{"id":208,"date":"2016-09-17T00:00:07","date_gmt":"2016-09-16T23:00:07","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=208"},"modified":"2016-09-17T04:09:09","modified_gmt":"2016-09-17T03:09:09","slug":"8-wochen-auf-der-doertita-in-der-suedsee-ein-traum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=208","title":{"rendered":"8 Wochen auf der D\u00f6rtita in der S\u00fcdsee, ein Traum?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-210\" src=\"http:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG-20160917-WA0007-300x169.jpg\" alt=\"img-20160917-wa0007\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG-20160917-WA0007-300x169.jpg 300w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG-20160917-WA0007-768x432.jpg 768w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG-20160917-WA0007-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG-20160917-WA0007-624x351.jpg 624w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG-20160917-WA0007.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wer meinen Bericht liest wird sich fragen was das ? hinter Traum bedeuten soll. Die Frage werde ich am Endes des Berichts beantworten. Schon der Flug war ein besonderes Erlebnis, es ging von Hamburg \u00fcber London, Los Angeles, Tahiti nach Bora Bora. Sp\u00e4testens als ich in LA im Bordingbereich nach Tahiti angekommen war merkte ich, hier ist etwas anders, keine Fl\u00fcssigkeiten oder elektronische Ger\u00e4te auf Band legen, dass ging alles so im Handgep\u00e4ck durch und wurde durch einen Drogenhund \u00fcberpr\u00fcft. Das Boarding selbst, f\u00fcr dass 1 Stunde angesetzt war dauerte 3 Stunden und es interessierte au\u00dfer mich, ich war noch in meinem Alltag in Deutschland, niemanden. Die n\u00e4chste \u00dcberraschung gab es dann nach 8 Stunden auf Tahiti, morgens um 5 Uhr Musik und Tanz als Empfang. Und dann die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung, Europ\u00e4er konnten so nach einem kurzen Blick auf den Pass durchgehen, die Amerikaner allerdings werden heftig kontrolliert und es bildet sich eine lange Schlange. Endlich zeigt ihnen mal einer wo der Frosch seine Haare hat \ud83d\ude42 Dann noch den Inselhopper nach Bora Bora und ich setze nach 36 Stunden den Fu\u00df auf die D\u00f6rtita wo ich freudig von Heiner, Ronald und Volker erwartet werde. Erst mal ein Bier. Ronald und Volker fahren dann mit der F\u00e4hre zum Flughafen und wir warten auf Silke, Luzi und Gian. Um 12 Uhr Mittags kommt Leben an Bord \ud83d\ude42 Nach einem ersten Einkauf gehen wir zum Jachtclub unserem ersten Ankerplatz. Endlich WiFi. Die folgenden 3 Wochen werde ich nicht so ausf\u00fchrlich beschreiben, da dieses von Silke schon beschrieben wurde. F\u00fcr mich waren die besonderen Erlebnisse die sch\u00f6nen Ankerpl\u00e4tze und Tauchgebiete, ins besondere vor den Motus ( Bewohnte und unbewohnte Koralleninseln auf dem Riff) und das schnorcheln mit den Kindern. Die beiden haben uns, ob man wollte oder nicht, ins Wasser gezwungen. Dar\u00fcber bin ich sehr froh, denn alleine w\u00e4ren wir sicher nicht so oft zum schnorcheln gegangen. Abends gab es immer lecker Essen an Bord das haupts\u00e4chlich von Silke zubereitet wurde. Das essen gehen war