{"id":582,"date":"2018-09-13T10:05:46","date_gmt":"2018-09-13T09:05:46","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=582"},"modified":"2018-09-13T10:06:39","modified_gmt":"2018-09-13T09:06:39","slug":"von-cocos-keeling-nach-rodriguez","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=582","title":{"rendered":"Von Cocos Keeling nach Rodriguez"},"content":{"rendered":"<p style=\"color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/img_20180823_1107312639382885906219707.jpg\" class=\"wp-image-585 alignnone size-full\" width=\"2592\" height=\"1944\" srcset=\"https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/img_20180823_1107312639382885906219707.jpg 2592w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/img_20180823_1107312639382885906219707-300x225.jpg 300w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/img_20180823_1107312639382885906219707-768x576.jpg 768w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/img_20180823_1107312639382885906219707-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/img_20180823_1107312639382885906219707-624x468.jpg 624w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/img_20180823_1107312639382885906219707-240x180.jpg 240w\" sizes=\"(max-width: 2592px) 100vw, 2592px\" \/><\/p>\n<p>Am Abend des 27.08. verbrachten wir mit den Crews der Silbermo\u0308we und Trinity einen gemu\u0308tlichen Grillabend auf Direktion Island. Auch die Crew der Nuku Alofa kam noch dazu. Vier deutsche Boote zusammen, das ist schon selten. Sonst lag nur noch eine Amerikanische Yacht da. Es gab an Land Grillpla\u0308tze mit u\u0308berdachten Sitzpla\u0308tzen und Regenwassertanks. Viele Yachten haben da Schilder zur Erinnerung angebracht. Wir hatten eine Kokussnuss beschriftet und aufgeha\u0308ngt.<br \/>\nHier etwas Geschichte:<\/p>\n<p style=\"color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">Auf Direktion Island befand sich ein wichtiger Seekabelknotenpunt. Hier liefen Seekabel aus Afrika, Indien, Asien und Australien zusammen. Im ersten Weltkrieg lag der Deutsche Kreuzer Emden in der Lagune. Ein 50 Mann starkes Kommando war an Land um den Knotenpunkt zu zersto\u0308ren. Da na\u0308herte sich der Australische Kreuzer Sydney. Die Emden lief aus, ohne sein Landkommmando. Es kam zur Seeschlacht und die Emden wurde schwer bescha\u0308digt.Der Kapita\u0308n fuhr das Schiff auf Nord Ceeling auf den Strand um die u\u0308berlebende Besatzung zu retten. Die Truppe auf Direktion Island entzog sich der Gefangennahme, indem sie einen alten Schoner, der in der Lagune lag, kaperten. Nach einer Irrfahrt durch den Indischen Ocean landeten sie im Jemen. Von da zogen sie durch die Wu\u0308ste der Arabischen Halbinsel bis sie tu\u0308rkisches Territorium erreichten. Unterwegs mussten sie sich gegen Beduinen Horden verteidigen. Sie wurden als Helden gefeiert.&#8212;<\/p>\n<p style=\"color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">Am na\u0308chsten Tag gingen die Silberrmo\u0308we und Nuku Alofa ankerauf. Wir und die Trinity starteten am Mittwoch um 9 Uhr. Beim Dieseln aus der Lagune stellte ich fest, dass der Motor wieder Ku\u0308hlwasser verliert. Den genauen Fehler konnte ich aber nicht finden. Bald setzten wir aber Segel. Der Su\u0308dost Passat wehte wieder mit 5 bis 6 Winsta\u0308rken und wir machten ordentlich Fahrt. Dazu kam aber wieder eine konfuse See und die Do\u0308rtita rollte heftig und das Leben an Bord wurde anstrengend.