{"id":593,"date":"2018-09-22T16:15:38","date_gmt":"2018-09-22T15:15:38","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=593"},"modified":"2018-09-22T16:15:38","modified_gmt":"2018-09-22T15:15:38","slug":"alfons-reist-von-vanuatu-bis-bali-18-05-bis-08-08-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=593","title":{"rendered":"Alfons reist, von Vanuatu bis Bali 18.05 bis 08.08.18"},"content":{"rendered":"<p>Reisebericht von Alfons.<br \/>\nVon Vanuatu bis Bali 18.05 bis 08.08.18<br \/>\nSchon der Weg zum Flughafen Hamburg war eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr meine Nerven und ich habe mir wieder einmal geschworen, nie mehr ab Hamburg zu fliegen.<br \/>\nMonika wollte mich nach Hamburg bringen und wir haben bis Harburg \u00fcber 3 Stunden gebraucht. Das Navi hat uns durch Wohnviertel geschleust die, wie die Autobahn, v\u00f6llig verstopft waren und meine Nerven waren vor dem zerrei\u00dfen.<br \/>\nNach 3,5 Stunden habe ich dann gedreht und bin zur S-Bahn nach Harburg. Voll bepackt mit Rucksack und Seesack, 38 kg, bin ich dann mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof und danach zum Flughafen.<br \/>\nV\u00f6llig erledigt, war ich dann froh, dass ich den Flieger noch bekommen habe und dachte so bei mir, was so beschissen anf\u00e4ngt kann ja nur gut werden. Es sollte aber noch schlimmer werden. Der Flug nach Dubai war sehr kurzweilig und ich hatte gute Sitznachbarn.<br \/>\nAuf dem Flughafen in Dubai fing mein Handy an zu spinnen und ich konnte nicht ins Internet. Ich die Firmen- St\u00f6rstelle in Bremen angerufen und den Kollegen in den Service Stelle vorgewarnt, dass er keine Experimente mit mir machen solle, da ich das schon aus dem letzten Urlaub kennen w\u00fcrde. Da sagt der mir ich soll einen Kaltstart machen. Ab da lief in meinem Kopf der Film aus dem letzten Jahr von dem Weg nach Kanada ab. Dort bekam ich auf dem Frankfurter Flughafen den selben Tipp, mit dem Ergebnis das ich erst 4 Tage sp\u00e4ter, in Vancouver, in einem Appel Laden wieder Netz hatte. Neben mir sa\u00df eine junge Frau die mich beobachtete und mir einen Kuli und Zettel gab als ich mir eine Nummer der St\u00f6rstelle aus Stuttgart aufschreiben sollte. Meine Nerven wurden immer mehr belastet aber ich hatte Gl\u00fcck, die junge Frau kam aus Frankreich, sprach Deutsch und war auf dem Weg nach Sydney zu einem 6-Monatigen Praktikum als Wirtschaftsingenieuren. Mit ihrer Hilfe bekam ich mein Handy schnell hin und der Urlaub konnte beginnen, dachte ich.<br \/>\nAuf dem Weg nach Sydney, alle waren m\u00fcde, es war dunkel und ich bekam einen Kaffee gebracht \u00fcber den ich mich sehr freute und den ich vor mich auf den ausgeklappten Tisch der Sitzlehne stellte. In dem Moment stellte der vor mir sitzende seine Lehne nach hinten, der Kaffee kippte um, alles auf meine Hose, Sitz und in die Schuhe &#x2639;<br \/>\nNach ca. einer halben Stunde war ich wieder halbwegs trocken und g\u00f6nnte mir einen Wei\u00dfwein und Erdn\u00fcsse. Kaffee scheint nicht gut f\u00fcr mich zu sein.<br \/>\nIn Sydney musste ich das Gep\u00e4ck entgegennehmen und wieder neu einchecken. Das ging sehr gut und alle sind froh, wenn ich nach meinem Spruch, sorry my English is not so good speak slow, wieder weg bin &#x1f60a;<br \/>\nAuf dem Flughafen hole ich mir erst einmal einen Burger und Pommes. Nach dem ersten Bissen rutscht mir eine Tomatenscheibe, die den Umfang des Burgers hatte und mit Ketchup und Mayo bestrichen war aus dem Burger heraus und f\u00e4llt, wohin wohl, auf meine Hose. Gut das die so pflegeleicht ist. Man sieht nichts von den Zwischenf\u00e4llen.<br \/>\nNach Vanuatu geht es sehr schnell und ich verschlafe fast den ganzen Flug, bis auf zwei Gl\u00e4ser Wei\u00dfwein.<br \/>\nAm Zoll noch einmal Anspannung, denn ich habe Lebensmittel dabei. Der dicke, freundliche Mann am Zoll bekommt meinen Spruch mit dem Englisch, hat Mitleid mit mir, winkt mich durch und w\u00fcnscht mir eine sch\u00f6ne Zeit in Port-Vila.<br \/>\nJetzt mit dem Taxi, 3000 Vatu`s ca. 20 Euro, zur Boot Yard, Heiner wartet schon. Ich schwitze wie verr\u00fcckt und die M\u00fccken fallen \u00fcber mich her, sonst ist aber alles gut.<br \/>\nErst mal ein paar Bier und Fisch &amp; Chips an der Werft- Bar bevor ich in die Koje falle.<br \/>\n21.05. Montag<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck mache ich mir erst mal einen Eindruck was noch an Bord zu machen ist, es ist nicht wenig. Also an die Arbeit. Meine erste Aktion war mit einer Bohrkrone, 60 mm, ein Loch in den Rumpf zu bohren um einen neuen Geber f\u00fcr ein Tiefenmessger\u00e4t einzubauen. Kein gutes Gef\u00fchl so ein Loch zu bohren, da ich immer daran denken muss ob wir das wohl richtig dicht bekommen. Es hat geklappt und die Sorge war \u00fcberfl\u00fcssig. Es fehlen auch noch viele Sachen die die Werft machen muss. Es sind noch keine Batterien da, die Rettungsinsel fehlt, das Antifouling auch und auch die Steueranlage ist noch nicht fertig. Das beruhigt mich nicht gerade und ich bringe Heiner etwas in Fahrt damit er bei der Werft etwas Druck macht, da ich gerne in ein paar Tagen ins Wasser m\u00f6chte.<br \/>\n22.05. Dienstag<br \/>\nMittags fahre ich mit einem der vielen hundert Kleinbusse in den Ort und gehe einkaufen. Auf dem R\u00fcckweg komme ich mit drei Fahrg\u00e4sten ins Gespr\u00e4ch. Sie fragen mich ob ich schon mal Kawa getrunken habe, ich verneine das, sage aber, dass wir das noch einmal vorhaben. Sie sagten mir das sie w\u00fcssten wo es die beste Kawa der Insel gibt und wir sollten Heiner abholen und hinfahren. Gesagt getan und der Weg geht \u00fcber die halbe Insel zum Roten B\u00fcffel. Ich muss gestehen, unterwegs wurde mir doch etwas mulmig, da wir durch eine v\u00f6llig verlassene Gegend fuhren. Dann tauchte die Bar vor uns auf und bestimmt 30 Autos standen davor. Ich lud alle samt Fahrer zum Kawa ein. Die Zeremonie hat sehr viel mit spucken und reinigen des Mundes nach dem trinken zu tun. Warum wei\u00df ich bis heute nicht. Der Kawa soll beruhigend wirken und am anderen Morgen m\u00e4nnliche Kraft verleihen. Au\u00dfer das der Kawa nicht sehr gut schmeckte, ich etwas taube Lippen bekam und ein leichtes drehen im Kopf versp\u00fcrt habe, ist nichts geschehen. Naja manche trinken das Zeug ja auch den ganzen Tag.<br \/>\n23.05. Mittwoch<br \/>\nDie Batterien sind da und die ganzen Anschl\u00fcsse m\u00fcssen umgebaut werden, wieder fast ein Tag Arbeit, aber wir haben insgesamt sehr viel geschafft. Dann der Schreck, als wir den Motor starten wollen macht der Anlasser keinen Mucks. Schiet denke ich und wir bauen ihn aus. Er ist v\u00f6llig fest. Als ich ihn etwas zerlege bef\u00fcrchte ich das er v\u00f6llig verrottet und alt ist. Justine der Besitzer von der Werft meint aber er kenne jemanden der ihn repariert. Abends gehen wir etwas beruhigt in den Saloon, eine Kneipe in ca. 1000 Meter Entfernung.<br \/>\n24.05. Donnerstag<br \/>\nJustin teilt uns mittags so nebenbei mit, dass der Anlasser Schrott ist und er keine Idee hat wo wir einen herbekommen k\u00f6nnten. In dem Moment hat jeder Anwesende Gl\u00fcck, das ich nicht gut Englisch spreche. Per Mail und \u00fcber D\u00f6rte bestellen wir einen Anlasser bei Spatz und Heitm\u00fcller in Bremen. Der soll am Freitag in die Post gehen und in 5 bis 6 Tagen hier sein. Die Fracht allein kostet schon 140 Euro.<br \/>\n25.05 Freitag<br \/>\nSchlecht geschlafen und es ist einfach nur \u00e4rgerlich das es nicht bald in Wasser gehen kann.<br \/>\nIch habe mir etwas eingefangen und bin die ganze Nacht vom Boot zur Toilette unterwegs gewesen. Leider wird es auch nach Heiners Medikamenten nicht besser und ich ern\u00e4hre mich von Cola und Tee.<br \/>\n26.05. Samstag<br \/>\nhabe den ganzen Tag in der Koje verbracht und mich von ein paar Keksen und Wasser ern\u00e4hrt.<\/p>\n<p>27.05 Sonntag<br \/>\nDie erste Woche ist um und wir haben schlechtes Wetter. Mir geht es etwas besser, wir sind allerdings beide stark erk\u00e4ltet. Heiner hat mich jetzt auch noch mit der R\u00fcsselpest angesteckt. Jetzt haben wir Zeit unter Deck etwas sauber zu machen und aufzur\u00e4umen. Ich hoffe sehr, dass der Anlasser am Dienstag oder Mittwoch eintrifft. Von meinem ersten festen Essen bleibt wenigstens etwas in mir.<br \/>\n28.05. Montag<br \/>\nJustin sagte uns das wir morgen ins Wasser k\u00f6nnten, worauf es Heiner lieber w\u00e4re erst zu wissen wo sich der Anlasser befindet. Ich bef\u00fcrchte, dass sie dann sp\u00e4ter keine Zeit haben uns ins Wasser zu lassen und wir dann wieder unn\u00f6tige Zeit verplempern.<br \/>\nJustin kommt dann mit dem provisorischen Adapter der Notruderanlage aus Stahl. F\u00fcr meine Verh\u00e4ltnisse geht das gar nicht, aber was solls, etwas Rost macht den Braten auch nicht mehr fett.<br \/>\nNachdem wir Gas geholt hatten gingen wir gro\u00df einkaufen, haben jetzt wohl genug Wasser bis Australien.<br \/>\nNeben uns gibt es abends Kawa und ich versuche erneut ob mich das beruhigt. Das ganze drumherum ist super aber der Kawa bewirkt bei mir nicht viel bis auf einen trockenen Mund. Danach gehen wir Pizza essen. Einigerma\u00dfen gut, aber um kurz vor 21 Uhr werden wir fast rausgeschmissen nachdem sich der Laden um 20.30 Uhr fast schlagartig geleert hatte. Unversch\u00e4mt, denn es war nicht billig, mit zwei gl\u00e4sern Wein 6000 Vatu`s.<br \/>\n29.05 Dienstag<br \/>\nUnser Paket ist nach l\u00e4ngerem suchen, scheinbar im Internet zu sehen, und soll am Donnerstag ankommen. Na endlich mal eine gute Nachricht.