v\u00f6llig \u00fcberteuert wie auch das Leben im Allgemeinen und wir fragten uns immer wieder wie die Polynesier das bezahlen k\u00f6nnen. Entt\u00e4uscht war ich von den meisten H\u00e4usern ( Wellblechh\u00fctten) und G\u00e4rten der Einheimischen, sie waren zu 90 {05efa92186ddbf4793c971987d1a499c494cad0d9b443eae3f70c6b3bfa020b7} recht sch\u00e4big und in den G\u00e4rten stand viel Schrott und M\u00fcll herum. Sorry das ich das sagen muss. Allerdings hatten fast alle, auch wenn die Insel noch so klein war, gro\u00dfe Pickups von Toyota usw. Mann bekommt den Eindruck das die Japaner dort ihren ganzen Schrott abgeladen haben. Wieder an Bord zur\u00fcck habe ich zarte Versuche unternommen Gian das unfallfreie Nutellaessen etwas n\u00e4her zu bringen. Wenn Gian Nutella zu Fr\u00fchst\u00fcck hatte konnte man das von Land aus sehen \ud83d\ude42 Abends waren wir fast immer recht fr\u00fch in der Koje, vorher gab es aber meistens Uno. Beim spielen war ich dann der Sparringpartner im Boxen f\u00fcr Luzi wenn sie verloren hat, sie hat oft verloren \ud83d\ude42 Von den Polynesischen Inseln haben mir Huahine und Raiatea am besten gefallen, vielleicht auch weil wir dort sch\u00f6ne Erlebnisse hatten, mit Haien tauchen ( h\u00e4tte nie gedacht das ich das mal erlebe, da ich vor den Heien schon immer gro\u00dfen Respekt hatte) mit Delfinen um die Wette fahren, Live Musik mit Sabine und John aus Reutlingen und Susen und David aus Schottland an Bord der D\u00f6rtita. Unvergessen auch die teilweise sehr anstrengende Fahrradtour auf Huahine. Ich habe oft ein Wettrennen mit den Kindern versucht und war voll platt. Gegen Luzi konnte ich nicht gewinnen, sie war immer vorne ( Reiterin ) Das haben wir dann so lange getrieben bis wir uns verfahren haben und Heiner und Silke, nicht ganz frohgelaunt, auf uns warten mussten. Besonders m\u00f6chte ich die Freundlichkeit der Menschen in Polynesien erw\u00e4hnen, kaum jemand kommt einem entgegen der einem nicht ein freundliches Jaorana ( Hallo) zuruft. Am 14. August sind dann die 3 Wochen f\u00fcr Silke und die Kinder zu ende und wir bringen sie zu der F\u00e4hre die sie zum Flughafen, der auch auf dem Riff gelegen ist, bringt. Da Sonntag ist und Sonntags nie etwas los ist auf Bora Bora, gehen wir bald an Bord, unheimlich ruhig geworden. Am 15. August machen wir das Boot klar, da wir den n\u00e4chsten Tag Richtung Rarotonga aufbrechen wollen. Danach wollen wir die Eink\u00e4ufe erledigen und aus-klarieren. Wir fahren mit dem Dingi an Land, Feiertag, alles zu \ud83d\ude41 Eine Polizistin, die eigentlich Dienst hatte wurde von Heiner angerufen und sie vertr\u00f6stete uns um 2 Stunden. Sie kam dann ziemlich lustlos und sagte uns das wir nicht aus-klarieren k\u00f6nnen da wir vorher noch eine Bescheinigung aus Tahiti ben\u00f6tigen w\u00fcrden und gibt uns massenweise Formulare mit die wir ausf\u00fcllen sollen um sie nach Tahiti zu faxen um dann von dort die n\u00f6tige Bescheinigung zu bekommen. Faxen, aber wo, ist alles zu. Am n\u00e4chsten Morgen gehen wir zur Post, faxen machen. Dort muss man eine Nummer ziehen, 36 Leute vor uns. Dann geht der Automat zum ziehen der Nummern kaputt und ich habe Angst das die Post jetzt schlie\u00dft \ud83d\ude42 Kurzerhand