{"id":677,"date":"2018-12-04T17:07:40","date_gmt":"2018-12-04T16:07:40","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=677"},"modified":"2018-12-04T17:07:40","modified_gmt":"2018-12-04T16:07:40","slug":"von-noosibe-bis-simons-town","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=677","title":{"rendered":"Von Noosibe bis Simons Town"},"content":{"rendered":"<div style=\"width:auto; color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">\n<div style=\"width:auto;\">\n<div style=\"width:auto;\">\n<div style=\"width:auto;\">\nAm Donnerstag den 01.11.18 klarierten wir Richtung Su\u0308dafrika aus. Es war ein Feiertag und die Beamten wollten es zuna\u0308chst nicht machen, dann ha\u0308tten wir bis Montag warten<\/p>\n<p>mu\u0308ssen. Freitag Morgen wurde noch einmal eingekauft und um 12 Uhr gingen die Trinity, die Nuku und wir Ankerauf. Wir wussten das wir zuna\u0308chst wenig Wind haben wu\u0308rden und mussten lange Dieseln. Erst ab dem 4. Tag hatten wir leichten Nordost Wind und konnten mit dem 88 qm Genacker segeln. Nach zwei Tagen drehte der Wind aber wieder auf Su\u0308d und wir segelten hoch am Wind auch gegen die kurzen Wellen. Dabei brach ein Zwischenwant, ein Stahlseil das den Mast zwischen den Salingen stabilisiert. Wir stu\u0308tzten den Mast mit dem Topnanten, einer Leine die sonst den Spibaum tra\u0308gt, und einer starken Talje. Wir konnten weitersegeln. Als wir bei weniger Wind wieder motoren mussten stellten wir einen starken O\u0308lverlust der Maschine fest. Nach einer Stunde Fahrt waren 1 1\u20442 Liter O\u0308l in die Bilge gelaufen. Trotz langem suchen konnten wir den Fehler nicht finden und befu\u0308rchteten schon einen gro\u0308\u00dferen Schaden. Die na\u0308chsten drei Tage kreuzten wir mu\u0308hsam an der Ku\u0308ste von Mocambique gegen den Su\u0308dwind auf. Erst als ich die Maschine noch einmal zum Batterie laden anwarf sah ich den Fehler. Zwei Schrauben an der Dieselfo\u0308rderpumpe waren lose und da suppte das O\u0308l raus. Die letzten 3 Tage hatten wir dann endlich Nordwind. Auf dieser Strecke habe ich meine 100.000 SM zuru\u0308ck gelegt. Wir liefen im Morgengrauen des 16.11. in den Hafen von Richards Bay ein. Zusammen mit der Trinity, die in der Hafeneinfahrt geankert hatte, gingen wir am Einklarierungssteg der Tuzi Guzi Marina an anderen Booten la\u0308ngsseits. Am Abend feierten wir die gelungene U\u0308berfahrt mit den anderen Crews. Ede feierte spa\u0308ter noch mit allen Ga\u0308sten des Bistros, bis ihn am Morgen zwei der farbigen Kellner untergehakt an Bord schleppten.<\/p>\n<p>Die Einklarierung war wieder nervig. Erst am na\u0308chsten Tag kam eine Beamtin von der Immigration und stempelte die Pa\u0308sse. Dann durften wir mit einem Taxi zum Zoll fahren, den wir erst nach langem Suchen fanden. Am Schluss mussten wir noch im Hafenbereich zur Polizei, zum Gesundheitsdienst und Hafenmeister. Es war aber alles kostenlos. Auch der Hafen ist fu\u0308r bis zu drei Wochen frei. Der Hafen und die Marina geho\u0308ren zu einer Freizeitanlage mit mehreren Restaurants, Bars und Discos. Die Preise sind sehr moderat und meistens bleibt die Bordku\u0308che kalt. Zwei Dinge nervten allerdings, zum einen machen die Discos am Wochenende laute Musik??? (Techno?) bis zum Morgen, dann werden alle Boote von der nahe gelegenen Kohleverladepier mit feinem Kohlenstaub gepudert. &#8211; Ein neues Zwischenwant konnte ich auch nicht bestellen, und wir bastelten aus einem Stahlseil, das ich noch an Bord habe und Klemmen eine Notlo\u0308sung. Wir fuhren ein paar Mal in die Stadt zum Einkaufen. Es gab eine gro\u00dfe Mall ( Einkaufszentrum) und viele andere Gescha\u0308fte und Kleinunternehmer im Zentrum. Die Wohnviertel waren weit verzweigt, alle mit Mauern und Elektroza\u0308unen. Dazwischen breite Strassen. Alles machte einen neuen und sauberen Eindruck. Auch den farbigen Einwohnern schien es gut zu gehen. In der Mall sind viele  elegant gekleidete Frauen. Imponierend sind auch ihre ma\u0308chtigen Hinterteile.