{"id":480,"date":"2018-07-01T19:09:21","date_gmt":"2018-07-01T18:09:21","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=480"},"modified":"2018-07-01T19:09:21","modified_gmt":"2018-07-01T18:09:21","slug":"von-port-vila-nach-darwin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=480","title":{"rendered":"Von Port Vila nach Darwin,"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: auto; color: rgb(0,0,0); font-family: Verdana; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; background-color: rgb(255,255,255); text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial; text-align: left;\">am 07.06.2018 war es endlich soweit. Alle Arbeiten waren erledigt. Der Motor lief gut mit dem neuen Anlasser, die neue Rettungsinsel war an Deck befestigt und wir hatten ausklariert. Zum Abschied fuhren wir noch einmal an Land. Es gab gerade einen heftigen Regenschauer und in der Werft stand alles unter Wasser. Justin hatte am Morgen ein Mail von der Versicherung bekommen in der best\u00e4tigt wurde, dass die letzen Rechnungen bezahlt werden. Also durften wir los. Wieder an Bord musste Alfons erstmal ins Wasser, um die Moorringleinen zu entwirren, die sich total vert\u00f6rnt hatten. Dann ging es los, leider mit heftigen Regenschauern und viel Wind. Den ganzen Tag und die folgende Nacht ging es so weiter. Erst am n\u00e4chsten Tag wurde es langsam besser und der S\u00fcdostpassat wurde stabil mit 4 bis 6 Bft. Alfons brachte die Schleppangel aus und hatte nach kurzer Zeit einen ca. 7 kg schweren Tunfisch am Haken. Die Filets kamen erstmal in die K\u00fchlung, wir hatten auch einiges an Fleisch mit. Wir machten 3 St\u00fcndige Wachen, beginnend ab 18 Uhr. Es gab auf der ganzen Strecke keinen Regen mehr, tags\u00fcber war es angenehm warm doch nachts k\u00fchlte es auf bis zu 15 Grad ab. Der Mond war abnehmend und damit in klaren N\u00e4chten ein fantastischer Sternenhimmel zu sehen, beherrscht vom Kreuz des S\u00fcdens und dem Skorpion. Das Band der Milchstra\u00dfe wanderte in der Nacht \u00fcber uns hinweg. Abends kamen immer Seev\u00f6gel, eine T\u00f6lpelart, und wollten sich ausruhen. Sie versuchten auf den Solarzellen zu landen. Zweimal geriet dabei einer in den Propeller des Windgenerators und st\u00fcrzte ins Wasser. Einer schafte es auf dem Masttop vor der Navigationslaterne zu halten, sah witzig aus, mit rotem Kopf und gr\u00fcnem Schwanz. Unsere Tour ging nach Westen, n\u00f6rdlich an Neukaledonien vorbei, sp\u00e4ter aussen am Great Barrier Reef entlang.<\/div>\n<div style=\"width: auto; color: rgb(0,0,0); font-family: Verdana; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; background-color: rgb(255,255,255); text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial; text-align: left;\">Am Abend des zehnten Tages erreichten wir in der D\u00e4mmerung die breite Graften Passage. Von da waren es noch 30 Seemeilen bis Cairns. Diese Strecke mussten wir dieseln, da der Wind dort von vorne kam. F\u00fcr die letzten Meilen gab es eine gut betonnte Fahrrinne bis vor Cairns. Da wir noch keinen Platz in der Marina bekamen mussten wir davor ankern. Der erste Ankerversuch ging daneben und da die elektrische Winsch versagte, durfte Alfons die Kette mit der Hand hochkurbeln, was er mit Begeisterung tat. Um 1:30 lagen wir fest und fielen nach einem Ankerbier m\u00fcde in die Kojen.<\/div>\n<div style=\"width: auto; color: rgb(0,0,0); font-family: Verdana; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; background-color: rgb(255,255,255); text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial; text-align: left;\">Am n\u00e4chsten Morgen bekamen wir einen Platz in der Marlin Marina. Kurz darauf kamen der Zoll und Immigration. Die Einklarierung verlief problemlos. Wir mussten beim Ausf\u00fcllen der Formulare viel erz\u00e4hlen, sie wollten alles M\u00f6gliche von uns wissen. Dann kam der Mann von der Biosecure Beh\u00f6rde. Er durchsuchte das Boot nach K\u00e4fern und anderen Sch\u00e4dlingen. Ausser einem kleinen toten Gecko fand er nichts. Darum kamen wir mit einer Geb\u00fchr von 310.