habe ich das Ding repariert und alle Wartenden haben mich angestrahlt. Auf dem Weg zur Post sagte ich zu Heiner, dass ich so das Gef\u00fchl habe, dass wenn wir noch einmal zur Polizei gehen w\u00fcrden wir auf einfache Art und Weise aus-klarieren k\u00f6nnen. Das machen wir nach dem Postbesuch und tats\u00e4chlich, wir werden von zwei sehr freundlichen Polizisten bedient die zu uns sagen das alles Quatsch ist was uns ihre Kollegin erz\u00e4hlt hat und helfen uns die n\u00f6tigen Formulare auszuf\u00fcllen, die sie f\u00fcr uns nach Tahiti faxen. Da ich durch mein Wirken die Post von Bora Bora gerettet habe lasse ich mit erst einmal eine T\u00e4towierung machen. Jetzt bin ich ein richtiger Polynesier. Wir gehen ziemlich ver\u00e4rgert aber auch erleichtert an Bord und sind dann zu einem Sundowner auf die Silberm\u00f6we bei Hanne und Kalli aus Berlin eingeladen. Kalli macht auch noch sein Kapit\u00e4nsgericht, Spiegeleier mit Speck auf Tost, lecker! Morgends gehen wir noch f\u00fcr unser letztes Geld Tanken und Wasserfassen. F\u00fcr mich geht es auf den l\u00e4ngsten T\u00f6rn von ca. 5 Tagen. Wir erleben nichts, au\u00dfer Wachwechsel und eine Schlechtwetterfront am 4 Tag. Stimmt nicht ganz, am dritten Tag fangen wir einen Tun von ca. 8 KG, wird auch Zeit, nachdem wir fast unser ganzes Angelgeschirr verloren haben. Heiner macht wenn wir auf See sind immer lecker Essen, da es mir unter Deck, au\u00dfer beim schlafen und auf dem T\u00f6pfchen, nicht so gut geht. Ach fast vergessen, am 3 Tag geht die Magda ( Selbststeueranlage) kaputt und das mitbringen meiner Arbeitsbadehose hat sich rentiert. Ab in die Backskiste und den Motor austauschen, bei einigem Wind und Seegang, aber Heiner und ich sind ein gutes Team. Nach 5 Tagen kommen wir im Morgengrauen auf Rarotonga an und werden bei der Einfahrt in den Hafen von 2 Walen begr\u00fc\u00dft, einfach sehr sch\u00f6n und die letzten 5 Tage sind vergessen und alle Sorgen, dass wir keinen Liegeplatz bekommen sind dahin, es sind viele Pl\u00e4tze frei. Als wir dann das ganze Prozedere mit Zoll, Gesundheitsbeh\u00f6rde, nach mehrmaligen hinterher fragen, um 3 Uhr erledigt haben d\u00fcrfen wir von Bord. Ziemlich m\u00fcde machen wir uns einen Eindruck von von dem Hauptort auf den Weg. Es ist ein Kulturschock, Menschen und Autos ohne Ende und Gesch\u00e4ft an Gesch\u00e4ft. Rarotonga ist das Malle f\u00fcr Neuseel\u00e4nder. Am n\u00e4chsten Tag Regen, Regen \ud83d\ude41 Ab in den Baumarkt, ein paar Sachen f\u00fcr die D\u00f6rtita gekauft und ein paar Stunden gewerkelt. Abends wird es kalt aber der Regen h\u00f6rt auf. Wir gehen mit WIFI bewaffnet in die Stadt und entdecken eine Kneipe, Boogies, in der wir uns die n\u00e4chsten Tage \u00f6fter einfinden da wir den Besitzer, Boogie aus Neuseeland, kennenlernen. Am n\u00e4chsten Tag geht es mit einem Fahrrad um die Insel und wir lernen den Verleiher aus Neuseeland kennen der 2 Jahre bei Stadler in Regensburg gearbeitet hat. Er gibt uns seine besten R\u00e4der \ud83d\ude42 Die Insel ist sehr sch\u00f6n und alles sauber, sch\u00f6ne H\u00e4user und alle G\u00e4rten und das Land sind gepflegt und beackert. V\u00f6llig anders als Polynesien. Abends entdecken wir durch Zufall ein Kulturfest