<br \/>\nEin paar Stunden sp\u00e4ter kommt dann die tollste Botschaft dieser jungen Reise: Der Anlasser liegt noch in Bremen, da es Spatz und Heitm\u00fcller in der letzten Woche nicht geschafft hat ein Zollpapier auszuf\u00fcllen und der zust\u00e4ndige Mitarbeiter auf einem Seminar war. Bestimmt so ein schei\u00df Gewerkschafter auf Seminar nach dem Bremischen Bildungsurlaubsgesetz. Ich fange an die Arbeitgeber zu verstehen und werde, wenn ich zur\u00fcck in Bremen bin, erst mal den Arbeitgeberverband bei der Abschaffung des Gesetzes unterst\u00fctzen &#x1f60a;<br \/>\nF\u00fcr mich gibt es nichts Schlimmeres, als wenn ich die Kontrolle \u00fcber mein Handeln oder das Handeln verliere in das ich eingebunden bin. Ich kann nicht beschreiben wie es mir an diesem Abend geht und meine Gedanken gehen seltsame Wege die ich nicht weiter beschreiben m\u00f6chte. Am \u00e4rgerlichsten ist allerdings f\u00fcr mich, dass ich Heiner letzten Donnerstag gebeten habe, er solle D\u00f6rte bitten den Starter abzuholen und ihn zu versenden, wenn D\u00f6rte nicht k\u00f6nne werde ich meine Kinder darum bitten, da ich mich ungerne auf Menschen verlasse die ich nicht kennen w\u00fcrde. Heiner sagte dann das D\u00f6rte jetzt alles getan h\u00e4tte und wir uns auf Spatz und Heitm\u00fcller verlassen k\u00f6nnen, da diese solche Dinge \u00f6fter machen w\u00fcrden. H\u00e4tte ich mich in der Frage blo\u00df durchgesetzt. \u201e H\u00e4tte, h\u00e4tte Fahrradkette\u201c<\/p>\n<p>30.05 Mittwoch<br \/>\nIch mache mich erst mal vom Acker und suche mir eine einsame Stelle am Strand, ca. 500 Meter von der Werft entfernt. Mit mir ist nichts anzufangen nach dieser Woche und ich kann niemanden mehr sehen geschweige denn mit jemandem Sprechen. Auch Justin, der jetzt schon fast ein Jahr wei\u00df, dass wir eine neue Rettungsinsel ben\u00f6tigen, stellt jetzt \u00fcberraschend feststellt, dass er die Rettungsinsel nicht per Luftfracht aus Australien oder Neuseeland nach Vanuatu bekommt, darf mir nicht \u00fcber den Weg laufen. Heiner sagte mir dann sp\u00e4ter, dass Justin uns jetzt eine gebrauchte Rettungsinsel besorgen wird und diese in einer daf\u00fcr qualifizierten Firma, die \u00fcbrigens auch gerade das Dingi flickt, auf Herz und Nieren \u00fcberholen und \u00fcberpr\u00fcfen wird. Die zweite M\u00f6glichkeit w\u00e4re ohne Rettungsinsel nach Australien zu segeln. Ich sag euch ehrlich ich konnte nicht genau sagen welche Variante ich favorisiere nachdem ich die Firma kennenlernen konnte. Nachdem ich den Tag alleine verbracht hatte, mein Vorhaben zu lesen nach 5 Minuten beendet wurde, da der Akku von meinem E-Book leer war, bin ich mit zwei H\u00e4hnchen und einem 6 Tr\u00e4ger an Bord und wir haben uns \u00fcberlegt wie unser T\u00f6rn weitergeht.<br \/>\n31.05. Donnerstag<br \/>\nDurch Heiners Reisebericht erfahre ich, dass der Starter erst Mittwoch auf reisen gegangen ist, dass hat er sich wohl nicht mehr getraut zu sagen. Ich gehe erst mal wieder an den Strand, lesen. Mal sehen wie lange der Akku h\u00e4lt. Abends gehen wir in einen Imbiss in der Stadt essen, billig aber f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Herausforderung die teilweise undefinierbaren Sachen zu essen. Danach zum Saloon, Karaoke ist angesagt. Die Bedienung aus der Kneipe bei uns auf der Werft, ein zierliches, sch\u00fcchternes Pers\u00f6nchen von ca. 40 Kg, singt einfach klasse, sie hat eine solch ausgepr\u00e4gte Stimme, dass wir uns fragen warum sie das nicht beruflich macht.<br \/>\n01.06 Freitag<br \/>\nWir fahren morgens mit Justin die Rettungsinsel anschauen und sie wird f\u00fcr gut befunden. Das Dingi ist auch wieder geflickt, die Notreparatur 2016 von Heiner und Kurti hatte nicht so richtig gehalten. In dem Laden haben sie auch einen Motor, 5 PS, im Angebot und ich versuche Heiner zu \u00fcberzeugen, dass der f\u00fcr das Dingi auch mal f\u00e4llig ist. Ich gehe dann in die Stadt und kaufe ein, da ich am Abend Speckkattoffeln machen m\u00f6chte. Es gibt in der ganzen Stadt keinen Speck, also gibt es lecker Speckkartoffeln ohne Speck &#x1f60a;<br \/>\n02.06. Samstag<br \/>\nFahren wir noch mal zu dem Laden und befinden den Motor f\u00fcr gut. Auf dem Hinweg f\u00e4hrt der Bus mit uns durchs Landesinnere und mir wird erst jetzt so richtig die Armut deutlich und der Unterschied zu den besser gestellten, meist wei\u00dfen Menschen auf der Insel. Ich denke so bei mir, wenn der Kawa nicht mehr richtig bei der Bev\u00f6lkerung wirkt, brennt hier irgendwann die Luft. Auf der einen Seite Millionenbauten am Strand und auf der anderen Wellblechh\u00fctten. Die Einheimischen sehe ich fasst nur in den Hilfsjobs. Ich habe genug von Port-Vila und hoffe immer sehnlicher auf den Anlasser. Abends geht es in einen nachgemachten Pizza Hut, sieht alles so aus wie beim Original, schmeckt aber nicht gut und ist teuer. Schluss, ich gehe nicht mehr essen und koche lieber.<br \/>\n03.06. Sonntag<br \/>\nEs gibt Eier und Speck. Speck war Samstag wieder in F\u00fclle zu bekommen. Endlich mal eine gute Botschaft als ich vom Einkaufen komme. Der Anlasser ist in Australien durch den Zoll. Abends gibt es Spagetti Bolognese alla Heiner mit s\u00fc\u00dfer Tomatenso\u00dfe, also Chinesisch. &#x1f60a; Morgen fr\u00fch um 8 Uhr geht es ins Wasser, endlich, ich bin derma\u00dfen zerstochen, dass die Wunden schon anfangen sich zu entz\u00fcnden. Ich frage mich wie die Schweine das aushalten die auf der Werft ihr zuhause haben.<br \/>\n04.06. Montag<br \/>\nEndlich geht es mit einem riesigen Aufwand, aber gekonnt und einfallsreich, ins Wasser.<br \/>\nWir liegen an einer Tonne und die Welt sieht vom Boot aus schon viel besser aus. Das Beste ist, es gibt keine M\u00fccken mehr. Abends soll dann auch die Rettungsinsel und das Dingi kommen, kommt aber nicht, denn es m\u00fcssen angeblich noch Papiere f\u00fcr die Rettungsinsel beschafft werden. Zwischendurch waren wir bei DHL, sie sagten uns, dass der Starter am Flughafen liegt, die Zollbeamten aber schon Feierabend haben. Alles bitten und auch mein charmantes L\u00e4cheln n\u00fctzen nicht und man verspricht uns, dass Dienstag alles da ist. Ich hole also Schnitzel und ein Sechsertr\u00e4ger vom Supermarkt und koche. Das Essen wird f\u00fcr sehr gut befunden, der sechser auch, was gibt es sch\u00f6neres f\u00fcr einen Hausmann mit Lob \u00fcber das Essen in die Koje zu gehen.<br \/>\n05.06. Dienstag<br \/>\nGut gelaunt geht es zu DHL und die junge Dame sagt uns, sie h\u00e4tten einen System- Ausfall und k\u00f6nnen die Pakete nicht bearbeiten. Wenn meine Sprachbarriere mich nicht zur\u00fcckgehalten h\u00e4tte w\u00e4re ich wohl verhaftet worden. So habe ich es mit meinem Denglisch und meinem unverwechselbaren Gesichtsausdruck geschafft, dass viele in dem Raum blass vor Angst wurden und uns sagten das eine Mitarbeiterin sofort zum Flughafen fahren w\u00fcrde und alles mit dem Zoll regeln werde. Am Nachmittag wieder zu DHL, wer ist nicht da, der Starter. Ich bin erst gar nicht mit rein gegangen da ich zwei Kanister Benzin in H\u00e4nden hatte und ich nicht genau wusste ob sie mir ge\u00f6ffnet aus der Hand fallen w\u00fcrden, wenn ich noch einmal eine negative Botschaft bekommen h\u00e4tte. Heiner kam also ohne Starter wieder, aber mit der Info, dass er in einer Stunde direkt vom Flughafen zur Werft gebracht wird. Als wir dann, vom Schiff aus, den Wagen von DHL gesehen hatten viel mir ein Stein vom Herzen. Wir also sofort an Land und gleich wieder zur\u00fcck an Bord und den Starter eingebaut. Einen solchen Aufschrei, als der Motor sofort lief, haben die hier in Port-Vila noch nicht geh\u00f6rt. Um 20 Uhr waren wir fertig und haben uns \u00fcber den Wein und den Gin Tonic hergemacht, dazu gab es Bratkartoffeln alla Alfonso mit Eiern und Speck. Der Abend an Bord wurde etwas l\u00e4nger.<br \/>\n06.06 Mittwoch<br \/>\nDer Motor vom Dingi l\u00e4uft nicht richtig und wir lassen die Firma noch einmal herkommen. Wir gehen danach ausklarieren und einkaufen f\u00fcr die \u00dcberfahrt. Als wir wiederkommen seht der Motor immer noch da und man l\u00e4sst uns sagen, dass mit dem Motor alles in Ordnung w\u00e4re. Er springt aber nicht an und wir nehmen ihn in Augenschein. Dabei stellen wir fest, dass das Gewinde vom Tankdeckel und die Dichtungen von der Haube defekt sind. Erneutes Telefonat und es kommt jemand vorbei der uns sagt, dass der Motor gebraucht war und es vergessen wurde uns das zu sagen. Wir entscheiden, dass er den Motor wieder zur\u00fccknimmt und mir das Geld ausgezahlt wird. Jetzt muss ich noch mal in die Stadt und tausche die ganzen Vatu`s in Australische Dollar. Da mir alles weh tut und ich v\u00f6llig verspannt bin g\u00f6nne ich mir noch eine Massage.<br \/>\nDann der letzte Abend an der Strandbar der Werft mit Calamari, Burger und Pommes. Schmeckt alles gleich, schlecht.<br \/>\n07.06. Donnerstag<br \/>\nWir fuhren, nachdem wir die Jacht zum absegeln klar gemacht hatten, noch mal r\u00fcber an Land um uns zu verabschieden. Es folgt ein Gewitter und Sturzregen, dass wir Pitsch nass nach einer Stunde wieder an Bord gehen konnten. Am Strand stehen die Mitarbeiter der Werft, die wir in der Zeit gut kennengelernt haben und winken. Nur noch die Leinen los und wir k\u00f6nnen. Port-Vila will uns aber scheinbar nicht loslassen, die Leinen haben sich derma\u00dfen verknotet, dass ich unter Wasser eine halbe Stunde brauche um die Leinen zu entzerren. Dann geht es los und wir fahren in ein heftiges Wetter, dass bis zum n\u00e4chsten Morgen anh\u00e4lt. Mit schlafen war nicht viel, da wir ordentlich durchger\u00fcttelt wurden, machen aber gute Fahrt.<br \/>\n08.06. Freitag<br \/>\nDas Wetter klart auf und wir haben einen super Passat. Ich holte erst einmal die Angelrolle raus und Heiner sagte, ich solle doch den Haken wechseln, weil der alte so verrostet und der K\u00f6der v\u00f6llig zerfleddert ist. Ich sagte zu ihm, wenn die Fische Hunger haben bei\u00dfen sie auch auf verrostete K\u00f6der. Nach nicht mal 5 Minuten hatte ich einen Thunfisch von ca. 8 bis 10 KG dran und habe ihn nur mit Handschuhen und Heiners Hilfe an Bord bekommen. Dann begann das gro\u00dfe schlachten. Abends kocht Heiner und es gibt Frikadellen, sehr lecker. Die Wachen haben wir auf 3 Stunden eingeteilt. Wir kommen gut voran und das Meer scheint sich etwas zu beruhigen.