{"id":41,"date":"2016-02-27T00:43:56","date_gmt":"2016-02-26T23:43:56","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?page_id=41"},"modified":"2016-02-27T00:43:56","modified_gmt":"2016-02-26T23:43:56","slug":"2016-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?page_id=41","title":{"rendered":"2016"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: medium; line-height: normal;\">Panama<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: small; line-height: normal;\">11.01. &#8211; 16.02<\/span><\/p>\n<p>Wir, Hans-G\u00fcnter, Annelene und ich \u00a0kamen am 11.01.nach 11 St\u00fcndigem Flug \u00a0um 17:00 Uhr in Panama City an. Wir kamen ohne Probleme mit meinen ca. 60kg Material durch den Zoll. Mit dem bestellten Taxi waren wir gegen 21:00 Uhr in der Selter Bay Marina bei Colon. Die D\u00f6rtita war am selben Tag aus dem Storagebereich in den Arbeitsbereich gebracht worden. Ich enterte gespannt das \u00a0Boot und schloss es auf. Wie vermutet war es sehr muffig und an vielen Stellen angeschimmelt. Ich ri\u00df alle Fenster auf und machte eine Koje f\u00fcr mich klar. F\u00fcr Hans-G\u00fcnter und Annelene hatte ich ein Hotelzimmer gebucht. Am n\u00e4chsten Tag sahen wir erst das ganze Malleur. Von au\u00dfen dreckig und innen schimmelig. Auch sahen wir einige vielbeinige Krabbler. Obwohl die Regenzeit vorbei war herrschte eine hohe Luftfeuchtigkeit.Kleidung und W\u00e4sche hatte ich zum Gl\u00fcck in dichte Plastikt\u00fcten gepackt. W\u00e4hrend \u00a0ich das Boot von au\u00dfen reinigte, machte sich Annelene an den gesamten Innenraum. Sie wischte alle W\u00e4nde ab und reinigte alle Schaps samt Inhalt. HG baute w\u00e4hrenddessen neue Ger\u00e4te ein. Es wurde unter anderem ein neuer Diodenverteiler zur Batterieladung, ein neues Batterie\u00fcberwachungsger\u00e4t, ein GPS und AIS Ger\u00e4t eingebaut. Eine neue Starterbatterie war auch f\u00e4llig. Nach drei Tagen war alles wieder in Schuss und HG und Annelene zogen auch an Bord. Danach wurde das Boot au\u00dfen poliert und die neue Sprayhood, die ich von Deutschland mitgebracht hatte, montiert.Am Schluss wurde die Antifouling Farbe gestrichen. W\u00e4hrend der ganzen Zeit versorgte uns Annelene mit leckerem Essen, wobei sie auch die alten , zum Teil angerosteten Konserven mitverbrauchte. Bereits am Samstag kam die D\u00f6rtita wieder ins Wasser wo wir die Restarbeiten machen konnten. Zwischendurch fuhren wir mit dem Marinabus nach Colon zum Einkaufen. &#8211; Am Donnertag den 28.01. waren wir fertig und starteten zu einem Ausflug Richtung San Blas Inseln. Wir wollten zun\u00e4chst noch tanken und fuhren an die Tankpier. Da sagte man uns, der Tankwart kommt erst gegen 13 Uhr. Weil der Tank fast leer war mussten wir eben warten und kamen erst gegen 14 Uhr los. Wegen starkem Gegenwind und Welle kamen wir nur bis Porto Bello, einer sch\u00f6nen und gesch\u00fctzten Bucht. Von hier hatten die Spanier ihr geraubtes Gold und Silber nach Europa verschifft. Am n\u00e4chsten Tag \u00a0fuhren wir bis Porto Lindo. Da trafen wir Jonathan und Claudia von der Sy Inti. Ich hatte ihnen Ersatzteile mitgebracht. &#8211; Die 40 Sm bis zum \u00a0Eingang des San Blas Archipels konnten wir endlich segeln. Wir ankerten am Abend in den Chichimee Cays, zwei kleinen Inseln innerhalb eines Riffes. Die liegen nur ca. einen halben Meter \u00fcber der Hochwasserlinie und sind dicht mit Palmen bewachsen. Am n\u00e4chsten Morgen kamen auch gleich Kuna Indianer und verkauften uns Molas, bunt bestickte T\u00fccher. Leider kam am n\u00e4chsten Tag die ganze Flotte ARC Round the World Segler zu den Inseln. Das war uns zu voll und wir segelten zur\u00fcck nach Porto Lindo und Porto Bello, wo wir ein paar nette Tage verbrachten. Da lag auch die KAMA mit Andreas. Zusammen meldeten wir uns bei einem Agenten zur Kanalfahrt an. Am 30.01. waren wir wieder in der Shelter Bay Marina. Am Montag kam ein Angestellter der Kanalbeh\u00f6rde. Das Boot wurde vermessen und kontrolliert. Danach wurden mehrere Frageb\u00f6gen ausgef\u00fcllt. Am Nachmittag kam unser Agent mit weiteren Frageb\u00f6gen und zum kassieren. Die Fahrt kostet 800.