{"id":125,"date":"2016-04-09T17:35:32","date_gmt":"2016-04-09T16:35:32","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=125"},"modified":"2016-04-09T18:42:37","modified_gmt":"2016-04-09T17:42:37","slug":"von-galapagos-zu-den-marquesas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=125","title":{"rendered":"Von Galapagos zu den Marquesas"},"content":{"rendered":"<div dir=\"ltr\">Am <a href=\"tel:030316\">03.03.16<\/a> gingen wir in San Christobal um <a href=\"tel:09\">09<\/a>:<a href=\"tel:45\">45<\/a> Uhr Anker auf. Gleich nachdem ich den Autopiloten einschaltete zog das Boot nach Steuerbord und nicht zur\u00fcck. Ich stellte schnell fest das der Ruderlagenr\u00fcckmelder defekt war. Zum Gl\u00fcck war ein neuer bei meinem Einkauf in Panama mit an Bord. Der Einbau dauerte nur ca 1 Stunde und wir konnten beruhigt weiterfahren. Das Meer war spiegelglatt und wir hatten fast keinen Wind. Die n\u00e4chsten Tage mussten wir meistens Dieseln da wir nur leichte umlaufende Winde hatten. Wir versuchten immer wieder zu segeln, setzten auch den Blister. Aber bald hing auch der nur schlapp herunter. Wir versuchten mit S\u00fcdwestlichem Kurs in die Passatwindzone zu kommen. Erst ab Mittwoch dem <a href=\"tel:0903\">09.03<\/a>. setzte der S\u00fcdostpassat gleichm\u00e4\u00dfig ein und wir machten raumschots gute Fahrt. Ab da segelten wir mit gerefftem Gro\u00dfsegel und Genua. Im Bereich der Flaute hatten wir auch viele Regenschauer, das h\u00f6rte nun bis auf einzelne Fronten auf. Es war sehr warm, tags\u00fcber ca <a href=\"tel:30\">30<\/a> Grad und Nachts h\u00f6chstens 2 Grad weniger.Bald entstand auch eine unangenehme Welle die das Boot heftig rollen lies, so wurde das Leben an Bord anstrengender, man musste immer alles festhalten und vor allem beim kochen alles sichern. Wir gingen wieder 4 Stunden Wachen. Die erste fing um <a href=\"tel:20\">20<\/a>:00 Uhr an bis <a href=\"tel:24\">24<\/a>:00 Uhr, dann bis <a href=\"tel:04\">04<\/a>:00 Uhr und die letzte bis morgends <a href=\"tel:08\">08<\/a>:00Uhr. Am n\u00e4chsten Tag wurde gewechselt. Dadurch hatte wir in jeder zweiten Nacht nur eine Wache. Tags\u00fcber machten wir es locker ohne feste Zeiten. <\/div>\n<div dir=\"ltr\"> <\/div>\n<div dir=\"ltr\">Der normale Tagesablauf fing um <a href=\"tel:08\">08<\/a>:00 Uhr mit einem \u00fcppigen Fr\u00fchst\u00fcck an. Mittags gab es ein M\u00fcsli und nachmittags Tee mit Keksen. Der H\u00f6hepunkt des Tages war das Abendessen gegen <a href=\"tel:18\">18<\/a>:00 Uhr. Wir kochten abwechselnd und jeder gab sich gro\u00dfe M\u00fche was leckeres zu machen. Leider ging uns bald das Fleisch aus, und wir mussten auf Konserven zur\u00fcckgreifen. Der erhoffte Fischfang blieb aus. Nur einmal hatten wir einen kleinen Espada an der Angel. Allerdings verloren wir sehr viele K\u00f6der. Es m\u00fcssen gro\u00dfe Fische angebissen haben, denn die Leine kam stramm, es ruckte und der K\u00f6der war weg. Erst am letzten Tag vor Hiva Oa fingen wir einen ca 8 kg schweren Waahoo. Auf der ganzen Strecke sahen wir am Anfang nur 2 Frachter und 2 gro\u00dfe Fischerboote kreuzten unseren Kurs. Auch war das Meer fast tot. Am Anfang besuchten uns noch einige Delfinschulen, das h\u00f6rte bald nach Galapagos auf. Gelegentlich sahen wir Seev\u00f6gel und sonst nur Fliegende Fische. Davon lagen auch oft morgends welche an Bord. Es gab aber auch absolut kein Treibgut oder M\u00fcll. In wolkenlosen hatten wir einen fantastischen Sternenhimmel \u00fcber uns. Die Michstrasse war sehr klar zu sehen. Die beherrschenden Sternzeichen waren abends der Orion dann das Kreuz des S\u00fcdens bis morgends der Skorpion komplett zu sehen war, begleitet vom Mars.  <\/div>\n<div dir=\"ltr\"> <\/div>\n<div dir=\"ltr\">Am Donnerstag den <a href=\"tel:240316\">24.03.16<\/a> fiel unser Anker in der Baie Tahauku von Hiva Oa. Wir hatten in nur <a href=\"tel:21\">21<\/a> Tagen <a href=\"tel:3020\">3020<\/a> Sm zur\u00fcckgelegt, was ein Schnitt von fast <a href=\"tel:143\">143<\/a> Sm pro Tag machte. <\/div>\n<div dir=\"ltr\"> <\/div>\n<div dir=\"ltr\">Wir waren happy und sehr zufrieden. Die Bucht war sehr voll, wieder waren etliche Boote der ARC World da. Um schwojen zu vermeiden mussten wir auch einen Heckanker setzen. Am Abend feierten wir unsere Ankunft, wir hatten w\u00e4hrend der ganzen \u00dcberfahrt nur alle <a href=\"tel:1000\">1000<\/a>Sm, also zweimal ein Bier getrunken. Am n\u00e4chsten Morgen gingen wir zu dem 3 km entfernten Hauptort der Insel. Wir mussten bei der Gendarmerie einklarieren und konnten danach noch unsere Vorr\u00e4te in einem kleinen Laden auff\u00fcllen. Um <a href=\"tel:12\">12<\/a> Uhr war alles dicht, es war Karfreitag und am ganzen Osterwochenende war alles geschlossen. Am n\u00e4chsten Tag reparierten wir einiges am Boot. <\/div>\n<div dir=\"ltr\"> <\/div>\n<div dir=\"ltr\">Am Ostersonntag konnten wir uns ein Auto leihen und eine Inseltour machen. Leider hatten wir einen regenreichen Tag erwischt. Trotzdem waren wir \u00fcberw\u00e4ltigt von der Insel, die von hohen Bergen mit wilden T\u00e4lern beherrscht wird. Die Vegetation ist extrem \u00fcppig. In gro\u00dfen Palmenplantagen produziert die Bev\u00f6lkerung in kleinen D\u00f6rfern haupts\u00e4chlich Copra. Aber es werden auch Bananen, Papayas, Pampelmusen, Limonen und andere Fr\u00fcchte angebaut.Daneben ist Fischfang eine wichtige Einnahmequelle. Auf unserer Tour kamen wir an alten Siedlungen, Kultst\u00e4tten und Tikis, gro\u00dfen Steinskulpturen vorbei. Die zun\u00e4chst gut befestigten Stra\u00dfen gingen sp\u00e4ter in \u00fcble Schotterwege \u00fcber, so dass wir trotz Allrad bei starkem Regen nicht weiterkamen. Wieder zur\u00fcck in Atuona, dem Hauptort besuchten wir die Grabst\u00e4tten von dem Maler Paul Gauguin und dem S\u00e4nger Jaques Brel, die hier die letzten Jahre ihres Lebens verbracht hatten. Die Museum und Gedenkst\u00e4tten waren leider geschlossen. Die Bev\u00f6lkerung ist sehr freundlich und besteht haupts\u00e4chlich aus den letzten Polynesiern und wenigen Franzosen. M\u00e4nner wie Frauen sind meistens stark t\u00e4towiert. &#8211; Am Montag den <a href=\"tel:2803\">28.03<\/a>. segelten wir nach Fatu Hiva, der s\u00fcdichsten Insel der Gruppe. Wir wollten im hellen dort ankommen, aber 4 Meilen vor der Bucht winkte uns ein amerikanischer Segler heran. Er hatte eine Leine im Propeller und bad darum eingeschleppt zu werden. Dadurch kamen wir im dunklen in der Bucht an, wo schon ca <a href=\"tel:10\">10<\/a> andere Boote lagen. Das Ankerman\u00f6ver verlief ziemlich chaotisch, der Amerikaner hatte noch seine Segel gesetzt und schoss durch das ganze Ankerfeld nachdem wir ihn von der Leine gelassen hatten. Nachdem er ein Boot gerammt hatte wurde er von mehreren Schlauchbooten zu einem Ankerplatz gebracht. Wir ankerten drau\u00dfen auf <a href=\"tel:25\">25<\/a>m Tiefe. Erst am n\u00e4chsten Morgen sahen wir die atemberaubende Kulisse der Bucht.Wilde Felsformation umgeben ein gr\u00fcnes Tal. Beim ersten Landgang sahen wir ein kleines sauberes Dorf mit netten Einwohnern. Jede Familie hat ein einfaches aber ordentliches Holzhaus mit vielen Pflanzen im Garten. Das meiste was man braucht kann jeder selbst ernten. Alle Strassen waren neu mit einer Betondecke versehen. Fatu Hiva hat 2 Orte die ca <a href=\"tel:12\">12<\/a>km ausseinander liegen und mit der einzigen Stra\u00dfe verbunden sind. Trotzdem hatte fast jede Familie einen PKW. Au\u00dferdem hatten alle neue Aluboote mit starken Aussenbordmotoren. Die alten Auslegerboote dienen nur noch zum Spa\u00df. Am n\u00e4chsten Tag gingen wir die neue Stra\u00dfe hoch bis zum Pass, von wo wir einen herrlichen Ausblick hatten. Dann suchten wir im dichten Regenwald nach einem Wasserfall, nachdem wir uns mehrfach verlaufen hatten gaben wir auf. Am Abend waren wir bei einer einheimischen Familie mit mehreren Seglern zum Essen. Sie hatten Schwein im Erdofen gemacht. Dazu gab es Salate und gegrillte Bananen, aber auch Fisch und H\u00fchnchen. Das kostete ca <a href=\"tel:12\">12<\/a>.