{"id":243,"date":"2016-10-02T03:35:24","date_gmt":"2016-10-02T02:35:24","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=243"},"modified":"2016-10-02T07:12:01","modified_gmt":"2016-10-02T06:12:01","slug":"hilferuf-aus-der-heimat-markt-in-labasa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=243","title":{"rendered":"Hilferuf aus der Heimat &#8211; Markt in Labasa"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?attachment_id=244\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Labasa-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300px\" height=\"169px\" class=\"alignnone size-medium wp-image-244\" srcset=\"https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Labasa-300x169.jpg 300w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Labasa-768x432.jpg 768w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Labasa-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Labasa-624x351.jpg 624w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Labasa.jpg 1248w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>30.9. \u2013 1.10.<\/p>\n<p>Die moderne Technik ist auch nichts mehr was sie mal war, besonders nicht, wenn sie sich verselbstst\u00e4ndigt. Kaum sind wir in Reichweite eines WiFi erreicht mich der Hilferuf von Silke, unsere Haussteuerung spinnt und Silke sitzt im Sinne des Wortes im Dunkeln, denn auch die Jalousien lassen sich nicht mehr steuern.<\/p>\n<p>Dies hat zur Folge, dass Silke im Rahmen eines Crashkurs &#8222;Ist der Segler nicht im Haus helfe ich mir eben selbst&#8220; eine Fernausbildung erh\u00e4lt. Sie lernt so die Untiefen der modernen Technik in nur wenigen Stunden kennen und &#8222;lieben&#8220;.&nbsp;<\/p>\n<p>Alle zentralen Komponenten werden derweil von Silke liebevoll deaktiviert (hierzu wurde die USV abgeklemmt, der Verteilerkasten ge\u00f6ffnet und Stecker gezogen) und wieder neu gestartet, alle Sicherungen werden aus- und wieder eingeschaltet und irgendwann nach gef\u00fchlt mehreren Tagen geht der zentrale Teil auch wieder. Da hat wohl eine Komponente gesponnen &#8211; das gibt dem Segler ausreichend Arbeit sobald er wieder zuhause ist.<\/p>\n<p>Da wir ja ca. 10 Stunden Zeitverschiebung haben, g\u00f6nnen wir uns zwischen den einzelnen \u00dcbungen ausreichende Schlafpausen.&nbsp;<\/p>\n<p>Leider geht auch pl\u00f6tzlich das Warmwasser nicht mehr, was allerdings mit dem generellen Wasserstand in unserer Heizung zu tun hat. Als diese wieder aufgef\u00fcllt ist, kann auch die Heizperiode kommen.<\/p>\n<p>Merke, sobald der Segler also das n\u00e4chste Mal in die Ferne schweift, nimmer er seine Frau am Besten mit, oder schaltet alles ab was kaputt gehen kann und pr\u00fcft auch die F\u00fcllst\u00e4nde der Heizung.<br \/>\nHeiner und ich fahren derweil mit dem Express-Bus von Savusavu nach Labasa. Eine sehr quirlige und belebte Gro\u00dfstadt im Vergleich zu den anderen kleinen D\u00f6rfern auf Fidschi. Die Fahrt geht quer \u00fcber die Insel durch den Regenwald. Der Bus schafft die Steigungen kaum und man hat das Gef\u00fchl nebenhergehen zu k\u00f6nnen. Schon beim Einsteigen sehen wir, dass es hier sehr Kuschelig zugeht. Auf der Standardbreite eines normalen Reisebusses sind hier F\u00fcnf statt vier Sitzpl\u00e4tze untergebracht, was der Normbreite eines Mitteleurop\u00e4ers einiges abverlangt. Kuscheln ist angesagt, und wir sitzen fast auf- denn nebeneinander.<\/p>\n<p>Es ist laut, auf einem 50 Zoll Fernseher, der direkt an der Frontscheibe angebracht ist, l\u00e4uft ein chinesischer Fantasy-Film. Keine Ahnung wie der Fahrer noch die Stra\u00dfe sehen kann, aber der Schirm st\u00f6rt ihn nicht, genauso wie die Serpentinen, die er, geht es bergab, quasi im Flug nimmt. Die Gesetze der Physik sind hier wohl kaum bekannt.<\/p>\n<p>Damit auch jeder ausreichend vom Film mitbekommt, schreien die Lautsprecher raus was sie maximal herzugeben in der Lage sind, an Unterhaltung ist nicht zu denken. Macht auch nichts, denn die Eingeborenen m\u00fcssen wohl sehr sprachbegabt sein, neben Fidschi, Englisch, Hindi lernen sie so nebenbei auch Chinesisch.<\/p>\n<p>Beim Abstieg auf der anderen Seite der Insel finden wir Kiefernw\u00e4lder und ausgedehnte Zuckerrohrplantagen. Wir finden, ersetzt man den Zuckerrohr durch Mais und denkt sich die hier nur sp\u00e4rlich verstreuten Palmen weg, so gige diese Gegend auch als europ\u00e4isches Mittelgebirge durch.<\/p>\n<p>Labasa besteht gef\u00fchlt aus nur einer mehrere Kilometer langen Hauptstra\u00dfe an dessen Ende sich der Busbahnhof, der mit gef\u00fchlt 50 Bussen zugestellt ist, befindet. \u00dcberall hupt es, und irgendwie kennen sich Busfahrer und alle zwischen den Bussen umherlaufenden Menschen, die auf der Suche nach der richtigen Transportgelegenheit sind, mit dieser Art der Kommunikation aus. Ein wirklich sehr sehenswerter Gr\u00fcnmarkt befindet sich hier ebenfalls. Die den Platz \u00fcberspannenden Zeltbahnen h\u00e4ngen so niedrig, dass wir uns bei der Durchquerung ordentlich b\u00fccken m\u00fcssen.&nbsp;<\/p>\n<p>Nach einem ausgedehnten Mittagessen machen wir uns auf die R\u00fcckreise. Unsere Seite von Vanua Levu gef\u00e4llt uns dann doch besser.<\/p>\n<p>VG<\/p>\n<p>Kurt und Heiner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.9. \u2013 1.10. Die moderne Technik ist auch nichts mehr was sie mal war, besonders nicht, wenn sie sich verselbstst\u00e4ndigt. 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