<br \/>\n09.06. Samstag<br \/>\nSch\u00f6nes Wetter und keine Vorkommnisse. Abends Thunfisch mit Kartoffeln. Tagesschnitt der letzten Tage um die 150 Seemeilen. Nachts ist es sehr kalt.<br \/>\n10.06. Sonntag<br \/>\n4 Uhr morgens kreuzt ein Frachter unseren Kurs in ca. 2 Meilen Abstand voraus. Endlich mal ein Erlebnis auf Nachtwache. Morgens gibt es zur Feier des Tages ein weich gekochtes Ei, dass wie immer hart ist. Ruhiger Tag mit weniger Wind. Heiner macht geschnetzeltes vom Huhn, indischer Art ohne Indisch &#x1f60a;<br \/>\n11.06 Montag<br \/>\nKeine Vorkommnisse bei Windst\u00e4rken von um die 20 Knoten. Abends gibt es Thunfischpfanne mir Curry und Kokosnussmilch.<br \/>\n12.06. Dienstag<br \/>\nMein Magen spielt wieder verr\u00fcckt. Viel Sonne aber der Wind schwankend. Badetag angeschnallt am Heck. Abends Cilli<br \/>\n13.06. Mittwoch<br \/>\nDer Wind wird immer schw\u00e4cher und wir dieseln 2 Stunden. Hatten wir am Anfang einen Schnitt von 7 bis 8 Sm in der Stunde, so haben wir jetzt noch zwischen 4 und 5. Zwei Seev\u00f6gel begleiten uns und n\u00e4chtigen an Bord. Einer sitzt oben auf dem Mast und ist durch die Lichter zur H\u00e4lfte Rot und Gr\u00fcn. Unsere Route wird von 4 Frachtern gekreuzt, ein Verkehr hier wie auf der Autobahn. Abends gibt es Nudeln mit Bolognese alla Heiner.<br \/>\n14.06 Donnerstag<br \/>\nSeemansfr\u00fchst\u00fcck, lecker. Als wir den Blister setzen wollen wird der Wind st\u00e4rker, manchmal reicht schon eine Drohung. Wir Blistern dann doch noch ein paar Stunden und machen gute Fahrt. Abends gibt es Speckkartoffeln Alfonso. Meine leichte Seekrankheit scheint \u00fcberstanden. Seev\u00f6gel suchen sich bei uns abends immer einen Schlafplatz und schei\u00dfen uns alles voll.<br \/>\n15.06. Freitag<br \/>\nWechselhafter Wind und nicht so sch\u00f6ne Wellen. Wir schaukeln so dahin. Abends Spaghetti Carbonara Alfonso.<br \/>\n16.06. Samstag<br \/>\nNachts kreuzt uns ein Frachter. Die Nachtwachen werden immer nerviger und der Seegang auch. Noch ca. 100 SM bis nach Cairns. Der Wind wird st\u00e4rker und wir kommen jetzt ungewollt schnell voran, da wir mit so viel Fahrt nachts ankommen werden.<br \/>\n17.06. Sonntag<br \/>\nDie Einfahrt nach Cairns ist mit Signalen \u00fcbers\u00e4ht und die Fahrrinne ist nicht sehr breit. Am anderen Tag sahen wir, woher die ganzen roten Lichter kamen, die uns jetzt total verwirrten. Sie kamen von gro\u00dfen Kr\u00e4nen einer Baustelle auf der der Hafen erweitert wird. Man muss nicht immer alles verstehen. Der Hafenmeister sagt uns dann \u00fcber Funk, er k\u00f6nne uns keinen Platz an der Marina zuordnen und wir m\u00fcssten uns morgens um 7 wieder melden. Also Anker raus 200 Meter vor dem ersehnten Steg. Der Anker ging allerdings nicht &#x2639; wir versuchten alles, fanden aber den Fehler nicht. Als wir den Anker fallen lassen merken wir, dass wir zu dicht an einem Kat liegen, schei\u00dfe, Anker wieder von Hand hoch. Als er dann gut liegt haben wir die Schnauze voll f\u00fcr heute und trinken ein Bier, dass erste nach 11 Tagen und dann um 2 Uhr in die Koje. Um 6 Uhr klingelt der Wecker und wir gehen auf Fehlersuche. Die Ankerwinsch bekommt keinen Strom. Die neuen Batterien, etwas kleiner als die Alten, sind w\u00e4hrend der \u00dcberfahrt in der Kabine etwas hin und her gerutscht, dabei ist das Kabel f\u00fcr den Anker gebrochen. Provisorisch geflickt und es kann los gehen. Wir bekommen den Platz D 20. Die Beamten vom Zoll und der Mann von der Biosecure kommen an Bord und sie sind, entgegen der Schauergeschichten, die wir geh\u00f6rt und gelesen hatten, super freundlich zu uns. Von dem Beamten der Biosecure bekommen wir sogar 100 Dollar Rabatt, weil das Schiff so sauber und gut vorbereitet ist. Auch in der Marina l\u00e4sst man uns unter 12 Meter durchgehen und wir sparen pro Tag 20 Dollar Hafengeb\u00fchr. Danach erst einmal aufs T\u00f6pfchen an Land und zur Hafenmeisterei. Endlich Wifi bei MC Doof mit Hamburger und Pommes. Danach Stadtbesichtigung und etwas ausruhen. Alles teuer hier und auch die Pizza, die ich abends esse hat nicht viel zu bieten, au\u00dfer teuer. Heiner bekommt einen Kinderteller Nudeln, der als Portion f\u00fcr Erwachsene beschrieben war. Noch 2 Liter Bier in einem Bayrischen Brauhaus und es geht in die Koje.<br \/>\n18.06. Montag<br \/>\nHeute m\u00fcssen wir viele Ersatzteile f\u00fcr das Boot kaufen und machen uns zuerst mit dem Taxi und dann zu Fu\u00df auf den Weg. Einiges ist bei der Reparatur nicht ganz gut gelaufen und wir brauchen einige Stunden bis wir die unterschiedlichen L\u00e4den gefunden und noch gut 3 Stunden bis wir an Bord alles fertig haben. Abends gehen wir in eine Shopping Meile, dort gibt es einige China Fressbuden wo man nach Tellergr\u00f6\u00dfe bezahlt. Da lernt man stapeln und die Augen sind wie immer gr\u00f6\u00dfer als der Magen. In Cairns gibt es fast nur junge Leute und den ganzen Tag ist irgendetwas los. Die Hotpants Mode scheint hier auch angekommen, je k\u00fcrzer des do besser. Das ist schon eine harte Nummer f\u00fcr die Augen von uns M\u00e4nnern. Allerdings, und das ist \u00e4hnlich wie bei uns in Deutschland mit der Leggins Mode, scheint jeder zu versuchen in solche hei\u00dfen H\u00f6schen hineinzukommen, dass tut dann den Augen nicht mehr so gut &#x1f60a; abends gehen wir noch in einen originellen Pup und trinken ein Bier. Danach in die Koje, es ist kalt, 15 Grad, und wir m\u00fcssen fr\u00fch raus. Wir wollen morgen mit einem historischen Zug in einen Ort im Regenwald fahren und abends mit der Seilbahn zur\u00fcck \u00fcber den Wipfeln des Regenwaldes.<br \/>\n19.06. Dienstag<br \/>\nUm 7.45 Uhr werden wir von einem Kleinbus von der Marina abgeholt und zum Bahnhof gebracht. Sch\u00f6ner Bahnhof, er wird aber kaum noch gebraucht, da hier jeder mit dem Auto oder dem Flieger unterwegs ist. Die Fahrt ist ganz sch\u00f6n nach Kuranda und die Schaffnerin ist eine Deutsche aus Mainz, die sich sehr dar\u00fcber freut mal wieder Deutsch zu sprechen. Sie ist hier vor 15 Jahren h\u00e4ngengeblieben und ihr Mann lernt kein Deutsch, so sagt sie bedauernd. Der Ort ist voll f\u00fcr Touris aufgebaut und es gibt einen Souvenir- Laden neben dem anderen. Kuranda war fr\u00fcher eine Hippihochburg und ein paar sind noch \u00fcbrig, die sehr originelle L\u00e4den betreiben. Die 3 Stunden in dem Ort vergehen etwas z\u00e4h und wir freuen uns auf die R\u00fcckfahrt in der Gondel, die sich wirklich lohnt. 16.30 Uhr liefert uns der Bus wieder an der Marina ab und wir beginnen unseren Einkaufs Marathon f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage auf See. Abends wieder zum Chinaimbiss und schnell an Bord.<br \/>\n20.06. Mittwoch<br \/>\n9.30 Uhr geht es los und wir wollen nach Lizart, ca. 140 SM, dort vermuten wir auch noch Kalli und Hanne die dort schon 1 Woche auf besseres Wetter nach Papua-Neuguinea warten. Das ist f\u00fcr die beiden sehr schlimm da ihr Visum abgelaufen ist und sie nicht mehr an Land d\u00fcrfen. Sie hatten deshalb auch schon \u00c4rger mit den Beh\u00f6rden die sie aufs Meer dr\u00e4ngen wollten. Wir kommen im Schnitt mit 5 SM die Stunde voran und am Abend wird der Wind st\u00e4rker.<br \/>\n21.06. Donnerstag<br \/>\nDie Nacht wird richtig st\u00fcrmisch und wir fliegen mit zum Teil bis 10 Knoten dahin. Um 7.30 Uhr sind wir vor Lizart und sehen schon von weitem das Boot von Kalli und Hanne. Ich pfeife so laut ich kann aus 50 Meter Entfernung gegen den Wind, Kalli kommt an Deck geschossen und er und Hanne freuen sich sehr uns zu sehen. Kalli nat\u00fcrlich mit der Kamera in der Hand. Wir ankern gleich neben ihnen und kommen erst mal mit einem Seemannsfr\u00fchst\u00fcck, ohne Speck, an. Danach gibt es wieder ein paar Arbeiten am Motor zu erledigen bevor wir zur Silberm\u00f6we r\u00fcberfahren. Wir sind zum Kartoffelpufferessen eingeladen und verfrachten die Batterien, die wir aus Port-Vila f\u00fcr die Beiden mitgebracht haben, im Dingi. Blos nicht so kurz vor dem Ziel ins Wasser fallen lassen. Es gibt viel zu erz\u00e4hlen und die Puffer von Hanne sind super. F\u00fcr abends laden wir die beiden zu uns zum Essen ein. Heiner und ich fahren an Land und besteigen erst einmal den Berg. Fotos von oben und danach etwas schnorcheln. Heiner holt die beiden um 18 Uhr ab und sie verlassen das erste Mal seit einer Woche ihr Boot. Es wird ein sch\u00f6ner Abend und Kalli und Hanne sind sich immer noch nicht sicher wann sie weiterfahren und wohin.<br \/>\n22.06. Freitag<br \/>\nWir starten um 9.30 Uhr nicht ohne vorher noch mit dem Dingi zur Silberm\u00f6we zu fahren und uns zu verabschieden. Wir sollen an Bord kommen, ich sage aber, dass wir genug getr\u00f6delt haben und gleich loswollen. Die beiden sind sich immer noch nicht schl\u00fcssig und ich sage so im Wegfahren, dass man sich irgendwann entscheiden muss und sie sollen nicht vergessen das sie in die Karibik wollen. Wir also Anker auf und Hanne sagt so im Vorbeifahren \u201cjetzt habt ihr es aber eilig\u201c Ich rufe zur\u00fcck, nein, wir haben halt alles erledigt. Dann blicken wir aus einigen hundert Metern Entfernung noch mal zur\u00fcck. Kalli holte gerade den Anker hoch und folgt uns &#x1f60a; Sch\u00f6nes Passatsegeln bei um die 6 Knoten. Die Silberm\u00f6we verlieren wir schnell aus den Augen, da sie mit kleinem Segel nur so um die 4-5 SM die Stunde segeln. Wir wollen \u00fcber Nacht und mal sehen wann wieder eine sch\u00f6ne Insel kommt. Ich bin gespannt, denn wir segeln an der unbewohnten K\u00fcste, S\u00fcmpfe, von Australien. Hier gibt es aber wenigstens keine Haie. Wo es Krokodile gibt, da gibt es keine Haie. &#x1f60a;<br \/>\n23.06. Samstag<br \/>\nWir haben guten Wind, dass Segeln in dem Reef ist allerdings sehr anstrengend. Man muss immer sehr aufmerksam sein und oft die Segel ver\u00e4ndern da es viele Richtungswechsel um die Inseln und Reefs gibt. Besonders nachts ist es eine Herausforderung, allerdings wird einem auch nicht langweilig. Zum Ankern haben wir nie die richtige M\u00f6glichkeit, entweder es gibt keine interessanten Inseln oder wir kommen nachts an welchen vorbei und wollen das Ankern im Dunkeln nicht riskieren. Abends gibt es H\u00e4hnchen Curry.