- Australischen Dollar davon. Nachdem wir uns auch bei der Marina angemeldet hatten, schauten wir uns erstmal im Ort um. Ich war vor 20 Jahren schon Mal hier und hatte mit D\u00f6rte den Tauchschein gemacht. Das Tauchen und Schnorcheln ist auch jetzt noch die Hauptsache hier. Es fahren morgens viele Schiffe ins Great Barrier Reef. Die ganze Stadt ist voller junger Leute aus aller Welt. Es gibt unz\u00e4hlige Restaurants, Kneipen und Caf\u00e9s. Am Montag waren wir damit besch\u00e4ftigt einige Reparaturen auszuf\u00fchren und Teile zu besorgen. Dabei legten wir lange Fusswege zur\u00fcck. Am Dienstag g\u00f6nnten wir uns einen Ausflug. Wir fuhren mit einer historischen Eisenbahn ins Bergdorf Kuranda. Der eigentlich h\u00fcbsche Ort ist zu einem Touristenort verkommen. Ein Souvenirladen und Restaurant neben dem anderen. Zur\u00fcck ging es mit einer Seilbahn \u00fcber die Baumwipfel des Regenwaldes.<\/div>\n<div style=\"width: auto; color: rgb(0,0,0); font-family: Verdana; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; background-color: rgb(255,255,255); text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial;\"><\/div>\n<div style=\"width: auto; color: rgb(0,0,0); font-family: Verdana; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; background-color: rgb(255,255,255); text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial; text-align: left;\">Am Mittwoch legten wir wieder ab. Wir hatten wieder guten S\u00fcdostpassat und segelten innerhalb des Great Barrier Reefs nach Norden. Das Fahrwasser geht zwischen kleinen<br \/>\nInseln und Riffen durch, ist aber gut befeuert. Wir segelten die Nacht durch und erreichten am n\u00e4chsten Morgen Lizard Island. Da ankerten wir neben der Silberm\u00f6we mit Kalli und Hanne die uns freudig begr\u00fc\u00dften. Sie lagen schon eine Woche da, hatten ausklariert und wollten eigentlich nach Port Moresby in Papua Neuguinea. Sie trauten sich wegen Starkwind aber nicht raus. Gegen Mittag brachten wir ihnen die Batterien, die wir in Port Vila f\u00fcr sie gekauft hatten. Daf\u00fcr gab es dann leckere Kartoffelpuffer bei ihnen. Alfons und ich wollte am Nachmittag auf den 380m hohen Cook Lockout klettern. Auf halber Strecke kehrten wir aber um, da wir vergessen hatten Wasser mit zunehmen. Es folgte ein gem\u00fctlicher Abend mit Kalli und Hanne. Sie beschlossen dann nicht nach Papua Neuguinea zu gehen, sondern auch gleich Richtung Indonesien. Sie d\u00fcrfen dabei in Australien nirgends an Land gehen, h\u00f6chsten Mal ankern. So gingen wir alle am n\u00e4chsten Morgen ankerauf. Da die D\u00f6rtita schneller ist, sahen wir die Siberm\u00f6we bald nicht mehr. Es ging nun 3 Tage und N\u00e4chte im Zickzack durch das Fahrwasser des Great Barrier Reefs. Man musste schon genau navigieren, aber mit 2 Plottern und einem ausf\u00fchrlichen Guide ging es gut. Das Fahrwasser wird auch von der Gro\u00dfschifffahrt befahren. Wir sahen auffallend viele leere chinesische Frachter, die wohl australische Kohle f\u00fcr die chinesischen Kraftwerke holen. Am Abend des 24.06. passierten wir Cape York, den n\u00f6rdlichsten Punkt Australiens. Nach einer trickigen Einfahrt gingen wir um 21:30 in Lee von Horn Island vor Anker und konnten mal wieder ausschlafen.<\/div>\n<div style=\"width: auto; color: rgb(0,0,0); font-family: Verdana; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; background-color: rgb(255,255,255); text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial; text-align: left;\">Am n\u00e4chsten Morgen verholten wir uns vor Thursday Island. In dem kleinen Ort konnten wir bei freiem WiFi unsere Mails usw abrufen. Nachdem wir unsere Vorr\u00e4te erg\u00e4nzt hatten, gingen wir schon um 14 Uhr wieder ankerauf. Es lagen wieder ca 700 sm bis Darwin vor uns. Der Golf von Carpentaria und die Arafura See erwarteten uns mit Starkwind bis 35 Knoten (7-8 Bf) und einer Welle bis 5 Meter. Wir wurden unterwegs zweimal von Flugzeugen der K\u00fcstenwache \u00fcberflogen. Sie fragten auch \u00fcber UHF Funk nach unseren Zielen usw. Vor der Dundas Street wurde der Wind immer weniger und kam dann auch von vorne. So mussten wir die letzten 80 Sm bis Darwin dieseln. Wir kamen dort am 30.06. im Morgengrauen an. Wir ankerten zun\u00e4chst vor der Cullen Bay Marina. Ich ging mit dem Dingi an Land und musste lange mit der Biosecure telefonieren und einen Haufen Papiere ausf\u00fcllen.Die Aussies haben gro\u00dfe Angst, dass man irgendwelche Sch\u00e4dlinge einschleppt. Um 12 Uhr durften wir dann durch die Schleuse in die Marina fahren. Wir wollen nun ca. 6 Tage hier bleiben. Am Montag und Dienstag gehen wir auf eine Tour in den Kakadu Nationalpark. Heute, am Sonntag ist hier ein Feiertag mit gro\u00dfem Feuerwerk. Ende der Woche werden wir dann in Richtung Indonesien starten&#8230;&#8230;.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>am 07.06.2018 war es endlich soweit. 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