{"id":615,"date":"2018-10-31T19:45:22","date_gmt":"2018-10-31T18:45:22","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=615"},"modified":"2018-10-31T19:52:23","modified_gmt":"2018-10-31T18:52:23","slug":"von-la-reunion-nach-noosibe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=615","title":{"rendered":"Von La Reunion nach Noosibe"},"content":{"rendered":"<div style=\"width:auto; color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">10 Tage lagen wir in der neuen Marina von Le Port auf La Reunion. Die Tage vergingen mit einigen Reparaturen, faul abh\u00e4ngen und Ausfl\u00fcgen. F\u00fcr 4 Tage mieteten wir ein Auto und erkundeten die Insel. La Reunion ist sehr gebirgig mit mehreren Calderas, alten Vulcankratern, und einem gelegentlich aktiven Vulkan. Durch die Calderas gibt es viele Wanderwege. Wir begn\u00fcgten uns aber mit kurzen Spazierg\u00e4ngen. An der K\u00fcste gibt es etliche Badeorte mit tollen Str\u00e4nden. Das Baden ist wegen der Haigefahr jedoch nur in gesch\u00fctzten Bereichen innerhalb der Lagune m\u00f6glich. Die Insel geh\u00f6rt zu Frankreich und somit zur EU. Bezahlt wird mit dem Euro und die Preise sind hoch. Bald hatten wir wieder unsere Stammkneipe wo sich fast jeden Abend alle vier deutschen Crews trafen. Am letzten Abend schenkte uns die Wirtin T-Shirts mit dem Logo der Kneipe, dem Dodo, einem seit 400 Jahren ausgestorbenen Vogel.<\/div>\n<p style=\"width:auto; color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181030-wa00012162778839731919382.jpg\" class=\"wp-image-619 alignnone size-full\" width=\"585\" height=\"1040\" srcset=\"https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181030-wa00012162778839731919382.jpg 585w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181030-wa00012162778839731919382-169x300.jpg 169w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181030-wa00012162778839731919382-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 585px) 100vw, 585px\" \/><\/p>\n<div style=\"width:auto; color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">Die ganze Zeit \u00fcber war das Hauptthema das Wetter! Wir beobachteten den Zug der Tiefs, die von S\u00fcdafrika nach Osten ziehen. Es galt eine passende L\u00fccke mit Ostwinden zu finden. Die Silberrm\u00f6we startete am 15.10. Sie wollten zu einer Bucht im S\u00fcden von Madagaskar und dort das n\u00e4chste Tief abwettern. Da wir gen\u00fcgend Zeit hatten , entschlossen wir uns, den sichereren aber l\u00e4ngeren Weg \u00fcber das Nordcap von Madagaskar zu machen. Am 16.10. starteten wir zusammen mit der Trinity bei ruhigem Wetter. Der S\u00fcdost Passat wehte mit 2 bis 4 Bft und es war eine der angenehmsten \u00dcberfahrten bisher. Am Morgen des 19.10. ankerten wir vor Ambodifotatra, dem Hauptort der Ile Saint Marie, die wenige Meilen vor der Nordostk\u00fcste von Madagaskar liegt. Wir fuhren gleich mit dem Dingi an Land zum Einklarieren. Am Steg empfing uns ein junger Mann, Adrian. Er w\u00fcrde jetzt immer auf unser Dingi aufpassen. Zun\u00e4chst gingen wir zur Polizei wo die P\u00e4sse gestempelt werden sollen. Die Polizisten sagten wir sollten in einer Stunde wieder kommen, dann w\u00e4re der Immigration Beamte da. Das geschah danach noch zweimal. Inzwischen war ein franz\u00f6sisches Paar angekommen, die mit ihrer Sprache mehr Erfolg hatten. Nach einer weiteren Stunde kam tats\u00e4chlich eine Beamtin. Wir mussten ein Visa beantragen f\u00fcr 35.- \u20ac . Die P\u00e4sse wollte sie mitnehmen um es am Airport zu machen. Aber wir sollten erstmal bei den anderen Beh\u00f6rden einklarieren, da brauchten wir die P\u00e4sse auch. Wir fuhren dann mit einem Tuktuk, einem Kabinenroller, zum Fischereihafen, zun\u00e4chst zum Hafenmeister, dann zum Zoll und zuletzt zur Coastgard. Beim Zoll mussten wir wieder lange warten bis der zust\u00e4ndige Beamte kam. Wir sollten solange nach nebenan in die Kneipe gehen und ein Bier trinken. Viele Formulare wurden ausgef\u00fcllt und Zoll und Coastgard kassierten je 60000.- MDR, ca 15.- \u20ac. Am n\u00e4chsten Nachmittag konnten wir endlich die P\u00e4sse bei der Polizei abgeben, je 35.-\u20ac und dazu noch 40000.- MDR f\u00fcr die Taxifahrt. Am folgenden Tag, es war Sonntag, bekamen wir die P\u00e4sse mit Visa und Stempeln p\u00fcnktlich wieder. Die Trinity war inzwischen auch angekommen. Mit Rainer und Ute machten wir die ganze Runde dann nochmal. Trotzdem gefiel uns der Ort inzwischen. Er bestand haupts\u00e4chlich aus einfachen H\u00fctten. Es gab aber auch ein Caf\u00e9, Restaurants und viele kleine L\u00e4den. Die Bev\u00f6lkerung ist haupts\u00e4chlich schwarzafrikanisch und viele Frauen tragen bunte Kleider. Die Preise waren sehr niedrig, z.B. ein einfaches Essen ab 1000.