<\/p>\n<p>24.06. Sonntag<br \/>\nEin weich gekochtes Ei und Wei\u00dfbrot an Deck und wir beschlie\u00dfen nicht mehr zu ankern und bis zu der n\u00f6rdlichsten Spitze Australiens zu segeln. Leider wird es sp\u00e4ter und wir kommen erst im Dunkeln um 20.30 Uhr vor Thursday Island an. Wir ankern dann gegen\u00fcber vor einer Nachbarinsel im gesch\u00fctzten Bereich. Ein Bier und einen Wein, ein paar Telefonate mit zuhause, endlich Telefonnetzt, und es geht in die Koje, wir sind v\u00f6llig erledigt.<br \/>\n25.06. Montag<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck Anker hoch und r\u00fcber nach Thursday Island zum Einkaufen. Erst mal in ein Caf\u00e9, endlich wieder Wifi. Wir brauchen \u00fcber eine Stunde f\u00fcr WhatsApp und Mails. Dann einkaufen f\u00fcr den Schlag nach Darwin. 689 Mailen. Heiner bekommt von Hanne eine WhatsApp und die Info, das sie vor Marschall Island vor Anker liegen. Was wir nicht vermuten ist, dass sie durchgesegelt sind und nur 2 Meilen von uns weg sind. Wenn wir das gewusst h\u00e4tten, h\u00e4tten wir ihre Lebensmittel auff\u00fcllen k\u00f6nnen, da sie ja nicht an Land d\u00fcrfen. Um 14.30 Uhr nehmen wir den Anker hoch und segeln los. Der Wind soll nicht sehr stark werden, als ich aber in der Entfernung die ganzen Sch\u00e4fchenwolken sehe denke ich bei mir, ob das wohl stimmt. Schon am Anfang haben wir durch die Str\u00f6mung ordentliche Fahrt und im freien Gew\u00e4sser haben wir bis zu 35 Knoten Wind von Achtern. Wir fliegen nur so dahin mit ca. 8 SM Schnitt in der Stunde. Wir essen nur Brot und die Zubereitung ist schon schwierig genug, da die Wellen mittlerweile eine H\u00f6he von mindestens 5 Metern erreichen.<br \/>\n26.06. Dienstag<br \/>\nDie Nacht war unruhig und an Schlafen war kaum zu denken, denn der Wind und die Wellen wurden noch st\u00e4rker. Wir begegnen vielen Frachtern aus China die leer nach Australien fahren und mit Kohle wieder zur\u00fcck. Etwas f\u00fcr die gute Luft in China durch Kohlekraftwerke tun. Hat ja auch Vorteile, dass heizt den Markt f\u00fcr Mundschutzutensilien an. Wie lange die Menschen das wohl noch mitmachen.<br \/>\nWir haben unseren Rekord an Seemeilen aufgestellt. In den ersten 24 Stunden haben wir 178 SM zur\u00fcckgelegt. Der Wind geht so weiter aber Heiner bekommt doch zum Abendbrot super Schnitzel hin. Unsere Wachen haben wir ver\u00e4ndert. Der 3 Stunden Tackt hat uns zu wenig schlafen gelassen. Wir machen jetzt 4 Stunden. Ich mache freiwillig immer die erste von 20 bis 0 Uhr und die dritte von 4 bis 8 Uhr.<br \/>\n27.06. Mittwoch<br \/>\nDer Wind bleibt so stark, doch die Wellen werden immer h\u00f6her. Zu unserer Freude schlagen sie jetzt auch mal seitlich ein, nat\u00fcrlich meistens dann, wenn jemand von uns drau\u00dfen sitzt, meistens ich &#x2639;<br \/>\nIn Port-Vila haben uns in der Zeit auf der Werft die M\u00fccken fast zerstochen und wer mich kennt wei\u00df, dass wenn eine M\u00fccke in einem Kilometer von mir entfernt, mitbekommt das ich da bin, sie sich mit Sicherheit auf den Weg macht um mich zu stechen. So auch in Port-Vila. Wir hatten uns so viel Spray besorgt, dass wir dachten wir vergiften uns selbst, die M\u00fccken haben sich k\u00f6stlich am\u00fcsiert. Das Spray wurde also mit der Zeit immer st\u00e4rker, dass sich selbst eine riesige Kakerlake die sich zu uns an Bord begeben hatte um dort ihre Eier abzulegen, vor der Ablage ergeben hat und sich von Heiner raustragen lassen musste. Also war das Spray doch nicht umsonst und wir sind bis heute frei von den Viechern. Leider hatte sich ein M\u00fcckenstich bei mir sehr entz\u00fcndet und die gute alte Bepanthen musste herhalten. Immer wenn ich dachte jetzt heilt es endlich ging die Entz\u00fcndung wieder von vorne los. Heute habe ich mich zu einem Verband entschieden und beschlossen in Darwin zum Arzt zu gehen. Au\u00dferdem nehme ich das Antibiotikum das mir meine \u00c4rztin prophylaktisch mitgegeben hatte. Den Beipackzettel h\u00e4tte ich allerdings nicht lesen sollen, der macht mehr Angst als ich ertragen kann. Die Anwendungsgebiete \u00fcberzeugen mich dann doch: Entz\u00fcndung der Atemwege, Geschlechtskrankheiten, Entz\u00fcndungen der Haut usw. also denke ich so bei mir, schaden kann es nicht &#x1f60a;<br \/>\nAbends gibt es Speckkartoffeln nach einem Rezept von Angelika Klaiber, lecker, aber die Zubereitung bei 6 bis 7 Windst\u00e4rken und Wellen von weit \u00fcber 5 Meter machen das Ganze nicht zu einem Vergn\u00fcgen und das Putzen danach auch nicht. Wir haben jetzt fast Vollmond und das Segeln ist bei dem Licht des Mondes und der Sterne sehr sch\u00f6n. Wenn die Wellen doch mal etwas kleiner werden w\u00fcrden. Noch 318 SM bis Darwin.<br \/>\n28.06. Donnerstag<br \/>\nKeine Besonderheiten, au\u00dfer Duschen am Heck und Pasta Bolognese (Scharf) von Heiner. Mein Antibiotikum scheint etwas zu wirken, meine Wunde sieht schon besser aus. Naja was soll schon geschehen, schwerbehindert bin ich ja schon. Die Wellen und der Wind lassen etwas nach. Wir haben heute 160 SM geschafft, noch 200 bis Darwin.<br \/>\n29.06. Freitag<br \/>\nNachts wird das Meer sehr ruhig und wir kommen an dem ersten Leuchtfeuer auf New Year Island vorbei. Die Uhrzeit wird um 30 Minuten zur\u00fcckgestellt. Ich koche, es gibt Knipp aus der Dose von Gerwinard und als Ausnahme ein Bier dazu. Alles sehr lecker.<br \/>\n30.06. Samstag<br \/>\nDas Wasser gleicht einer Badewanne, es wird sehr warm und es ist v\u00f6llige Windstille. Die letzten 80 SM m\u00fcssen wir dieseln, gut f\u00fcr die Batterien. In Darwin angekommen, m\u00fcssen wir erst mal ankern und Heiner muss zum Schleusenw\u00e4rter, der am Wochenende alles machen muss, da niemand von der Marina anwesend ist. Das ganze Spiel, inklusive Schleusen, dauert von 07 \u2013 12.30 Uhr. Sehr nervig nach der langen Tour und bei dem Preis f\u00fcr die Marina auch unverst\u00e4ndlich, dass wir so lange warten m\u00fcssen. Sch\u00f6ne Marina, aber wir begeben uns nach einer kurzen Pause in die Stadt, da ich auch zu einem Arzt m\u00f6chte. Das Zentrum ist zu Fu\u00df ca. 20 Minuten entfernt und beim Arzt, den wir nur mit einem Taxi finden, werde ich wieder weggeschickt, da keiner der Anwesenden 5 \u00c4rzte f\u00fcr meine Wunde am Fu\u00df ausgebildet war. Ich soll morgen wiederkommen. Es ist ziemlich anstrengend nach den fast 2 Wochen wieder in den Trubel zu kommen, auch das laufen f\u00e4llt schwer und die Breite des B\u00fcrgersteigs scheint nicht auszureichen. In einem Reiseb\u00fcro buchen wir eine zweit\u00e4gige Reise in den Kakadu Nationalpark mit \u00dcbernachtung im Zelt. Die junge Frau im Reiseb\u00fcro ist aus Stuttgart und jobbt eine Zeitlang in Australien. Das macht die Buchung nat\u00fcrlich sehr leicht. Dann geht es auch schon bald wieder in die Marina und wir trinken f\u00fcr 9 Dollar ein Bier. Wir machen lieber an Bord weiter da uns bei den Preisen der Durst vergeht. Morgen am 01.07. ist hier ein Nationalfeiertag.<br \/>\n01.07. Sonntag<br \/>\nSch\u00f6n wieder warm zu duschen. Ich entscheide nicht zum Arzt zu gehen, da ich mehr Vertrauen in meine Behandlung bekommen habe. Die Wunde sieht schon besser aus und das Antibiotika erledigt den Rest. Wir erledigen noch ein paar Sachen im und am Boot und einmal W\u00e4sche. Danach geht es um ca. 12.30 Uhr in die Stadt. Heute wird, wie bei uns am Silvester, den ganzen Tag geknallt und abends gibt es ein Feuerwerk f\u00fcr 150000 Dollar am Hauptstrand. Als wir am Strand ankommen sind scheinbar alle Autos aus Darwin auf dem Weg dorthin und es wimmelt nur so von Menschen, ich sch\u00e4tze so 70000 bis 100000 Besucher auf dem Markt entlang des Strands. Am Strand ist eine gro\u00dfe B\u00fchne aufgebaut und das ganze sieht aus wie ein Festival. \u00dcberall in der Stadt und am Strand werden Raketen gez\u00fcndet und auf der B\u00fchne treten uns nicht bekannte, tolle australische Bands auf. Richtig Klasse, aber jeder wartet auf das gro\u00dfe Feuerwerk. Um 20.30 Uhr ist es dann so weit. Ein solches Feuerwerk im Einklang mit der Musik habe ich noch nicht gesehen, es ist atemberaubend sch\u00f6n und wird von 3 Schiffen in der Bucht abgefeuert. Wenn wir das geahnt h\u00e4tten w\u00e4ren wir auch mit der D\u00f6rtita in die Bucht gefahren. Danach gehen wir an Bord um endlich ein Bier zu trinken. Das verr\u00fcckte war, dass es kein Bier oder Alkohol zu kaufen gab, trotz der vielen St\u00e4nde, ich sch\u00e4tze mal 200. Die Besucher haben sich alles mitgebracht, das wussten wir leider nicht und wir waren nach 6 Stunden ganz sch\u00f6n unterhopft. Wir konnten dann die Nacht kaum schlafen, da die ganze Nacht geknallt wurde.<br \/>\n02.07. Montag<br \/>\nWir stehen um 5 Uhr auf, da wir um 7 Uhr in der N\u00e4he der Marina zu unserer Tour abgeholt werden. Dort stehen noch zwei junge Leute aus Australien. Tammy und Mark. Der Fahrer, Dess, kommt etwas zu sp\u00e4t mit einem Toyota Gel\u00e4ndewagen und einem Anh\u00e4nger angerauscht. Der Anh\u00e4nger ist extra f\u00fcr solche Touren konstruiert, s\u00e4mtliche Verpflegung, Getr\u00e4nke und auch die Zelte, samt Matratzen befinden sich in und auf dem Anh\u00e4nger. In der Stadt holen wir noch Marcel aus dem Schwarzwald und einen jungen Mann aus China, genannt Felix ab. Marcel hat nach seiner Ausbildung als Tierarzthelfer 6 Monate in Australien gearbeitet und sieht sich nun das Land an, solange sein Geld reicht. \u00dcber Felix k\u00f6nnte ich entlang der zwei Tage ein Buch schreiben, er war etwas der Au\u00dfenirdische aber sehr freundlich. Dess jagte los, als wenn wir auf der Flucht w\u00e4ren, mir gef\u00e4llt der Fahrstiel allerdings da er meinem \u00e4hnelt. Als wir aber von der festen Stra\u00dfe in den Busch abfuhren fragte ich mich schon ob der Fahrstiel auch dem Toyota so gut gef\u00e4llt. Wir sind dann sehr lange gefahren bis wir an einer Stelle ankamen an der Krokodile sein sollten, vorweggenommen, wir haben viele S\u00fcmpfe angefahren an denen Krokodile leben, gesehen haben wir keins. Vorher ist noch der Rest unserer Truppe, wir waren 17 Personen, mit ihrem F\u00fchrer, Tom, zu uns gesto\u00dfen. Tom war so der Denker und Spirituelle, Dess der Raser &#x1f60a; Wir sind dann ein paar Stunden in die Berge gewandert zu einer sch\u00f6nen Stelle mit Wasserfall, vielen Felsen und tollen Bade- und Kletterm\u00f6glichkeiten. 