- \u00a0Dollar f\u00fcr Boote bis 40 Fu\u00df (12m) dazu kommen 130.- f\u00fcrs vermessen, 60.- f\u00fcr Fender und Leinen und 350.- f\u00fcr den Agenten und noch ein paar Nebenkosten, insgesamt 1420.-Dollar. Am n\u00e4chsten Tag bekamen wir den Termin, es sollte Samstag der 06.02. sein.Es war nur ein Platz frei, und daher meldete sich die KAMA sp\u00e4ter an. Das passte gerade noch f\u00fcr meine Crew, die am 08. nach Hause fliegt. Zus\u00e4tzlich brauchte ich zwei weitere Leinenbediener. Das wollten Jonathan und Claudia machen. Am n\u00e4chsten Tag wurden 8 riesige Fender und 4 dicke 40m lange Leinen gebracht. Die Wartezeit verbrachten wir mit Gro\u00dfeink\u00e4ufen, Badeausfl\u00fcgen und Spazierg\u00e4ngen durch den dichten Dschungel der die Marina umgibt. Dort gibt es viele Affenhorden, Ameisenb\u00e4ren und viele \u00a0andere Tiere und V\u00f6gel. &#8211; Am Freitag Abend kamen Jona und Claudia und am Samstag fuhren wir um 13 Uhr zu einem Ankerplatz vor dem Kanal. Dort sollte um 14:30 der Advisor (Lotse) an Bord kommen. Nachdem ich mich \u00fcber Funk gemeldet hatte, wurde mir 15:15 gesagt. Er kam dann um 16:00 Uhr. Mit einem weiteren Boot fuhren wir dann hinter einem Frachter vor die Gatun Schleusen, die bestehen aus 3 hintereinanderliegenden Kammern, die die Schiffe auf das Niveau des Gatun Sees heben. Wir mussten noch \u00fcber eine Stunde vor den Schleusen warten, und das bei starkem achterlichem Wind. Nachdem der Frachter eingelaufen war mussten wir mit dem anderen Boot ein P\u00e4ckchen bilden und konnten auch einfahren. Von den Schleusen wurde Wurfleinen mit schweren Gewichten (genannt Affenf\u00e4uste) her\u00fcber geworfen. Damit wurden unsere Leinen an Land gezogen und festgemacht. Das Schleusen verlief dann Problemlos. Die Leinenwerfer nahmen dann unsere Leinen von Kammer zu Kammer. Es war bereits Dunkel als wir durch waren. Wir gingen f\u00fcr die Nacht an eine Boje und der Lotse wurde abgeholt.- Am n\u00e4chsten Morgen sollte er um 06:30 wieder da sein. Wir waren rechtzeitig fertig und warteten. Ein neuer\u201cOscar\u201c kam aber erst um 11 Uhr. Wir fuhren dann durch den sehr sch\u00f6nen Gatun See. Der besteht aus dem aufgestauten Chargress River und liefert das Wasser f\u00fcr die Schleusen. Es gibt unz\u00e4hlige Inseln mit unber\u00fchrter Natur. Nach 27 Seemeilen erreichten wir die Pedro Miguel Schleuse. In dieser und den folgenden Miraflores Schleusen wird man wieder auf das \u00a0Niveau des Pazifics abgesenkt. Wieder mussten wir bei starkem R\u00fcckenwind \u00a0unendlich warten. Wir mussten wieder ein P\u00e4ckchen bilden und konnten endlich einlaufen. Da schafften es die Leinenwerfer nicht ihre Wurfleinen her\u00fcber zu schmei\u00dfen. Dreimal warfen sie zu kurz und zweimal blieben sie im Achterstag h\u00e4ngen, worauf H-G mutig auf den Heckb\u00fcgel stieg und sie los t\u00fctelte. Nachdem wir endlich fest waren lief hinter uns ein gro\u00dfer Frachter ein, der erst ca. 20 m hinter uns stoppte. \u00a0Bei den Miraflores Schleusen, die kurz danach kommen und aus zwei Kammern bestehen mussten wir wieder lange warten. Inzwischen war es dunkel geworden. In der ersten Kammer lief alles gut. Dann hie\u00df es, die Leinenwerfer kommen nicht zur zweiten Kammer und wir sollten an einem vor uns fahrenden Ausflugsschiff l\u00e4ngsseits gehen. Normalerweise kein Problem, aber als P\u00e4ckchen und bei starker Str\u00f6mung und Wind ging das voll daneben. Wir wurden pl\u00f6tzlich stark versetzt und lagen auf einmal quer am Heck des Dampfers. Nur mit Vollgas und starkem Dr\u00fccken meiner Crew gelang es l\u00e4ngsseits zu kommen. Dabei platzte einer der dicken Fender. Es ging dann noch 3 Sm bis zum Balboa Yachtclub wo der Lotse und unsere Leinen und Fender abgeholt wurden. Ich wollte dort eigentlich an eine Mooring gehen, aber da keine frei war fuhren wir weitere 3 Sm bis zum La Playita Ankerplatz. Unterwegs kam noch ein gro\u00dfes Lotsenboot zu uns und fragte was wir da im Fahrwasser machten. Um 21:30 fiel endlich unser Anker und wir konnten die Ankunft im Pazific feiern.