<br \/>\nHier etwas zu unserer Bordroutine: Wir machten wieder dreistu\u0308ndigen Wachwechsel, beginnend ab 19 Uhr. Tagsu\u0308ber locker, einer von uns schlief auch da meistens. Da oft Seewasser in die Pflicht haut und es auch oft regnete war ein Aufenthalt draussen nur selten mo\u0308glich. So sitzt der Wachhabende im Niedergang, geschu\u0308tzt durch eine Plane. Von da hat man alles im Blick. Der Autopilot steuert die ganze Zeit sehr gut. Gelegentlich schmiss uns eine ho\u0308here Welle auf die Seite und aus dem Kurs, aber Magda schaffte auch das. Die See war wieder chaotisch. Neben der Windsee rollen von Su\u0308den Wellen bis zu 5 Metern an, und brechen gelegentlich. Der Autopilot wird von der Batterie versorgt, die von den Solarzellen und dem Windgenerator geladen wird. Der Windgenerator macht seine Arbeit gut, allerdings mit einem Ho\u0308llenla\u0308rm. La\u0308rm ist sowieso an Bord ein Thema. Neben Windgera\u0308uschen und dem Ha\u0308mmern der Seen an der Bordwand klappert immer irgendwo etwas. Wir stopften Handtu\u0308cher und Geschirrtu\u0308cher in die Schaps, aber irgendwo ist immer etwas das man nicht findet. Ede sagt, das ist ja lauter wie an der Autobahn. Das Essen an Bord: Ich fru\u0308hstu\u0308cke immer ordentlich, auch mit Kaffee. Ede haut sich meistens Wurst aufs Brot oder reisst eine Dose Thunfisch auf. Am spa\u0308ten Nachmittag koche ich ein kleines Gericht. Das ist bei dem rollenden Boot und dem Hin und Her schlagenden Herd nicht einfach. Gegen Ende dieses To\u0308rns gingen die Vorra\u0308te langsam zu Neige, frisches Obst und Gemu\u0308se gab es nicht mehr. Wir mussten uns mit Konserven, Pasta und Reis behelfen. Die Angel habe ich nur einmal ausgebracht. Eine Golddorade riss gleich wieder ab. Geschwindigkeit und Seegang waren zu hoch. Zweimal ging was kaputt. Ich hatte zusa\u0308tzlich zu den beiden Genuas das Gro\u00dfsegel zu einem Drittel gesetzt. In einer Nacht brach der Scha\u0308kel am Schothorn. Am zehnten Tag meldete der Autopilot Low Batterie. Am Monitor ko\u0308nnte ich sehen, dass dieSpannung zusammen brach und 40 Ampere abflossen. Kurzschluss! Da qualmte es auch schon aus der hinteren Backskiste. Ede musste ans Ruder und ich ging in die Backskiste. Das Kabel zum SSB Kurzwellentuner glu\u0308hte und qualmte . Die Isolierung wu\u0308rde gleich brennen. Ich trennte die Verbindung und alles war OK. Mittags um 12 Uhr trage ich immer unsere Position auf der Seekarte ein und schicke danach das Posrep mit dem Satellitentelefon zu D\u00f6rte, die alles weiterleitet. Auch mit der Silbermo\u0308we tauschten wir so unsere Position aus. Mit der Trinity sprach ich u\u0308ber Kurzwellenfunk. Das war nach dem Kurzschluss vorbei. Ich habe noch einen Reservetuner, aber den baue ich erst im Hafen ein. Am Dienstag den 11.09.18 liessen wir den Anker vor Port Mathurin auf Rodriguez fallen. Wir hatten fu\u0308r die 1985 Sm nur 13 Tage gebraucht. Es war eine schnelle Reise, aber auch die schlimmste meiner gesamten Seglerzeit. Zum Abgewo\u0308hnen!!! Die Trinity war schon am Abend vorher angekommen. Bei ihnen war ein Solarpanel zersto\u0308rt worden und Ute hatte am ganzen Ko\u0308rper blaue Flecken. Sie war ein paarmal gegen die Bordwand geflogen. Am Nachmittag kam die Nuku Alofa an. Auch sie hatten die Nase voll. Sie hatten das Ruder ihrer Windfahnensteuerung verloren und mussten lange selber steuern. Jens sagte: Am liebsten ha\u0308tte ich uns von einem Hubschrauber abholen lassen und das Boot versenkt. Am Freitag erwarteten wir noch die Sibermo\u0308we. Sie meldeten schon ein kaputtes Smartphone und E-Book, von einer See erwischt. Jetzt werden wir uns erstmal erholen und die Insel ansehen. Na\u0308chste Woche geht es dann nach Mauritius, das sind nur 300 Sm.<\/p>\n<p style=\"color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">Gruss Ede und Heiner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Abend des 27.08. verbrachten wir mit den Crews der Silbermo\u0308we und Trinity einen gemu\u0308tlichen Grillabend auf Direktion Island. Auch die Crew der Nuku Alofa kam noch dazu. 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