3 Stunden sp\u00e4ter fuhren wir dann zu unserem \u00dcbernachtungsplatz mitten in der Wildnis. Der Platz war super, mit barrierefreien WC und Duschen f\u00fcr solche Gruppen wie uns und Camper vorbereitet. Wir bekamen Zelte und etwas zu d\u00fcnne Matratzen, wie ich nachts feststellen durfte. Der Regenschutz der Zelte wurde weggelassen, sodass man die ganze Nacht Sterne kucken konnte und Tiere und M\u00fccken keinen Zugang hatten. Tom und Dess bereiteten das Essen vor und wir gingen Sonnenuntergang schauen. Danach ging es erst mal duschen. Leider brannte in dem Bereich f\u00fcr Herren kein Licht, aber es war D\u00e4mmerlicht und man konnte einigerma\u00dfen sehen. Duschen kann ich auch im Dunkeln, ich kenne mich ja schon ein paar Tage. Dann hatte Felix, unser Chinese einen seiner Auftritte und ist erst mal in den Bereich f\u00fcr Frauen einmarschiert, dort war Licht, und ich konnte von nebenan h\u00f6ren wie ihm fast freundlich erkl\u00e4rt wurde das er sich im Damenbereich befinden w\u00fcrde. Er also wieder zum Zelt und hat sein Handy geholt mit dessen Licht er dann duschen konnte. Die Chinesen sind einfach geil, wasserdichte Handys. Das unterwegs gesammelte Holz, Eukalyptus, aus dem auch die Didgeridoos von den Aborigines gebaut werden, f\u00fcr das Lagerfeuer brennt so super und entwickelt sehr schnell tolle Glut zum Grillen. Das hat Tom dann super gemacht und es gab ein tolles Grill B\u00fcfett. Danach wurde es gem\u00fctlich und Tom hat Didgeridoo und Dess Gitarre gespielt, super ganz nach meinem Geschmack. Leider hatte dann jemand den Wunsch, Sterne zu schauen und Tom ist mit dem gr\u00f6\u00dften Teil der Gruppe auf ein freies Feld gegangen und leider erst ca. 2 Stunden sp\u00e4ter zur\u00fcckgekommen. Wir also schon fr\u00fch ins Zelt und auch Sterne schauen. Leider habe ich fast nicht geschlafen da es mir mein R\u00fccken nicht erlauben wollte auf der d\u00fcnnen Matratze, mit sehr viel Bodenber\u00fchrung, zu schlafen.<br \/>\n03.07. Dienstag<br \/>\nIch war froh, als Tom uns um 5 Uhr geweckt hatte, es sollte noch im Morgengrauen zu den Jim Jim Wasserf\u00e4llen gehen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ging es los und es war sehr sch\u00f6n beim Sonnenaufgang und vor anderen Touristen dort zu sein. Danach Lunch am Krokodil See, ohne Krokodil. Weiter ging es dann zu einer Gedenkst\u00e4tte der Aborigines mit vielen Wandmalereien, die belegen, dass sie schon vor 60000 Jahren dort gelebt haben. Viele von ihnen leben noch heute in ihren Traditionen in v\u00f6lliger Abgeschiedenheit. Mir tun nur die leid, die jetzt in der Welt der Wei\u00dfen, als Gast in ihrem eigenen Land leben m\u00fcssen und mir wie Fremdk\u00f6rper erscheinen. Viele trinken auch und liegen bettelnd und schlafend auf den Stra\u00dfen. Es ist einfach schade und so \u00e4hnlich wie es den Indianern in den USA und Kanada ergangen ist. Soweit ich wei\u00df sogar noch schlimmer, ihnen wurden noch in den sechziger Jahren die Kinder weggenommen und in Heimen untergebracht da sie nach der Methode der Australier erzogen werden sollten. Auf dem R\u00fcckweg nach Darwin, passiert bei 140 km\/h mit dem Anh\u00e4nger, im Busch auf einer Schotterstra\u00dfe, dass was passieren musste. Der Motor nahm sich eine Auszeit, die Motor\u00fcberlastungslampe brennt und geht auf gedrosselte Leistung bei 80 km\/h. Ich kenne diese schei\u00df Lampe von meinem Auto und versuche Dess zu erkl\u00e4ren das er langsam fahren muss und den Motor mal neu starten soll. Das macht er nach langem gezeterte auch und siehe da, der Motor bringt volle Leistung. Dess h\u00e4lt es allerdings nicht lange aus, \u00fcberholt mit 150 und der Motor zeigt ihm wo der Frosch seine Haare hat. Den Rest der Strecke, 150 Km fahren wir mit 80 nach Darwin. Das schlimmste f\u00fcr Dess ist, zudem das ihn nun alle \u00fcberholen allerdings, dass er den n\u00e4chsten Tag wieder eine Tour machen muss und sein Chef nur einen Minibus, nicht Gel\u00e4ndeg\u00e4ngig und 100 Km\/h schnell, f\u00fcr ihn hat &#x1f60a; Die Tour war sehr sch\u00f6n und die Truppe war auch toll, leider haben wir sehr wenig Tiere gesehen. Nur 3 Wallabys, von denen zwei \u00fcberfahren an der Stra\u00dfe lagen und ein paar V\u00f6gel. Nach der Tour war dann auch die Luft raus und wir gingen f\u00fcr 9 Stunden in die Koje.<br \/>\n04.07. Mittwoch<br \/>\nWir beschlie\u00dfen am Donnerstag weiter nach Indonesien Kupang zu gehen und ruhen uns nach ein paar Erledigungen im Park vor dem Haupthafen der Stadt aus. Dort gibt es auch frei Wifi, dass ist schon mal die halbe Miete. Abends Pizza, ein paar Wein an Bord und ab in die Koje.<br \/>\n05.07 Donnerstag<br \/>\nSchon wieder mit Wecker aufstehen, wir m\u00fcssen um 9 Uhr ausklarieren. L\u00e4uft reibungslos und wir gehen noch etwas in den Hafen bevor wir einkaufen. Wein bekommen wir leider nicht, da es den erst ab 12 Uhr gibt. Die spinnen, die Australier. Teuren Wein in Flaschen und Schnaps kann man jederzeit kaufen, nur Wein in Tetrapacks, der an Bord sehr praktisch ist, den gibt es erst ab 12 Uhr. Wir hatten so viele Eink\u00e4ufe und der Supermarkt ist so weit entfernt, dass wir mit dem Taxi zur Marina gefahren sind. Schade, auch darum, da wir erst morgens erfahren haben, dass Senioren, also Heiner, &#x1f60a; kostenlos Bus fahren k\u00f6nnen. Um 2 Uhr geht es durch die Schleuse und wir k\u00f6nnen tanken. Wir m\u00fcssen leider dieseln, dazu kommt noch, dass die automatische Steueranlage nicht geht. Heiner hat den Fehler aber bald gefunden und unsere Reise zu dem n\u00e4chsten Kontinent kann weiter gehen. 460 SM<\/p>\n<p>06.07.Freitag<br \/>\nKein Wind, wir dieseln fast durchg\u00e4ngig und das Wasser ist ruhiger als auf unserer Kiesgrube in Daverden. Abends Speckkartoffeln, Alfonso, mit sauren Heringen.<br \/>\n07.07. Samstag<br \/>\nDas Wetter setzt sich so fort und wir versuchen mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg mit dem Blister zu segeln. Heiner f\u00e4ngt einen Tunfisch von ca. 6 Kg, wenigstens was zu essen. Nach dem Essen gehe ich nach vorne um den Sonnenuntergang zu fotografieren und denke so bei mir, w\u00e4re doch mal sch\u00f6n, wenn ein Delphin vor dem Sonnenuntergang ins Foto springt. 5 Minuten sp\u00e4ter kommen 3 Delphine und begleiten unser Boot f\u00fcr ca. 15 Minuten. Sehr sch\u00f6n, sie haben mich geh\u00f6rt. Noch 180 SM bis Kupang auf Timor.<br \/>\n08.07. Sonntag<br \/>\nDer Wind wird st\u00e4rker, wir werden kr\u00e4ftig durchgesch\u00fcttelt und machen endlich gute Fahrt. Leider nehmen wir den Blister zu sp\u00e4t runter und Heiners alter Blister zerrei\u00dft in zwei Teile.<br \/>\n09.07. Montag<br \/>\nWir kommen nachts um 3 Uhr, neue Zeit, in Timor, Kupang, an. Der Weg ist die letzten 10 Meilen etwas anstrengend, ich sitze vorne am Vorsegel mit einer Taschenlampe, da wir uns durch viele Fischer, beleuchtet und unbeleuchtet, schl\u00e4ngeln m\u00fcssen. Um 9 Uhr ruft Heiner den Agenten, den Ute empfohlen hat, an. Er will um 10 vorbeikommen und den Besuch mit einem anderen Boot verbinden. Heiner f\u00e4hrt dann mit ihm mit und ich soll ihn um 11.30 am Strand abholen. Heiner kommt um 1 Uhr, da Nappa ihn wenig unterst\u00fctzt hat und ihn mit einem Neffen mit dem Roller durch die Gegend geschickt hat. Abends um 18 Uhr haben wir dann endlich alle Papiere und das Visum. Alles mit etwas schmieren. Zwei Bier in der Bar 999, mit Internet und Nasi Goreng. Endlich mal bessere Preise. Zwei Essen und zwei halbe Bier etwas \u00fcber 10 Euro, 200000 Rupien. Das tollste ist der Verkehr und die ganzen Roller, sie fahren scheinbar ohne Regeln. In Kupang leben 600000 Menschen und mich beschleicht das Gef\u00fchl, dass jeder einen Roller hat und den auch gleichzeitig benutzen m\u00f6chte.<br \/>\n10.07. Dienstag<br \/>\nMorgens muss Heiner noch mal zum Hafenmeister mit Nappa, wieder schmieren und 2 Stunden warten. Danach Fahren wir mit einem Minibus, die Busse sind hier nur f\u00fcr Zwerge ausgelegt und ich muss regelrecht zur T\u00fcr reinkriechen, in die Stadt. Besonders die jungen Frauen und M\u00e4dchen lachen sich halb kaputt, wenn sie uns Langnasen sehen und k\u00f6nnen sich fast nicht mehr beruhigen. Das setzt sich fort als wir durch die L\u00e4den schlendern und ich nach Schuhen f\u00fcr mich schaue, nur noch Lachen, deren Gr\u00f6\u00dfen h\u00f6ren bei 43 auf und in 43 gibt es schon sehr wenige zur Auswahl. Das Leben pulsiert in den Stra\u00dfen und wir gehen voll darin unter bei den freundlichen Menschen. Dann erst mal ein Bier in der Bar 999. Wir bleiben wie immer nicht lange alleine da alle mit uns ins Gespr\u00e4ch kommen wollen. Heute ist es ein Anwalt und sein Assi. Die kommen zu unserem Tisch und bringen gleich ein Bintang, Bier, f\u00fcr jeden mit. Besonders der Anwalt hat sofort einen Narren an mir gefressen und er ist Fu\u00dfball Fan. Die Indonesier wetten sehr gerne auf Fu\u00dfball und auch mein Freund der Anwalt hat einige 100000 Rupien verloren als Deutschland bei der WM ausgeschieden ist. Es wird ein sehr lustiger Nachmittag und ich kann mich gut mit meinem Denglisch mit den Indonesiern mit ihrem Indiolisch verst\u00e4ndigen &#x1f60a;. Als der Anwalt dann am Tisch eingeschlafen ist geht es f\u00fcr uns zum Nachtmarkt. Was sich Tags als Bretterbuden entlang bestimmter Stra\u00dfen zeigt entwickelt sich bei Dunkelheit zu einer Fressmeile, bunt, voll und einfach super. Wir essen Bami mit Fisch und H\u00fchnchen. Danach wieder in die Bar 999 mit Life Musik, aber leider nichts los. Heute haben wir ausnahmsweise mal etwas mehr getrunken aber wir finden zum Boot, m\u00fcssen aber mit dem Dingi, bei Ebbe, sehr weit durch den Schlick waten.