der Einheimischen mit Tanz, Musik und alles in S\u00fcdseegew\u00e4ndern. Super toll. Am Ende der Veranstaltung wurden 4 Zuschauer, es waren ca. 200 und nur 4 Turis dort, zum mittanzen auf die B\u00fchne geholt, wir sitzen Gott sei Dank unauff\u00e4llig mittendrin. Wer wird von einer jungen Inselsch\u00f6nheit geholt, Heiner und ich \ud83d\ude42 Da wir den Tanz schon einmal auf Raiatha gesehen hatten haben wir uns aber nicht blamiert und als Abschied von der B\u00fchne gab es ein K\u00fcsschen auf die Wange. Am 3 Tag machen wir eine Bergtour, \u00fcber die ganze Insel und zur h\u00f6chsten Stelle auf einem Berg. Ich kann euch sagen, sie war sehr sch\u00f6n aber ebenso anstrengend, besonders das Klettern. Abends zum Boogies, Karaoke. Dann geht das ganze Gesch\u00e4ft mit dem aus- klarieren wieder los, aber die Insel hat sich voll gelohnt. Am 26.08 geht es Nachmittags in Richtung Niue, wieder 5 Tage nur Wasser und wir werden nur von einem Schiff \u00fcberholt. Am 29.08 gibt es Labskaus und es wird schon dunkel als ich mich nach dem ganzen Stress aufraffen kann die Angelschnur einzuholen. In dem Moment reist der Knoten vom Gummistraps, an dem wir die Schnur befestigt haben, auf. Heiner unter Deck und ich schreie Hilfe ich kann die Schnur nicht halten, sie hat mir so die Finger aufgeschnitten. Heiner kommt mit Handschuhen und wir holen den Fisch mit vereinten Kr\u00e4ften zum Boot. Als wir ihn sehen hoffen wir beide das er sich noch abrei\u00dfen m\u00f6ge. Macht er nicht und ich bekomme fast Angst. Mit dem Haken gelingt es mir den Mahi-Mahi, ca. 20 \u2013 25 KG und 1.30 Meter lang, von achtern an Bord zu holen. Als wir ihn mit Rum bet\u00e4ubt hatten war ich fix und fertig und hatte gerade noch die Kraft zum Essen \ud83d\ude42 Als Ausnahme gab es ein Bier, Heiner sagt zum Labskaus trinkt man ein Bier, dass war schon bei der Marine so. Der Fisch tat uns irgendwie leid wie er dort lag aber es n\u00fctzte nichts, jetzt mussten wir ihn auch verwerten. Es war wegen der Dunkelheit nicht so einfach, aber nach ca. 45 Minuten hatten wir Essen f\u00fcr 20 Personen an Bord. Am 30.08 habe ich mittags nach deutscher Zeit Geburtstag und ich werde als Geschenk von Heiner wie ein Insulaner ausstaffiert, Hemd, einen Kranz um den Hals und einen auf den Kopf, Super Geschenk. Wir kommen um Mitternacht mit schlechter Sicht und Regen an und k\u00f6nnen nicht mal die Insel sehen. Ein Neuseel\u00e4nder sieht uns und blinkt mit seiner Lampe und weist uns den Weg zu einer Mooring. V\u00f6llig erledigt gibt es um 2.15 Uhr zwei Bier und zwei Rum auf meinen Geburtstag. Das Ein- klarieren ist sehr einfach und die Beamten sehr freundlich. Auf Niue lebten einmal \u00fcber 60000 Menschen von denen nur noch ca. 2000 auf der Insel sind da die anderen nach Neusehland gegangen sind um dort zu arbeiten und zu leben. Teilweise gleichen die Orte Geisterst\u00e4dten, da die H\u00e4user leer stehen. Die Menschen, und ich dachte es gibt keine Steigerung mehr, sind super toll und freundlich und jeder gr\u00fc\u00dft mit einem Fakaaluffa ( Hallo). 