-\u20ac pro Person. Wir mussten bald weiter, damit Rainer seinen Flieger auf Nuku Hiva erreicht. Wir segelten am <a href=\"tel:3103\">31.03<\/a>. zun\u00e4chst nach Tahuata, wo wir in einer sch\u00f6nen Bucht mit Sandstrand und Palmen ankerten. Im klaren Wasser sahen wir auch einen gro\u00dfen Manta. Einen weiteren Ankerstopp legten wir in Lee der Insel Ua Pou ein. Am <a href=\"tel:0304\">03.04<\/a>. erreichten wir die gro\u00dfe Ankerbucht mit gleich nahmigem Hauptort Taiaohae auf Nuku Hiva. Hier lagen ca <a href=\"tel:60\">60<\/a> Yachten vor Anker. Auch die ARC Flotte hatte sich hier versammelt, werden aber bald weiter segeln. Ein netter Ort mit ca <a href=\"tel:3000\">3000<\/a> Einwohner liegt an der Bucht. Wir mieteten uns wieder ein Auto und erkundeten die Insel. Sie hat auch wieder eine tropische Vegetation mit wilden T\u00e4lern, Wasserf\u00e4llen, einsamen Buchten und mytischen Kultst\u00e4tten mit Tikis. Zur Tierwelt: Es gibt fast keine einheimischen Tiere, alles wurde von den Polynesiern bzw den Europ\u00e4ern mitgebracht. Auff\u00e4llig sind die vielen H\u00fchner und H\u00e4hne die auch vielfach verwildert in den W\u00e4ldern leben. \u00dcberall h\u00f6rt man H\u00e4hne kr\u00e4hen. Dann gibt es sehr viele Pferde, die zum Teil gez\u00fcchtet werden aber auch wild in abgelegenen T\u00e4lern leben. Auf einigen Inseln sind Ziegen zur Plage geworden. Daneben gibt es Schweine und besonders auf Nuku Hiva gro\u00dfe Rinderfarmen, haupts\u00e4chlich im bergigen Hochland. Ratten sind zu Plage geworden. Sie fressen L\u00f6cher in die Kokusn\u00fcsse und h\u00f6hlen sie aus. Am <a href=\"tel:0604\">06.04<\/a>. fuhren wir in eine Nachbarbucht. Von da wanderten wir 6km einen wilden Pfad zu dem Wasserfall Te Vaipo. Der ist mit <a href=\"tel:350\">350<\/a>m H\u00f6he einer der h\u00f6chsten der Welt. Nach dem R\u00fcckweg bekamen wir ein Essen mit Ziegenfleisch und Brotfucht bei einer netten kleinen Familie.- In diesem Tal ist <a href=\"tel:2011\">2011<\/a> ein deutscher Segler ermordet worden. Man kann die Geschichte im Buch Blauwasserleben von Heike Dorsch nachlesen.- <\/div>\n<div dir=\"ltr\"> <\/div>\n<div dir=\"ltr\">Heute, den <a href=\"tel:0804\">08.04<\/a>. ist Rainer nach Hause geflogen. Ich liege nun f\u00fcr die n\u00e4chsten 5 Wochen hier in der Bucht und warte auf meine n\u00e4chste Crew. Also: sollte noch jemand Zeit und Lust haben, ab in den Flieger \u00fcber Papeete nach Nuku Hiva. Es lohnt sich! <\/div>\n<div dir=\"ltr\"> <\/div>\n<div dir=\"ltr\">Ich freue mich aber auch auf ein mail von euch, da ich nun auch mal wieder WWW habe. <\/div>\n<div dir=\"ltr\"> <\/div>\n<div dir=\"ltr\">Viele Gr\u00fc\u00dfe <\/div>\n<div dir=\"ltr\"> <\/div>\n<div dir=\"ltr\">Heiner  <\/div>\n<div dir=\"ltr\"> <\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 03.03.16 gingen wir in San Christobal um 09:45 Uhr Anker auf. Gleich nachdem ich den Autopiloten einschaltete zog das Boot nach Steuerbord und nicht zur\u00fcck. Ich stellte schnell fest&#8230; <a href=\"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=125\">Read more &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125"}],"collection":[{"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=125"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}