<br \/>\n11.07. Mittwoch<br \/>\nWir entscheiden abends weiter nach Savu zu gehen und fahren noch mal, etwas au\u00dferhalb der Stadt, zu dem gr\u00f6\u00dften Kaufhaus von Kupang. Das Kaufhaus ist gro\u00df, aber es gibt im Supermarkt f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse wenig zu kaufen. Wir gehen also mit viel Wasser, Bier, Obst, Gem\u00fcse und ein paar Handt\u00fcchern f\u00fcr Heiner in Richtung Bar 999. Eine letzte WhatsApp und dann an Bord. Um 17 Uhr sagen wir Adios Kupang. 102 SM bis Savu.<br \/>\n12.07. Donnerstag<br \/>\nNach Ende meiner ersten Wache um 0.00 Uhr gehe ich in die Koje und sp\u00fcre unter meiner Decke etwas L\u00e4ngliches und denke es ist wieder ein Werkzeug aus dem Regal ins Bett gefallen. Ich nehme die Decke hoch und darin liegt ein Fisch, Gott sei Dank ein weiblicher. Er ist mir beim L\u00fcften in die Lucke gesprungen. Wir ankern um 9 Uhr in einer sch\u00f6nen Bucht und machen uns auf den Weg in den Ort. Da die Tiede hier aber sehr hoch ist m\u00fcssen wir das Dingi sehr weit schleppen. Dann geht es 2 Km bis in den Ort am Strand entlang. Die Menschen hier leben alle in sehr \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen, scheinen aber alle sehr zufrieden und alle Kinder gr\u00fc\u00dfen freundlich mit hallo Mister. Den Ort, fast ausschlie\u00dflich Muslima, haben wir schnell verstanden und gehen 2 Stunden sp\u00e4ter wieder zu unserem Boot. Heiner macht Kaiserschmarren mit dunklem Mehl, wir hatten in Darwin das falsche gekauft, schade um die vielen Eier.<br \/>\n13.07. Freitag<br \/>\nFreitag der 13 ist mein Gl\u00fcckstag. Aber es passiert nicht viel, beim Schnorchel im Riff wenig Fische und danach an Bord viel Ruhe. Vielleicht ist das ja mein Gl\u00fcck. Abends wollen wir weiter nach Sumba, 106 SM. Vorher gibt es noch Spaghetti Carbonara Alfonso. (Alle Rezepte k\u00f6nnen bei mir nachgefragt werden.<br \/>\n14.07. Samstag<br \/>\nKurz nachdem wir ankommen, kommt auch schon ein junger Mann, Amar mit einem Boot zu uns und fragt, ob er etwas f\u00fcr uns tun kann, er hat sich schon um Ute und Rainer gek\u00fcmmert wie sich sp\u00e4ter herausstellt. Als erstes bringt er unsere W\u00e4sche zur Reinigung. Heiner und ich erkunden den Ort zu Fu\u00df. War schon sehr weitl\u00e4ufig und es gab mehr M\u00e4rkte als in Kupang. F\u00fcr den Abend wird \u00fcberall Werbung f\u00fcr eine Veranstaltung gemacht die sich als Modenschau herausstellt und die wir schnell verstanden haben.<br \/>\n15.07. Sonntag<br \/>\nWir machen eine Besichtigung mit den Rollern und Amar und Jim als Fahrer. Viel hat die Insel nicht zu bieten, aber es macht Spa\u00df mit den Beiden. Ich bekomme endlich eine vern\u00fcnftige Massage die Amar organisieren konnte. Mein R\u00fccken hat schon sehr gelitten die letzten Wochen. Dann geht es zum Hafen und wir suchen uns Fisch aus der f\u00fcr uns gegrillt wird. Als der Junge die K\u00fchlbox mit den Fischen \u00f6ffnet, h\u00e4tte ich merken m\u00fcssen, dass etwas nicht stimmt, es hat so komisch gerochen. Um 20 Uhr holen wir den Anker ein und gehen zu den Komodos. 90 SM zu einer vorgelagerten Insel. Ab 22 Uhr, ich mache bis 1.30 Uhr Wache gehen dann die Magenschmerzen los und ich komme bis 8 Uhr nicht mehr vom T\u00f6pfchen. Fischvergiftung.<\/p>\n<p>16.07. Montag<br \/>\nIch habe nicht viel von dem Tag, da ich v\u00f6llig erledigt bin. Nachdem wir einen neuen Defekt an der K\u00fchlwasseranlage entdeckt haben und Heiner das Ersatzteil per Satelitentelefon bei Spatz und Heitm\u00fcller bestellt hat gehen wir weiter nach Komodo. Die 12 SM werden sehr anstrengend da wir bis zu 6 Knoten Str\u00f6mung gegen uns haben und sehr abdriften. Letztendlich ben\u00f6tigen wir f\u00fcr die kurze Strecke 6 Stunden. Nur noch kurz essen und ins Bett. Morgen geht es zu den Waranen.<br \/>\n17.07. Dienstag<br \/>\nAls ich um 6 Uhr kurz aufstehe sehe ich in der Ferne den Starklipper 2, kleiner Segel- Kreuzfahrer den wir schon aus der Karibik kennen, und viele kleine Touristen Schiffe auf uns zukommen. Wir also schnell ins Dingi und zum Nationalpark. Dieser ist eine Gelddruckmaschine. Wir zahlen 640000 Rupien, ca. 40 Euro Entwicklungshilfe und werden von einem Ranger 4 Kilometer gef\u00fchrt. Dann kommt auch ein Waran, er liegt etwas schl\u00e4frig vor einer H\u00fctte, wird wohl St\u00fcndlich gef\u00fcttert, und wir werden mit ihm fotografiert. Am Strand sehen wir dann noch einen in Aktion. Zu sp\u00e4t f\u00fcr Warane schauen, vom Steg kommen hunderte Touristen und wir machen uns lieber wieder aus dem Staub. Wir segeln weiter zu einer wundersch\u00f6nen Bucht, ca. 12 SM und ich gehe schnorcheln. Sehr viele Fische im Rif. Abends gibt es Kaiserschmarren, mit richtigem Mehl, lecker, doch mein Magen sagt immer noch nein zu Essen.<br \/>\n18.07. Mittwoch<br \/>\nWir gehen fr\u00fch los in Richtung Sumbawa. Haben aber wieder einmal starken Gegenstrom von bis zu 6 SM. F\u00fcr die erste SM brauchen wir fast 45 Minuten dann drehen wir nach Westen ab und es wird besser. Immer noch kein Segelwind. Um 18 Uhr kommen wir in der Hauptstadt an. Riesiger Hafen aber schlecht f\u00fcr Segler ausgelegt. Bima ist sehr laut und dreckig, sodass wir beschlie\u00dfen schnell einzukaufen und wieder an Bord zu gehen, da wir nicht wissen was die Tiede mit dem Dingi macht. Vorher essen wir noch Nasi Goreng mit Sate und Orangensaft. Sehr lecker und alles zusammen nur 3.50 Euro. Meinem Magen gef\u00e4llt das essen noch nicht so und ich sitze nachts daf\u00fcr zur Strafe.<br \/>\n19.07. Donnerstag<br \/>\nDie Nacht war sehr laut vom Hafen her und wir gehen weiter nach Kilo. Die Menschen, dass muss man einfach immer wiederholen, sind einfach klasse, freuen sich uns zu sehen und wollen mit uns ins Gespr\u00e4ch kommen. Besonders die Kinder, f\u00fcr die wir auch auf Kilo eine Attraktion sind, werden wohl Wochen etwas \u00fcber die Erlebnisse mit den gro\u00dfen wei\u00dfen M\u00e4nnern erz\u00e4hlen k\u00f6nnen. Sonst hat Kilo rein Garnichts zu bieten und wir bekommen nicht mal Obst oder Tomaten. Wir lernen aber einen Lehreranw\u00e4rter kennen der den Kindern klar zu machen versucht, dass ohne Englisch wenig im Leben zu bewerkstelligen ist. Samstags sammelt er mit den Kindern immer M\u00fcll und wir sind \u00fcberrascht wie sauber es in dem Ort ist. Dann gehen wir \u00fcber Nacht weiter nach Badas Hafen, da wir Heiners Geburtstag in einem gr\u00f6\u00dferen Ort verbringen wollen.<br \/>\n20.07. Freitag<br \/>\nUm 0.00 Uhr singe ich Heiner ein St\u00e4ndchen beim Wachwechsel. Im zweiten Versuch finden wir um die Mittagszeit einen guten Ankerplatz der aber weit von der Stadt entfernt ist. Also mit dem Roller, als Sozius, in die Stadt Kaffee trinken. Mit dem Kaffee wird es leider nichts, wir bekommen aber an einem Stra\u00dfenstand Kakao und ein s\u00fc\u00dfes Br\u00f6tchen. Die beiden jungen Frauen an dem Stand freuen sich \u00fcber unseren Besuch und wir verbringen mit ihnen eine lustige Stunde, da die beiden kein Wort Englisch k\u00f6nnen und dauernd kichern. Sie haben aber gro\u00dfes Interesse an unserem Leben, wie es in Germany ist und was wir so machen. Nach einer Stadtbesichtigung finden wir tats\u00e4chlich eine Musik Bar \u201eDog Totuz\u201c die auch Bier hat. Der junge Betreiber und sein Freund freuen sich das sie Besuch aus Deutschland haben. Der Freund des Barbetreibers macht Fotos von uns und will sie in Netz stellen, da er Werbung f\u00fcr die Insel machen m\u00f6chte und in der Tourismus Branche arbeitet. Danach geht es gegen\u00fcber zum Chinesen und Heiner bestellt unterschiedliche Gerichte und Bier. Tolles Essen und am Ende bezahlt Heiner f\u00fcr das Geburtstags- Essen und 4 Bier umgerechnet 20 Euro. Dann mit dem Roller an Bord und Reste trinken. Ich habe Heiner ein Didgeridoo von den Aborigines geschenkt, dass ich aus Australien mitgebracht hatte.<br \/>\n21.07 Samstag<br \/>\nUnsere K\u00f6pfe sind schon etwas schwer heute aber nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck geht es weiter in Richtung Lombok. Gegen\u00fcber Gilli Lawang gehen wir, trotz Schwell, vor Anker und gehen noch schnell an Land da es eine Stunde sp\u00e4ter schon dunkel wird. Uns erwarten wie immer lachende, freundliche Menschen und wir bekommen sogar Tomaten, Bananen und Eier. Der Ort ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sauber und es wird Landwirtschaft betrieben. Zur\u00fcck an Bord gibt es Rinder Rouladen von Gerwinat. Noch zwei Bier und dann in die Koje. An der K\u00fcste direkt vor uns ist ein Gef\u00e4ngnis das die ganze Nacht voll beleuchtet wird.<br \/>\n22.07. Sonntag<br \/>\nWir starten nach Gilli Air, es soll eine Partyinsel sein. Mal etwas Musik kann ja nicht schaden nach 2 Monaten. An der K\u00fcste tauchen immer mehr Gef\u00e4ngnisse auf. Auf 5 SM sind es 6 riesige Anlagen. Gilli Air ist eine sch\u00f6ne Insel und wir liegen an einer Muring. Endlich etwas Leben, viele Kneipen und kleine Restaurants. Viele junge Europ\u00e4er, haupts\u00e4chlich aus den Niederlanden aber wir lernen auch eine Gruppe Deutsche kennen. Wird ein sch\u00f6ner Abend. Die Stra\u00dfen sind voll mit kleinen Pferdekutschen und auch wir machen eine Fahrt mit einer Kutsche um die Insel. Roller und Autos sind hier verboten. Meine R\u00fcckenschmerzen werden nicht besser.