{"id":145,"date":"2016-06-22T20:59:02","date_gmt":"2016-06-22T19:59:02","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=145"},"modified":"2016-06-22T20:59:02","modified_gmt":"2016-06-22T19:59:02","slug":"von-den-marquesas-zu-den-tuamotus-teil2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=145","title":{"rendered":"Von den Marquesas zu den Tuamotus (Teil2)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Times New Roman', serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Tuamotus sind flache Ringatolle mit einem Durchmesser von bis zu 30 Seemeilen. Der Ring besteht aus flachen schmalen Koralleninseln, den Motus, die nur wenige Meter \u00fcber der Wasserlinie liegen. Sie sind dicht mit Palmen bewachsen und haben auf der Lagunenseite meistens Sandstr\u00e4nde. Die Lagune selbst ist zwischen 1 und 50 Meter tief, durchsetzt von einzelnen Korallenk\u00f6pfen. Durch \u00d6ffnungen zwischen den Motus, den P\u00e4ssen, flie\u00dft das Wasser durch die Gezeiten und Winddruck ein und aus. Das kann mit bis zu 8 Knoten sein. Man soll bei Stauwasser (Slack) also dem Zeitpunkt zwischen ein und auslaufendem Wasser in die Lagune einfahren. Sonst kann es auch zu heftigem Seegang und Wasserwirbeln kommen, die einem kleinen Boot gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen. Wir erreichten den Pass von Kauehi bei noch leicht einlaufendem Wasser. Die Durchfahrt war v\u00f6llig problemlos. Wir mussten 7 sm quer \u00fcber die Lagune zu einem kleinen Ort fahren, wo wir auf 5m Meter zwischen Korallenbl\u00f6cken in klarem Wasser ankerten. Beim ersten Landgang fanden wir ein kleines sehr sauberes Dorf mit ca. 300 Einwohnern. Die einfachen Holzh\u00e4user standen an betonierten Stra\u00dfen. Es gab zwei kleine L\u00e4den mit dem N\u00f6tigsten. Die Stromversorgung lief mit einem Dieselgenerator und Trinkwasser kam aus gro\u00dfen Regentonnen die jeder am Haus hat. Es soll aber auch ein paar Quellen mit Grundwasser geben. Die Haupteinnahmequelle ist auch hier wieder Cobra, es gibt ja gen\u00fcgend Kokospalmen. Eine weitere wichtige Quelle ist die Perlenzucht. An vielen Stellen in der Lagune werden Austern gez\u00fcchtet, in die dann ein kleines Muschelst\u00fcck gesetzt wird um die sich dann die wertvolle schwarze Perle bildet. Auch die Muscheln selbst werden noch als Perlmutt weiterverkauft. Die n\u00e4chsten Tage verbrachten wir viel Zeit beim Schnorcheln in den Koralleng\u00e4rten. Ulrike, die das zum ersten Mal machte, war begeistert von der bunten Unterwasserwelt. Es war auch au\u00dferordentlich sch\u00f6n und vielf\u00e4ltig. Abends sa\u00dfen wir mit der Crew der \u00f6sterreichischen Yacht Le Avenir zusammen oder grillten am Strand. Nach 3 Tagen zog es uns weiter. Fr\u00fch am Morgen fuhren wir durch den Pass von Kauehi, wo diesmal doch ordentliches Kabbelwasser war, aber ohne Gefahr. Wir segelten dann bei leichtem Ostwind 25 Sm bis zum Passe Garue von Fakarava. Diesen sehr breiten Pass erreichten wir p\u00fcnktlich bei Stauwasser. Hier k\u00f6nnen sonst bis zu 6 kn bei auslaufendem Wasser sein. Wir ankerten dann vor dem Ort Rotoara zwischen weiteren 10 Yachten. Fakarava ist das zweit gr\u00f6\u00dfte Atoll der Tuamotus. In dem Ort gibt es einige kleine Hotelanlagen, Restaurants und relativ gut ausgestattete L\u00e4den mit einer B\u00e4ckerei. Wir mieteten uns Fahrr\u00e4der und fuhren auf der gut ausgebauten Stra\u00dfe das lange Motu ab. Am Ufer sahen wir junge Haie herumschwimmen, die nach Fressbarem suchten. Auf schnorcheln verzichteten wir diesmal. Nach 2 Tagen starteten wir Richtung Gesellschafts-Inseln. Ich hatte M\u00fche den Anker freizubekommen, er hatte sich