- Am n\u00e4chsten Morgen das erste Bad, hui, ist das kalt, der Pazific hat hier nur ca 21 Grad. Der Humboldstrom funktioniert also noch, trotz El Ninjo. &#8211; Am Morgen fuhren Jonathan und Claudia zu ihrem Boot in Porto Lindo zur\u00fcck. Am Nachmittag fuhren Hans-G\u00fcnter und Annelene zum Flughafen. Die beiden werden mir sehr fehlen, HG mit seinem technischen und handwerklichen Geschick und Annelene mit ihren Kochk\u00fcnsten. Die n\u00e4chsten Tage hatte ich ein bischen Zeit um einige Sachen zu erledigen und vor allem einen neuen Autopiloten zu bestellen. Die treue Magda hatte mich nach 60000Sm verlassen. \u00a0Am Freitag den 12.02. kam Rainer an. Die n\u00e4chsten Tage hatten wir mit dem Einbau des neuen Autopiloten, Einkaufen, Tanken und vielen anderen Dingen zu tun. Aber auch kleine Ausfl\u00fcge, z.B. in die Altstadt von Panama waren drin. Wenn alles klar ist wollen wir zu Freitag Ausklarieren und dann zun\u00e4chst ein paar Tage in die Las Perlas. Danach geht es auf den fast 4000 Sm langen Schlag Richtung Marquesas. Ob wir in den Galapagos Inseln einen Stop einlegen steht noch nicht fest. Wir h\u00f6ren von anderen Seglern das man da ausgenommen wird. Das Einklarieren soll um 1000.-$ Dollar kosten, daf\u00fcr darf man nur an dem Platz liegen bleiben wo man ankommt.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Heiner<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: medium; line-height: normal;\">Panama Kanal<\/span><\/p>\n<p><strong style=\"font-family: verdana, geneva; font-size: 12px; line-height: normal;\">07.02.2016: <\/strong><span style=\"font-family: verdana, geneva;\">Geschafft, der Kanal liegt hinter uns.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva; font-size: 12px; line-height: normal;\"><strong><img decoding=\"async\" src=\"\/media\/blogs\/index\/miraflores-passing.png\" alt=\"\" width=\"550\" \/><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva; font-size: 12px; line-height: normal;\">Im P\u00e4ckchen durch den Kanal, die Angst im Nacken \ud83d\ude42<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva; font-size: 12px; line-height: normal;\"><strong><img decoding=\"async\" src=\"\/media\/blogs\/index\/miraflores-doertita1.png\" alt=\"\" width=\"550\" \/><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva; font-size: 12px; line-height: normal;\"><strong>06.02.2016:<\/strong> nach fast 4 Wochen Arbeit, Beh\u00f6rdenkram, aber auch erholsamen Tagen in sch\u00f6nen Buchten, haben wir nun endlich den Termin f\u00fcr die Kanalpassage. Am Samstag den 06.02. kommt um 14:30 Ortszeit ( In Deutschland 20:30) der Lotse an Bord. Gegen 16:00 Uhr fahren wir dann in die Gatunschleusen. Danach m\u00fcssen wir eine Nacht im Gatunsee ankern. Am Sonntag geht es weiter. Gegen 12:00 Uhr sollten wir in der Pedro Miguel Schleuse sein. Und gegen 13:00 Uhr durch die Miraflores Schleusen in den Pazific. Als Leinenbediener sind neben Hans-G\u00fcnter und Annelene noch Jonathan und Claudia von der SY Inti an Bord.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva;\"><span style=\"font-size: 12px; line-height: normal;\">(Wer mag kann, kann uns hier \u00fcber die Web-Cams:\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 12px; line-height: normal;\">http:\/\/www.pancanal.com\/eng\/photo\/camera-java.html. oder \u00a0im Tracker:\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 12px; line-height: normal;\">http:\/\/www.marinetraffic.com\/en\/ais\/home\/oldshipid:3861247\/oldmmsi:211341730\/olddate:2016-02-07{05efa92186ddbf4793c971987d1a499c494cad0d9b443eae3f70c6b3bfa020b7}2005{05efa92186ddbf4793c971987d1a499c494cad0d9b443eae3f70c6b3bfa020b7}3A22{05efa92186ddbf4793c971987d1a499c494cad0d9b443eae3f70c6b3bfa020b7}3A21\/zoom:9 verfolgen.)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva;\">Der erste Teil ist geschafft. Gatun liegt hinter uns.<\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/media\/blogs\/index\/gatun-crossing.png?mtime=1454845836\" alt=\"\" width=\"600\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Panama 11.01. &#8211; 16.02 Wir, Hans-G\u00fcnter, Annelene und ich \u00a0kamen am 11.01.nach 11 St\u00fcndigem Flug \u00a0um 17:00 Uhr in Panama City an. 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