<br \/>\n23.07 Montag<br \/>\nWir fahren weiter zu einer zweiten Gilli, Trawangan. Sehr hohe See und wir haben Probleme eine Muring zu finden. Dann gehen wir \u00fcber einen kleinen Steg an Land. Hier tobt der B\u00e4r, es gibt Gruppen die eine Kneipentour gebucht haben, wir mitten drin. Auf dem R\u00fcckweg geschieht endlich was passieren muss, ich falle mit voller Montur und Rucksack aus dem Dingi. F\u00fcr heute reicht es erst einmal.<br \/>\n24.07. Dienstag<br \/>\nHeiner bringt mich an Land, er muss sich ausruhen. Ich schaue mir die Gilli kreuz und quer an und g\u00f6nne mir eine Massage. 1 Stunde f\u00fcr umgerechnet 7.50 Eureros. Ich bin auch etwas m\u00fcde und nicke bei der Massage kurz ein. Sp\u00e4ter im Kaffee beim Bezahlen sehe ich, dass sie mir bei der Massage 1000000 Rupien aus der Geldb\u00f6rse geklaut haben, ca. 60 Euro, Entwicklungshilfe. \u00c4rgerlich, aber l\u00e4sst sich nicht \u00e4ndern. Der Abend wird wieder gut und wir lernen viele junge Leute kennen. Auf dem R\u00fcckweg, mit etwas zu viel Allohol, st\u00fcrze ich erneut, aber dieses Mal nicht ins Wasser sondern \u00fcber eine Mauer am Strand. Die Blessuren an Hand und R\u00fccken sollen mich ein paar Tage, Wochen besch\u00e4ftigen. Blo\u00df weg hier bevor noch schlimmeres geschieht.<br \/>\n25.07. Mittwoch<br \/>\nWir gehen an eine Mooring vor Lembongan, 10 SM vor Bali. Die Brandung, weit \u00fcber 8 Meter hohe Wellen, ist so stark, dass wir keine M\u00f6glichkeit haben an Land zu gehen. Es wird eine sehr unruhige Nacht, so haben wir die ganze Zeit nicht geschaukelt. Ruhetag.<\/p>\n<p>26.07 Donnerstag<br \/>\nMorgens um 6.30 Uhr ruft Ute an und berichtet das die Marina auf ist, nachdem sie wegen Baggerarbeiten eine Woche gesperrt war. Wir also bald los und sehen schon von weitem die ganzen Spa\u00dfboote und Frachter. Mir ahnt nichts Gutes. Vor der Marina liegt ein riesiger Bagger aus Rotterdam und bearbeitet den Meeresboden, wir kommen aber soeben an ihm vorbei in die Marina. Sosehr ich mich mal wieder auf eine Marina gefreut habe, so entt\u00e4uscht bin ich auch. Dreckig und Laut ohne Ende. Man hat den Eindruck, dass jeder Flieger von Bali kommend \u00fcber uns hinweg geht. Zuerst gibt es ein Begr\u00fc\u00dfungsbier auf der Trinity. Dann fahren wir, nachdem wir klar Schiff gemacht haben, mit einem Taxi und Ute und Rainer zu einem gro\u00dfen Supermarkt. Endlich mal wieder einkaufen, wir waren v\u00f6llig leer. Der Taxifahrer sollte f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit unser Fahrer werden und er hat sich dar\u00fcber sehr gefreut, dass er fast 2 Wochen ein anst\u00e4ndiges Einkommen hatte. Leider war sein Englisch noch schlechter als meins und es gab einige Missverst\u00e4ndnisse bei den Absprachen. Abends, nachdem wir neben dem Supermarkt gut gegessen hatten, gehen wir dann noch bei Ute und Rainer an Bord. Gin und Wei\u00dfwein, es wird ein sch\u00f6ner Abend.<br \/>\n27.07 Freitag<br \/>\nMeine Hand ist sehr geschwollen und ich k\u00fchle die ganze Nacht mit K\u00fchl-Pads die mir Ute gegeben hatte. Der Bagger und die Flieger machen weiter und ich \u00fcberlege die ganze Nacht, ob ich das 10 Tage aushalte oder nicht doch in ein Hotel gehen soll. Mittags fuhren wir mit Ute und Rainer nach Kuta. In Kuta gehen wir erst mal getrennte Wege, da ich nach einem Tatoostudio Ausschau halten will. Gleichzeitig schaue ich mir auch ein paar Hotels an und lege ganz sch\u00f6n viele Km zur\u00fcck, leider alles ausgebucht. Als ich schon aufgeben will finde ich doch eins auf dem R\u00fcckweg in die City, es ist sauber und sehr g\u00fcnstig, ca. 15 Euro die Nacht. Ich reserviere gleich ab Sonntag bis zu meiner Abreise und bin richtig gl\u00fccklich, dass ich dem Dreck in der Marina endlich ausweichen kann. Als wir uns wieder treffen erz\u00e4hle ich es gleich und habe nat\u00fcrlich ein schlechtes Gewissen gegen\u00fcber Heiner, der versteht es aber und ist leider gezwungen in der Marina zu bleiben, da er noch so viel zu erledigen hat bis Ede kommt. Nach dem Abendessen fahren wir wieder zu den Booten, da wir am n\u00e4chsten Tag eine Inseltour mit dem Taxi machen wollen.<br \/>\n28.07. Samstag<br \/>\nAm Anfang sei bemerkt, dass wir den l\u00e4ngsten Teil unserer Tour im Stau standen. Es ist nicht zu erkl\u00e4ren wie viele Roller und Autos unterwegs sind und die Stra\u00dfen v\u00f6llig verstopfen. Jeder f\u00e4hrt wie er will, geregeltes Chaos. Zuerst fahren wir in alte Ruinen die heute nur noch von Affen bewohnt sind und 500 Touristen in der Stunde aushalten m\u00fcssen. Dann geht es weiter in Richtung des Vulkans der Bali immer noch \u00e4rgert und aktiv ist. Es geht durch Orte die \u00fcber viele Km an jeder Stra\u00dfenseite mit Verkaufsst\u00e4nden und Gesch\u00e4ften vollgebaut sind. Sch\u00f6ne Sachen, Steinarbeiten, Schnitzereien aber auch viel Schnickschnack. Wir fragen uns wer das alles kaufen soll. Mittag gibt es am Rand einiger Reisterassen, sehr sch\u00f6n. Dann geht es weiter zu einem Tempel in der N\u00e4he des Vulkans Barbur. Es gibt gerade viele Opfer- Zeremonien auf Bali und auch im Tempel. Dort m\u00fcssen wir sehr viel Eintritt bezahlen und uns auch noch einen Sarong ausleihen um hinein zu d\u00fcrfen. Wieder eine Gelddruckmaschine, naja, Entwicklungshilfe die sich gelohnt hat. Der Vulkan ist auch super zu sehen und nachdem wir auf einer Kaffeeplantage eine Kaffee- und Tee probe gemacht hatten qu\u00e4len wir uns wieder zur\u00fcck durch die Staus. Es ist noch schlimmer als morgens, da auf allen Stra\u00dfen wundersch\u00f6n gekleidete Frauen und M\u00e4nner unterwegs sind um ihre Opfergaben an heiligen Stellen abzulegen und zu beten. Richtig sch\u00f6n, wenn nur die Staus nicht w\u00e4ren. Um 18.30 Uhr sind wir dann an Bord, ich gehe allerdings noch zu einem Tatoostudio in der N\u00e4he des Hafens und mache einen Termin. Hier sind die Preise nur ein Drittel von dem wie in Kuta. Ute machte noch wie versprochen einen Blumenkohlauflauf, der ist Super lecker. Wir sind alle kaputt, aber es wird doch noch l\u00e4nger mit Wei\u00dfwein und Bintang. Heiner und ich trinken dann bei uns an Bord noch einen letzten Gin zusammen bevor ich die D\u00f6rtita verlasse. Meinem R\u00fccken habe ich durch einige Schlagl\u00f6cher und dem schlechten Sitz den Rest gegeben. Ibo muss verst\u00e4rkt ran.<br \/>\n29.07. Sonntag<br \/>\nNach einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck bei uns am Bord, mit Omelett alla Alfonsino, gehe ich packen und mache meine Kabine sauber in der ich 2,5 Monate gelebt, geschlafen habe. Schon ein komisches Gef\u00fchl nach der langen Zeit Abschied zu nehmen. Wir machen noch einige Arbeiten an Bord, wie Wasser, aus Kanistern, auff\u00fcllen und dann gehe ich noch mal in die dreckige Dusche. Der Abschiedsschmerz ist auf den Schlag verflogen und ich bin froh, wenn wir loskommen. Ute, Rainer und Heiner fahren mit mir in die Stadt und besichtigen mein Hotel. Alles super befunden und ich glaube f\u00fcr den Moment beneiden mich alle, dass ich nicht mehr in die Marina muss. Dann geht es Kaffeesieren und danach an den Strand. Wir wollten abends an den Buden bei den Einheimischen am Strand essen, aber Ute hatte, mit dem weiblichen Instinkt zu sch\u00f6nem Ambiente, etwas anderes im Sinn und wir landeten in der gehobenen Klasse von Bali. Hat gut geschmeckt, aber es waren nur Probierteller zu einem hohen Preis. &#x1f60a; Auf einmal war ich dann alleine unter tausenden und habe erst mal eine Stunde warm geduscht. Danach bin ich wie Tod ins Bett gefallen und die Nacht war etwas laut von der Stra\u00dfe her, aber klasse in dem gro\u00dfen Bett und dem klimatisierten Zimmer.<br \/>\n30.07. Montag<br \/>\nHabe gut geschlafen und gehe nach einer erneuten hei\u00dfen Dusche an den Strand fr\u00fchst\u00fccken. F\u00fcr 12 Euro g\u00f6nne ich mir ein Fr\u00fchst\u00fccksbuffet. Endlich mal bedienen lassen und im \u00dcberfluss essen. Dann an den Strand mit sehr hoher Brandung, der zum Baden gesperrt ist. Nachdem die Brandung auch \u00fcber mein Handtuch geschossen kommt, entscheide ich mich am Strand zwei Bintang zu trinken. Das ist richtig nett und die Betreiber bringen mir Stuhl und Tisch und wollen mit mir ins Gespr\u00e4ch kommen. Auch die Strandverk\u00e4ufer haben mich entdeckt und versuchen mir von Obst, Souvenirs bis hin zu Bekleidung alles zu verkaufen. Nach den ganzen Verkaufsgespr\u00e4chen bin ich reif f\u00fcr Schl\u00e4fchen im Hotel und eine warme Dusche. Danach mache ich einen ausgiebigen Spaziergang am Strand bis zum Ende der Bucht. An einem Strandabschnitt ist auf mehreren Hundert Metern ein Menschenauflauf, als wenn dort Wale gestrandet sind. Als ich n\u00e4her komme sehe ich wie tausende mini Schildkr\u00f6ten aus der Zucht freigelassen werden und \u00fcber den Strand ins Meer rennen. Naja, dann haben sie wieder welche zu fangen, wenn sie gro\u00df sind. Darauf trinke ich erst mal ein Bintang, aber ein gro\u00dfes. Ich esse bei den Einheimischen am Strand und esse das erste Mal Currysuppe, da ich vorher immer nicht genau wusste was sie da reintun, habe ich mich nie getraut. Super lecker und auch das Nasi mit Huhn ist super. Bin bis oben hin voll und habe f\u00fcr das Essen mit einem gro\u00dfen Bintang nur 6 Euro bezahlt. Danach noch kurz an die Kneipenstra\u00dfe vor dem Strand und einen Cocktail trinken. Echt interessant wie sich Massen von Menschen, Pferdekutschen, Roller und Autos durch die Stra\u00dfen bewegen ohne das im 10 Minuten Takt jemand t\u00f6dlich verungl\u00fcckt. Lange h\u00e4lt man es aber dann doch nicht aus und ich hole mir eine Flasche Wei\u00dfwein und gehe in mein Hotel. Prost und gute Nacht!<br \/>\n31.07. Dienstag<br \/>\nStrandleben auf Bali, freundliche Menschen, sonst nichts Besonderes. Abends Spareribs bei Tonys Romas, gut aber teurerer und weniger als in Berlin.