80{05efa92186ddbf4793c971987d1a499c494cad0d9b443eae3f70c6b3bfa020b7} der Menschen arbeiten bei der Verwaltung und das merkt man auch, s\u00e4mtliche verlassenen G\u00e4rten werden weiter sauber gehalten. Hier k\u00f6nnte ich leben. Sonst bietet die Insel wahnsinnig viel, Heiner und ich beschr\u00e4nken uns auf eine Fahradtuor und genie\u00dfen viele H\u00f6hlen und Lagunen. Am letzten Abend gab es dann ein Fest, es ging um regionale Speisen und es sollte an vielen St\u00e4nden ab 5 Uhr etwas zu essen geben. Um 4.30 Uhr war noch nichts fertig und wir sind noch einmal zum Jachtclub, WiFi und Bier. Um 5.20 Uhr waren fast alle St\u00e4nde ausverkauft \ud83d\ude41 Heiner bekommt noch ein St\u00fcck Kuchen und ich einen Hamburger nach 45 Minuten anstehen. Das Dingi muss man auf Niue mit einem Kran an Land bringen, dass klappt sehr gut. Am letzten Tag hatten wir aber sehr viel Schwell in unserer Bucht und ich Habe Heiner mit dem Dingi zusammen an Land geholt, ein fliegender Deutscher im Dingi \ud83d\ude42 Am 03.09 geht es mit super Passat in Richtung Tonga. 240 Seemeilen. Auf dem Meer wieder nichts los. Wir sind so schnell das wir Fahrt raus nehmen um nicht in der Nacht durch die vielen Inseln vor Vava`u zu fahren. Sch\u00f6ne Einfahrt durch die Inselwelt in den Hafen Puerto del Refugio von Neiafu. Am 05.09 um 8 Uhr geht dann der ganze Zirkus mit den Beh\u00f6rden wieder los und der nette junge Mann vom Zoll ist betrunken, oder so? Er f\u00fchlt sich aber sehr wohl bei uns an Bord und ich habe das Gef\u00fchl das er uns an Bord einschl\u00e4ft. Um 10 Uhr liegen wir endlich an einer Mooring. Wahnsinnig viele Jachten in dieser risigen Bucht. Als wir an Land gehen denke ich f\u00fcr einen Moment, dass wir in der N\u00e4he von Schottland sein m\u00fcssen, da viele M\u00e4nner R\u00f6cke tragen und auch die Jungs haben als Schuluniform ein weises Hemd und einen blauen Rock an. Witzig! Am n\u00e4chsten Tag wieder mit dem Fahrrad \u00fcber die Insel, mir reicht es jetzt mit den Fahrradtouren, ich kann kaum noch sitzen. Tolle Insel, fast an allen freien Stellen wird Landwirtschaft betrieben und \u00fcberall laufen Schweine frei rum, auch in den Orten. Die Menschen sind hier sehr gl\u00e4ubig. Wir lernen einen 70 j\u00e4hrigen Cafebesitzer kennen der bei einer Beh\u00f6rde, die mit Entwicklungsprojekten zu tun hatte, gearbeitet hat. Er war schon mal beruflich in Deutschland. Sein bestes Essen, so sagt er uns, habe er in M\u00fcnster bekommen, Sauerkraut, und lacht. Hier ist alles wieder sehr preiswert und wir gehen immer Essen. F\u00fcr den 09.09. haben wir eine gef\u00fchrte Tour (Mit Walen Schwimmen ) gebucht. Es wird mein sch\u00f6nster Tag in dem bisherigen Urlaub obwohl er mit einer gro\u00dfen Entt\u00e4uschung beginnt. Als wir um 7 Uhr an dem Anlager, an dem die Boote f\u00fcr das Walewatsching liegen, ankommen, wird uns gesagt das man leider \u00fcberbucht h\u00e4tte und wir nich mitfahren k\u00f6nnen. Der Mann hat zwar lange nach einem anderen Boot telefoniert und sich tausend mal entschuldigt, aber mit mir war es vorbei. Ich bin dann 200 Meter weiter zum Hafen gegangen um mich zu beruhigen. Als Heiner und ich da so stehen kommt eine Frau zu uns und fragt was wir vor haben. Heiner erz\u00e4hlt die Geschichte und sie sagt , dass sie auch ein Boot hatt das noch Platz f\u00fcr uns beide h\u00e4tte. Der Tag war gerettet und wir haben viele Wale gesehen