p>\n<p>Nun habe ich noch Zeit mich zu erholen und einiges zu erledigen. Ich freue mich auch auf den Rest der Reise zu neuen Zielen.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nHeiner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Teil von Cap Cana nach Panama Am Samstag den 14.03.2015 war mein Eremitendasein in der Marina Cap Cana zu Ende. 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