<br \/>\n01.08. Mittwoch<br \/>\nErst an den Strand, dann holten mich Ute, Rainer und Heiner ab. Es geht zu einem Tempel mit vielen Affen und chinesischen Touristen. Endlich wieder im Stau stehen. Die Affen sind so frech, sie klauen den Touristen die Brillen, unglaublich. Noch unglaublicher ist es aber, dass 2 Chinesen auf den Tempeld\u00e4chern herumkrabbeln um den Affen ihre Brillen abzujagen. Ute ging es nicht so gut und Rainer und ich rennen erst einmal getrennt los um Wasser zu holen. Rainer holte Wasser und ich, na was schon, Bintang. Um 18 Uhr gibt es die Vorstellung, Kecak Dance, war eine tolle Vorstellung, nur zu voll. Danach bringt uns unser Fahrer in ein Fischrestaurant, er meint es gut, ich esse aber kein Fisch mehr seit ich krank war und seit ich gesehen habe, dass die Chinesen die Hummer und Krebse in Plastikflaschen gro\u00dfziehen. Die Flaschen stehen in den Restaurants zum Bestaunen. Ich wei\u00df nicht wie erb\u00e4rmlich Menschen noch werden k\u00f6nnen. Am liebsten h\u00e4tte ich die ganzen Aquarien in die Luft gesprengt. Abends habe ich mich von Ute und Rainer verabschiedet, da sie am n\u00e4chsten Tag f\u00fcr 5 Tage nach Malaysia fliegen um Rainers Sohn mit Familie zu besuchen.<br \/>\n02.08. Donnerstag<br \/>\nWieder am Strand und ich verbrenne mir das erste Mal im Urlaub mein Gesicht, h\u00e4tte nicht gedacht, dass mir das nach der vielen Sonne noch passiert. Abends zu den Einheimischen am Strand essen und eine Massage.<br \/>\n03.08 Freitag<br \/>\nStrand und Bintang. Die Frauen am Strand lassen mich nicht in Ruhe, eine will etwas verkaufen, die andere Manik\u00fcre an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen durchf\u00fchren und weitere wollen mir die Haare vom R\u00fccken und von den Ohren entfernen, wusste gar nicht, dass ich an den Ohren welche habe. Ich kaufe einer Frau eine Mango ab und danach hatte ich verloren. Ich gebe auf, trinke Bintang und habe zeitweise 4 Frauen um mich, die eine an den Fingern\u00e4geln, die andere an meinem R\u00fccken, die n\u00e4chste an meinen Ohren und eine weitere zeigt mir Kleider f\u00fcr meine Kinder. Nachmittags gehe ich f\u00fcr die Enkelkinder ein paar Sachen kaufen. Abends bin ich dann in eine kleine Gasse in der N\u00e4he meines Hotels gegangen um zu essen. Es ist unglaublich, f\u00fcr umgerechnet 60 Cent bekomme ich Nasi Goreng mit H\u00e4hnchen. Als ich gerade zwei Bissen gegessen hatte fingen auf einmal die Hunde an zu bellen und ich dachte so bei mir, was ist mit denen denn los. Dann wurden auch die Menschen in meiner N\u00e4he unruhig und eine Bedienung fing an zu schreien und alle liefen in die Gasse und von dort ca. 200 Meter weiter auf eine breitere Stra\u00dfe. Erst dann wurde mir bewusst, dass \u00fcberall Gegenst\u00e4nde von den Tischen vielen und die Erde sich bewegte. Ich also auch in die Gasse und habe instinktiv entschieden dort zu bleiben, da ich eine L\u00fccke gefunden hatte in der keine gro\u00dfen H\u00e4user standen. Das war mir sicherer als auf die breite Stra\u00dfe zu laufen mit dem ganzen Verkehr und den hohen H\u00e4usern. Die Erde hat geschwungen wie eine Scheibe und ich hatte M\u00fche zu gehen oder auf der Stelle stehen zu bleiben. Nach ca. 3 bis 5 Minuten war alles wieder ruhig. Ich bin dann wieder zu meinem Tisch und habe weitergegessen. 5 Minuten sp\u00e4ter kamen dann die anderen Bewohner der Gasse und die anderen G\u00e4ste des Restaurants wieder und schauten mich ganz verst\u00f6rt an und einer fragte mich wo ich denn herkomme. Mir fiel nichts anderes ein als zu sagen, aus Germany. Die dachten wohl alle, dass ich trotz des Erdbebens seelenruhig weiter gegessen hatte. In der Stadt kam sp\u00e4ter erst richtig Panik auf, da die Hotels am Strand, wegen einer Tsunami Warnung, ger\u00e4umt wurden und die Menschen in die Stadt gelaufen kamen. Das schlimmste f\u00fcr mich war nicht das Erdbeben, sondern die Panik. Ich bin erst einmal in meine Stammkneipe und habe 3 Bintang, Sparstunde 3 zum Preis von 2, getrunken. Das alles passierte so von 19 bis 21 Uhr und ich ahnte noch nichts von den fast 500 Toten und den Verw\u00fcstungen auf Lombock und den Gillis nach dem Erdbeben der St\u00e4rke 7. Um 23 Uhr kam dann ein zweites Beben mit weniger St\u00e4rke und ich entschloss f\u00fcr mich noch nicht in Hotel zu gehen. Um 2 Uhr ging ich dann ins Hotel und wurde um 8 Uhr von einem dritten Nachbeben geweckt. Im Fernsehen sah ich dann die ersten Bilder. Schrecklich zu sehen, dass so viel verw\u00fcstet war und ich erkannte Bilder auf den Gillis, wo wir eine Woche zuvor gesegelt waren, und sah die Menschen mit denen wir zuvor gefeiert hatten und die nun in Rettungsaktionen von den Inseln gebracht wurden. Es war alles nur sehr traurig.<br \/>\n04.08. Samstag<br \/>\nIn Kuta war kaum noch etwas zu sp\u00fcren von den Folgen des Erdbebens. Der Alltag war wieder da und auch ich ging zum Strand. Abends bin ich dann in einer Bar mit Live Musik gelandet die von jungen Leuten gef\u00fchrt wurde. Ganz toll, aber doch sehr laut.<br \/>\n05.08. Sonntag<br \/>\nUnser Taxifahrer hat mich nach einer geh\u00f6rigen Versp\u00e4tung zur Marina abgeholt und ich holte auf dem Weg in einer B\u00e4ckerei, ganz selten in Indonesien, Br\u00f6tchen und Brot. Die B\u00e4ckerei war gesichert wie ein Flughafen mit Personen Scanner und Wachleuten. Die m\u00fcssen gro\u00dfe Angst vor einem Diebstahl der Br\u00f6tchen haben. An Bord gab es Fr\u00fchst\u00fcck mit Hanni und Kalli. Um 11 Uhr hatte ich dann einen Termin beim T\u00e4towieren ca. 500 Meter von der Marina entfernt. Ich bekam meinen Barong, nach der indonesischen Saga, den K\u00f6nig der guten Geister, von einem jungen Mann gestochen. 4 Stunden und dieses Mal hat es mir auch etwas weh getan. In der Stadt war das g\u00fcnstigste Angebot daf\u00fcr 300 Dollar, das teuerste fast 400 Dollar. Am Hafen habe ich daf\u00fcr 60 Euro bezahlt und es war mir fast peinlich, sodass ich ein ordentliches Trinkgeld gegeben habe, worauf mich der T\u00e4towierer noch mit seinem Roller zu der Marina gefahren hat. Danach gab es als Trost, wegen der \u00fcberstandenen Schmerzen, H\u00fchnerfrikassee von Hanni und nat\u00fcrlich Bintang. &#x1f60a;<br \/>\n06.08. Montag<br \/>\nHanni, Kalli und Heiner kommen in die Stadt und wir verbringen, sozusagen zum Abschied, den Tag und den Abend miteinander. Abends dann noch mal eine Runde durch die Kneipenwelt und einige Bintang. Ich habe in der ganzen Zeit in Indonesien nur tolle Menschen erlebt, auf Bali allerdings habe ich auch einige Australier und Engl\u00e4nder erlebt die sich benommen haben wie die Schweine. Das hat mich sehr ge\u00e4rgert da die Indonesier das nicht verdient haben. Ich bin wegen diesen Gruppen von besoffenen, unversch\u00e4mten M\u00e4nnergruppen abends oft fr\u00fcher ins Bett gegangen da mich ihr Verhalten angewidert hat ich Angst hatte, dass ich mich mit ihnen anlege.<br \/>\n07.08. Dienstag<br \/>\nMein letzter Tag auf Bali und ich kann es kaum glauben wie zur\u00fcckblickend die 11 Wochen dahingeflogen sind, bin aber froh jetzt los zu kommen und hoffe, dass ich meinen Flieger bekomme, da viele Menschen aus den Erdbebengebieten versuchen \u00fcber Bali nach Hause zu kommen. Mein Seesack ist fast so schwer wie auf der Anreise obwohl ich 15 KG Ersatzteile und Verpflegung mithatte. Ich habe auf Bali am Strand zu viele Sachen gekauft und hoffe, dass sie meiner Familie auch gefallen. Einen letzten Tag am Strand und ich habe Gl\u00fcck und erlebe eine Zeremonie am Strand mit einer Verbrennung mit milit\u00e4rischen Ehren. Das geht \u00fcber viele Stunden und ich verlasse die Verbrennung als der Bestatter dem Toten die F\u00fc\u00dfe abschl\u00e4gt und in das Feuer wirft, da sie zu weit aus dem Ofen herausstanden sind und nicht richtig verbrannten. Darauf muss ich erst mal ein paar Bintang trinken und denke intensiv \u00fcber die Form meiner Bestattung nach. Nach dem Sonnenuntergang und einer Verabschiedungsrunde von den tollen Menschen am Strand, die ich in Kuta kennengelernt habe g\u00f6nne ich mir von meinem letzten Geld noch eine Massage und fahre dann mit dem Taxi zum Flughafen. Um 0.15 Uhr geht mein Flieger. Drau\u00dfen ist es sehr voll, aber nach dem Boarding l\u00e4uft es sehr gut auf dem neuen Flughafen und der Flug mit Emirates ist super und vergeht wie im Flug.<br \/>\n08.08. Mittwoch<br \/>\nDubai Zwischenstopp und alles l\u00e4uft weiterhin reibungslos und freundlich. Hamburg Flughafen 13 Uhr, ich bin in Deutschland, alle dr\u00e4ngeln schon beim Aussteigen und am Gep\u00e4ckband. Das Gep\u00e4ckband f\u00e4llt 2-mal aus und ich verbringe 1 Stunde damit auf mein Gep\u00e4ck zu warten. Am Bahnhof Hamburg bekomme ich mich mit einer v\u00f6llig \u00fcberforderten, unh\u00f6flichen Zugbegleiterin in die Haare und alle Z\u00fcge sind unp\u00fcnktlich. Deutschland, Deutschland \u00fcber alles, du hast mich wieder &#x2639;<\/p>\n<p>Die letzten Tage auf Kuta mit dem Erdbeben haben mir v\u00f6llig die Lust auf das Schreiben meines Reiseberichts genommen. Ich denke aber noch oft an die Reise und vor allem an die tollen Menschen in Indonesien. Die vergangenen Wochen versuche ich mir den Stress hier in Deutschland etwas vom Leib zu halten. Wenn ich aber mal nicht an den Urlaub denke erinnert mich meine immer noch schmerzende Hand an Gilli Trawangan.<br \/>\nViele Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nAlfons<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reisebericht von Alfons. Von Vanuatu bis Bali 18.05 bis 08.08.18 Schon der Weg zum Flughafen Hamburg war eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr meine Nerven und ich habe mir wieder einmal geschworen,&#8230; <a href=\"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=593\">Read more &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/593"}],"collection":[{"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=593"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/593\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":594,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/593\/revisions\/594"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=593"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}