und 5 Schnorchelg\u00e4nge erlebt die der Wahnsinn waren. Mein k\u00fcrzester Abstand zu einem Walbaby ( das Baby war ungef\u00e4hr 5 Meter lang) war ca. 2 Meter, der zu den Gro\u00dfen betrug ungef\u00e4hr 5 Meter. Super, Super das wir das erleben konnten. Danach sind wir noch einmal in unser Stammcafe Tropikana, WiFi und Bier. Dort hatten sie auch endlich mal vern\u00fcnftiges, braunes Brot, schmeckt \u00e4hnlich wie K\u00fcrbisbrot. Ab dem 10.09. geht es in kleinen Schritten, Richtung Tonga Tau zu einigen Inseln, Kafa, Euakafa und Ovaka zum Schnorcheln, die Unterwasserwelt ist einfach spitze. Auf Euakafa lernen wir, beim schnorcheln, an Land einen Schweitzer und seine Frau kennen die sich dort ein kleines Paradies mit 4 G\u00e4steh\u00e4usern gebaut haben und jetzt dabei sind \u00fcber Internet G\u00e4ste zu bekommen. Sie zeigen uns alles und erz\u00e4hlen uns das die Insel den sch\u00f6nsten Strand der Gegend hat, dass stimmt, man sinkt bis an die Kn\u00f6chel im Sand ein, ein sch\u00f6nes Korallenriff und die Wale direckt vor der Haust\u00fcr. Abends geht es am 11.11. weiter Richtung Tonga nach Levucka. Leider haben wir kein gutes Wetter und den Wind voll auf die Nase, sodass wir 50 Meilen dieseln m\u00fcssen und immer gegenan. Die Fahrt will ich schnell vergessen und als wir morgends am 12.09. gegen 10 Uhr in die Bucht von Levucka einlaufen begr\u00fcsen uns zwei gro\u00dfe Wale die ca. 100 Meter vor unserem Boot auftauchen. Der Tag ist gerettet. Dann schnell auf die Insel, die wir bei schlechtem Wetter schnell verstanden haben. Von Ute und Reiner wissen wir aber das es irgendwo ein kleines Cafe geben soll, dass wir am Ende des Rundgangs auch finden. Bier und WiFi und Abends Mochito, Essen und Wifi im Cafe Marinas. \ud83d\ude42 Am 13.09. geht es auf meine letzten 90 Seemeilen f\u00fcr dieses Jahr in Richtung Tongatapu. Wir haben einen super Passat und gleiten, begleitet von vielen Walen, nur so dahin. Mittags beobacgte ich mit der Kamera bewaffnet zwei Wale aus ca. 200 Meter Entfernung und sitze vorne an Backbord. Dann fuhr die F\u00e4hre nach Tongatapu genau auf die Wale zu und sie sind abgetaucht. Der Kapit\u00e4n auf der F\u00e4hre konnte den Tag von Gl\u00fcck reden, dass es keine Kanone an Bord gibt. Ich habe dann in der Hoffnung das sie wieder auftauchen, weiter aufs Wasser geschaut. Auf einmal gab es ein sehr lautes Ger\u00e4usch an Steuerbord, in meinem R\u00fccken, und ein Wal hat ca. 10 Meter von unserem Boot seine Font\u00e4ne Wasser ausgesto\u00dfen und hat unser Boot angeschaut. Wahnsinn, er war gr\u00f6\u00dfer und l\u00e4nger als die D\u00f6rtita. \ud83d\ude42 Was sagt uns dass? Schie\u00dfe nicht gleich auf F\u00e4hren, denn es kann immer noch besser werden als man glaubt! Am 14.09 um 7.30 Uhr laufen wir in die Bucht vor Tongatapu ein und es beginnt ein witziges Ankerman\u00f6ver mit Heckleinen zum Land. Das geschieht alles bei starken Wind und ich schaffe es nicht die Leinen an Land zu bringen. Also alles an Bekleidung an Land und mit Unnerb\u00f6cksen ab ins den schmutzigen Hafen, geht doch. Neben uns liegen Franzosen, sie h\u00e4tten die Leinen locker mal eben annehmen k\u00f6nnen, nein sie konnten nich mal gr\u00fc\u00dfen. Heiner sagt sp\u00e4ter