an einem Korallenblock verhakt. Sp\u00e4ter sah ich, dass die Flunke leicht verbogen war. Diesmal hatten wir bald einen starken Nordost Passat mit Regenschauern und bis zu 3m hohen Wellen. Es lagen 250 sm bis Moorea vor uns. Ich musste stark reffen, damit wir nicht mitten in der zweiten Nacht dort eintreffen w\u00fcrden. Im Morgengrauen des 05.06. liefen wir in die sch\u00f6ne Cook Bay von Moorea ein. Die Gesellschaftsinseln bestehen aus hohen Bergen haben aber schon ein Korallenriff das die K\u00fcsten und Buchten sch\u00fctzt. Wir erkundeten die Insel mit Motorrollern, hatten aber leider einige Regenschauer. Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir in die Opunohu Bay, einer weiteren tiefen zwischen Bergen gelegenen Bucht. Wir ankerten diesmal weiter drau\u00dfen zwischen dem Riff und einem Sandstrand auf nur 4m. Dort konnten wir wieder ausgiebig zwischen den Korallenk\u00f6pfen schnorcheln. Ulrike war kaum aus dem Wasser zu kriegen. Haie oder Rochen sahen wir aber nicht. Am 08.06.16 segelten wir zur nur 20 Sm entfernten Hauptinsel Tahiti. Vor der Hafeneinfahrt von Papeete mussten wir uns \u00fcber UHF bei der Port Control melden. Wir mussten jeweils vor dem Passieren der Landebahn des Flughafens Faa um Erlaubnis bitten um keinen Flieger am Mast zu haben. Vor der Marina Taina nahmen wir uns eine freie Mooringboje. Die folgende Nacht war allerdings sehr unruhig. Starke Wellen aus S\u00fcdwest kamen \u00fcber das Riff und brachten alle Boote zum Stampfen. So gingen wir am n\u00e4chsten Tag in die Marina. Wir fuhren dann mit dem Bus nach Papeete und erkundeten die Stadt. Sie hat viele sch\u00f6ne Parks, eine gro\u00dfe Markthalle und viele Gesch\u00e4fte, Caf\u00e9s und Restaurants. Mal wieder richtige Zivilisation, Ulrike kaufte ordentlich Geschenke f\u00fcr zu Hause ein. F\u00fcr den n\u00e4chsten Tag hatten wir ein Auto gemietet um einmal um Tahiti zu fahren. Da stand auf einmal Andy von der Kama vor der D\u00f6rtita. Er hat sein Boot in den Gambier Islands liegen und will zum Geburtstag seines J\u00fcngsten nach Hause fliegen. F\u00fcr 5 Tage blieb er bei mir an Bord. Er machte auch gleich die Inselrundfahrt mit. Tahiti ist nur an den K\u00fcsten bewohnt, das Inselinnere besteht aus hohen Bergen mit dichtem Regenwald. Am Samstagmorgen traf die Trinity ein. Sie waren wegen eines Motorschadens, die K\u00fchlwasserpumpe war defekt, von den Marquesas ohne einen Stopp in den Tuamotus bis nach Tahiti durchgesegelt. Am Abend verabschiedeten wir Ulrike, die nach 4 Wochen nach Hause flog. Ich wollte mein Motorgetriebe reparieren lassen. Dazu h\u00e4tte ich mit der D\u00f6rtita an Land m\u00fcssen. Ein \u00d6sterreicher, der sich mit Motoren gut auskennt riet mich davon ab. Ich w\u00fcrde ohne Schwierigkeiten bis Neuseeland kommen wo ich sowieso an Land gehe und es bessere Mechaniker gibt. So warte ich nun auf meine neue Crew, die am 02.07. hier eintrifft. Vor Anker liegen hier auch die Chivaldy und die Enchantes, sodass es mir nicht langweilig wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Times New Roman', serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ein weiterer Bericht wird in einigen Wochen folgen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><a name=\"_GoBack\"><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Times New Roman', serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Times New Roman', serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Heiner<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tuamotus sind flache Ringatolle mit einem Durchmesser von bis zu 30 Seemeilen. 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