- MDR , 0,25\u20ac, im besseren Restaurant bis 5.-\u20ac . An einem Tag mieteten wir uns Fahrr\u00e4der und fuhren um die Insel. Zun\u00e4chst ca 20 km auf einer asphaltierten Stra\u00dfe an der Westk\u00fcste. Es ging durch kleine D\u00f6rfer und vorbei an kleinen Hostels mit netten Bungalows, die immer in sch\u00f6nen Buchten mit Str\u00e4nden lagen. Dann ging es auf sehr schlechten Wegen \u00fcber die Insel zur Ostk\u00fcste. Hier sahen die D\u00f6rfer noch sehr einfach aus. Die Menschen leben in winzigen H\u00fctten aus Palmblattmatten mit Palmd\u00e4chern. Es gibt keinen Strom und nur eine zentrale Wasserstelle. Sie leben von der Zucht mit Ceburindern und dem Anbau von Obst und Gew\u00fcrzen, vor allem Pfeffer und Nelken. Es sieht aus als seien sie bitterarm. Aber so leben sie seit Jahrhunderten. Man k\u00f6nnte es auch traditionell nennen?!?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" src=\"http:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181031-wa00016850114322085459698.jpg\" class=\"size\u2013full alignnone wp-image-620\" srcset=\"https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181031-wa00016850114322085459698.jpg 1600w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181031-wa00016850114322085459698-300x225.jpg 300w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181031-wa00016850114322085459698-768x576.jpg 768w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181031-wa00016850114322085459698-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181031-wa00016850114322085459698-624x468.jpg 624w, https:\/\/doertita.achterliek.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/img-20181031-wa00016850114322085459698-240x180.jpg 240w\" sizes=\"(max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/div>\n<div style=\"width:auto; color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">Wir besuchten auch noch einen alten Friedhof auf dem Piraten begraben liegen. Dahin mussten wir in einem wackeligen Einbauboot fahren. Am 24.10. klarierten wir beim Hafenmeister Richtung Noosibe aus. Das kostete wieder 35000.-MDR. Au\u00dferdem zahlten wir f\u00fcr einen Monat ankern in Madagaskar 75000.- MDR.<\/div>\n<div style=\"width:auto; color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">Inzwischen hatten wir wieder guten S\u00fcdost Passat Wind und segelten am 25.10. los. Es war eine recht angenehme Strecke, nur am Cap D\u2019Ambre, im Norden von Madagaskar hatten wir 25 Kn Wind und eine raue See. Das Cap passierten wir am 27.10 um 19 Uhr. Danach wurde der Wind immer weniger und die See ruhig. Bald mussten wir dieseln. Am Nachmittag des 28.10. ankerten wir in einer grossen Bucht der Insel Nosy Mitsio. Sofort kamen Einheimische mit Einb\u00e4umen und wollten uns Lobster und Fisch verkaufen. Wir hatten aber gerade einen gro\u00dfen Thunfisch gefangen. Sie baten auch um Angelzeug und Kleidung. Einer bekam dann Angelsylt und ein anderer Hose und T-SHIRT. Am n\u00e4chsten Tag segelten wir bis Noosibe, wo wir an der Nordk\u00fcste ankerten. Am n\u00e4chsten Morgen, dem 30.10. , fuhren wir dann zum Hauptort Helle Ville. Beim Ankern verhakte sich der Anker der Trinity an einem Mooring Betonklotz in 10 m Tiefe. Wir wurden von mehreren Einheimischen Booten umlagert, die alle was verkaufen wollten und ihre Dienste anboten. Mit meiner Taucherausr\u00fcstung schafften sie es dann den Anker zu befreien. Das kostete der Trinity 100.-\u20ac. Anschlie\u00dfend fuhren wir an Land. Wieder stand am Steg ein Einheimischer, der f\u00fcr eine Geb\u00fchr auf das Dingi aufpassen wollte.<\/div>\n<div style=\"width:auto; color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">Die Stadt machte einen sehr ordentlichen und sauberen Eindruck. Es gab alte Geb\u00e4ude aus der Kolonialzeit und Caf\u00e9s und Restaurants. Wir machten einen Gro\u00dfeinkauf und liessen uns mit einem Tuktuk zum Hafen zur\u00fcck bringen.<\/div>\n<div style=\"width:auto; color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">Jetzt warten wir wieder auf den richtigen Wind um Richtung S\u00fcdafrika zu segeln.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10 Tage lagen wir in der neuen Marina von Le Port auf La Reunion. Die Tage vergingen mit einigen Reparaturen, faul abh\u00e4ngen und Ausfl\u00fcgen. 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