das er solche Erfahrungen schon die ganze Reise mit Franzosen gemacht hat. Endlich mal eine gro\u00dfe Stadt und wir sind nach dem Klarieren gleich auf Besichtigungstur in die ca. 3 Kilometer entfernte City. Von Ute und Reiner, die in der Nacht nach Neuseeland aufgebrochen sind, wussten wir schon wo es gutes Essen und WiFi gibt. Es ist eine sch\u00f6ne gro\u00dfe Stadt und \u00fcberall wird gebaut. Es wird wohl nicht mehr lange dauern bis es hier f\u00fcr Kreuzfahrer atracktiv wird. Heiner sprach schon die ganze Reise davon das er der einzige ist der kein Tatoo hat und das er auch eins haben m\u00f6chte, es hat aber zeitlich nie geklappt. Ich habe dann in der Stadt ein Hinweisschild auf einen Tatoowierer gesehen und habe Heiner hingeschleppt, wie er sagt. Der erste Eindruck war nicht so toll, wir haben aber trotzdem einen Termin f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag gemacht. Heiner w\u00fcnschte sich einen Wal auf der Steuerbord- Schulter. Dann mussten wir erst mal an Bord, Heiner war von der Entscheidung v\u00f6llig erledigt \ud83d\ude42 Abends sind wir dann in die Cafe- Bar Reload. Tolle Kneipe viele junge Leute, wie wir, gute Stimmung und eine superschnellen Internetverbindung. Das Reload sollte unsere Stammkneipe werden. Am 15.09 um 11 Uhr Heiners erste Stiche, mit 66 Jahren, taten ihm wohl sehr weh und ich musste ihm Trost zusprechen. Elektriker sind alles Weicheier \ud83d\ude09 Der Mann war ein echter Profi und es hat spass gemacht ihm bei der Arbeit zuzuschauen, was im Verlauf der n\u00e4chsten zwei Stunden auch von vielen anderen genutzt wurde. Da der Wal von Heiner so gut geworden war gab es auch f\u00fcr mich kein Halten mehr und mein zweites Tatoo in diesem Urlaub, ein Stachelrochen, musste her. Preiswert waren die Tatoos auch noch, ca. 80 Euro umgerechnet. Wer das hier auch einmal erleben m\u00f6chte, der Tatoo Laden ist ca. 200 Meter hinter dem Reload auf der rechten Seite. Abends Kommt Kurt aus Neuseeland und Heiner holt ihn vom Flughafen ab. Ich bin dann ins Reload, mein erster Abend nach fast 8 Wochen ohne Crew. Wird ein toller Abend und ich werde von den G\u00e4sten super aufgenommen. Das ich das mit meinen Englischkenntnissen gemeistert habe hat mich besonders gefreut. Um Punkt 12.30 Uhr geht die Musik aus und das Reload ist in 10 Minuten leer. Einige junge Leute bedanken sich bei mir f\u00fcr den sch\u00f6nen Abend, dass hat mich v\u00f6llig umgehauen. Auf dem Weg zum Boot, wo Heiner und Kurt schon an einer Vermisstenanzeige gesessen haben, hielt neben mir ein Auto und ich wurde von einem sehr Dicken Tonganer gefragt ob er mich mitnehmen k\u00f6nnte. Mir war zwar etwas mulmig dabei, aber 3 Kilometer sind Nachts nicht zu untersch\u00e4tzen und ein Taxi war nicht in Sicht. Ich also ins Auto zu drem Tonganer und seinen beiden Freunden von Fitschi. Das war so super, er hat mich direckt ans Boot gebracht und ich habe ihm versprochen, dass ich ihn, wenn er einmal in Deutschland ist, auch fahren werde. Am n\u00e4chsten Tag machen wir mit unserem Bootstaxifahrer eine Inseltur. Lanze, ein Amerikaner vom Boot von Reinhard und Claudia, begleitet uns. Wir haben die Crew auf unserer Reise ab Rarotonga immer mal wiedergetroffen. Lance ist ein super Typ, redet nur sehr viel und ich habe es echt schwer ihm zu folgen. Wir haben bei der Fahrt 5 tolle Stunden verbracht und haben uns die Atraktionen wie die Blow Hols ( ein Riff an dem die Wellen Meterhoch brechen) ausf\u00fcrlich angesehen.Am Abend wie k\u00f6nnte es sein, haben wir uns mit Lanze im Reload verabredet. Mein letzter Abend auf Tonga wird ein sch\u00f6ner Abend, wir lernen Allen von Eua, Celestino aus Freiburg und einen jungen Mann aus Schottland ( Namen vergessen) kennen und wir trinken zur Abwechslung Wein. Celestino und der Schotte haben nach ihren Studien eine Auszeit genommen, sind f\u00fcr 2 Wochen auf Tonga, arbeiten hier auf einer Farm und sind f\u00fcr 22 Ziegen zust\u00e4ndig. \ud83d\ude42 Celestino sagt mit er versucht auf der Farm mal etwas Ordnung zu schaffen, dass sollte ihm, nach seinem Studium zum Witschaftsingenieur, vielleicht gelingen :-)))) Jetzt am Ende meines Berichts m\u00f6chte ich etwas dazu schreiben warum ich in der \u00dcberschrift hinter S\u00fcdsee ein Traum ein ? gemacht habe: Wenn man wie ich schon einige Segel- Urlaube, 3 davon in der Karibik, verbracht hat stellt man immer vergleiche an, gerade wenn man von der Karibik in die S\u00fcdsee eine Steigerung erwartet. Am Ende muss ich sagen das man nicht vergleichen sollte, die Karibik war wundersch\u00f6n und die Entfernungen von einer Insel zur anderen waren nicht sehr gro\u00df, sodass mann auch in 3 Wochen viele Erlebnisse hatte. Ich habe das ? Am Anfang auch gemacht weil ich von der Insel Bora Bora so entt\u00e4scht war. Jedermann kennt den Namen Bora Bora und hat dann nat\u00fcrlich auch eine Erwartung. Gut das die folgenden Inseln von Polynesien mich dann etwas vers\u00f6hnt haben und alle weiteren bis Tonga f\u00fcr mich immer eine Steigerung waren. Dieser Urlaub war f\u00fcr mich auch deshalb so ein besonderes Erlebniss weil ich fast nur freundlichen Menschen begegnet bin und sehr viele Begegnungen in meinem Herzen mit nach Hause nehmen kann. Die Unterwasserwelt ist ebenfalls f\u00fcr mich nicht zu toppen und das Erlebnis mit den Walen allemal nicht. Wer allerdigs mit Vorstellungen in die S\u00fcdsee kommt der im Kopf die Geschichten aus B\u00fcchern und Filmen \u00fcber die Entdeckungsreisen von Kapit\u00e4n James Cook hat, der wird f\u00fcrchterlich entt\u00e4uscht. Die L\u00e4nder die hier Kolonien hatten oder sich hier breit gemacht haben, die haben nicht nur Spuren, sondern Gr\u00e4ben hinterlassen. Der Traum von Sonne, Einsamkeit, Sch\u00f6nheit, Idylle und purer Lebensfreude ist im Allgemeinen zerst\u00f6rt. Ich fliege heute am 17.09. nach 8 Wochen auf der D\u00f6rtita nach Neuseeland und bleibe dort noch 5 Tage bevor ich wieder nach Hause fahre. Danke f\u00fcr die Erlebnisse der ersten drei Wochen mit Silke, Luzi und Gian, auch den Seglern die ich auf dieser Reise kennengelernt habe. Ein besonderes Dankesch\u00f6n aber an Heiner, dass ich diese so wundersch\u00f6ne, kurzweilige Zeit auf der D\u00f6rtita erleben durfte. Alfons<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer meinen Bericht liest wird sich fragen was das ? hinter Traum bedeuten soll. Die Frage werde ich am Endes des Berichts beantworten. 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