<\/p>\n<p>Am Mittwoch den 21.11. gingen wir wieder auf Ausklarierungstour. Mann muss in jedem Su\u0308dafrikanischen Hafen Ein- und Ausklarieren. Dafu\u0308r gibt es einen vierseitigen Flightplan. Wir mussten mit einem Taxi sechs Stationen besuchen und uns Stempel holen. Dieser Plan wird dann zur Portcontrol gefaxt. Am Auslauftag muss man sich dort per Funk melden und darf dann erst Auslaufen. Wegen diesem nervigen Beho\u0308rdenmist wollten wir in einem Stu\u0308ck bis Kapstadt segeln. Es zeichnet sich ab Freitag ein mehrta\u0308giges Wetterfenster mit Nordwind ab das wir nutzen wollen. Am Donnerstag machten wir aber noch einen Ausflug zu einem Naturreservat. Schon um 6 Uhr<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div style=\"width:auto; color:rgb(0,0,0); font-family:Verdana; font-size:16px; font-style:normal; font-variant-ligatures:normal; font-variant-caps:normal; font-weight:400; letter-spacing:normal; orphans:2text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:2; word-spacing:0px; -webkit-text-stroke-width:0px; background-color:rgb(255,255,255); text-decoration-style:initial; text-decoration-color:initial; text-align:left;\">\n<div style=\"width:auto;\">\n<div style=\"width:auto;\">\n<div style=\"width:auto;\">morgens ging es zum 80 km entfernten Hluolowi Park. Wir sahen Elefanten, Bu\u0308ffel, Nasho\u0308rner, Zebras und Vieles mehr. Auf der Fahrt dahin fuhren wir durch riesige Eukalyptusbaum-Plantagen. Alles fu\u0308r die Papierindustrie Japans. Freitag morgen um 5 Uhr liefen wir zusammen mit der Nuku Alofa aus. An der Pier winkten uns Ute und Rainer zum Abschied. Unsere Wege trennen sich leider hier. Sie fliegen fu\u0308r 6 Wochen nach Hause und wollen im Januar zusammen mit der Silbermo\u0308we weiter. &#8211; Auf See mussten wir zuna\u0308chst gegen den alten Su\u0308dschwell andieseln. Ab Mittag setzte der Nordwind ein und zusammen mit dem immer sta\u0308rker werdenden Agulhasstrom kamen wir schnell voran. Am zweiten Tag machten wir u\u0308ber 10 Kn u\u0308ber Grund und erreichten dabei ein Etmal (von 12-12Uhr) von 208 SM. Vor Port Elizabeth verlie\u00dfen wir den Agulhasstrom und fuhren auf die Ku\u0308ste zu. Fast gleichzeitig verlie\u00df uns auch der Wind und wir mussten dieseln. In der Nacht zum Montag setzte plo\u0308tzlich die Maschine aus. Sie bekam keinen Sprit mehr. Nachdem ich die Filter gewechselt hatte wollte sie trotzdem nicht richtig laufen und ging immer wieder aus. Zum Haare raufen. Erst am Morgen stellte ich fest, dass ein Riss im Vorfilter Geha\u0308use war. Da zog die Maschine immer Luft. Wir u\u0308berbru\u0308ckten den Vorfilter und alles war OK. Es war inzwischen totale Flaute mit Nebel und Nieselregen. Aber ein paar Robben lie\u00dfen sich sehen. Da sich ein neues Tief mit Westwinden anku\u0308ndigte gingen wir am 27.11. nachmittags in der Plettenberg Bai vor Anker um das abzuwettern. Wir ankerten vor einem langen Strand, hinter dem grosse Ferienha\u0308user standen. Das ist wohl nur fu\u0308r die reiche,weisse Bevo\u0308lkerung. Am Donnerstag den 29.11. war die Front durch und um 4 Uhr morgens gingen wir ankerauf. Schon bald setze wieder ein starker Ostwind ein und wir machten ordentlich Fahrt. Am Freitag morgen um 8 Uhr rundeten wir das Cap Agulhas, den su\u0308dlichsten Punkt Afrikas. Am Samstag morgen um 01:30 legten wir in der Marina von Simpsons Town an. Es war inzwischen windstill geworden.Wir hatten uns vorher schon angemeldet und einen Liegeplatz zugewiesen bekommen. Vor der Einfahrt spielte eine Schule Delphine um uns herum und im Hafen sahen wir Robben schwimmen. Das Wochenende ruhten wir uns erstmal aus und besuchten eine Pinguinkolonie in der Na\u0308he. Die Marina und der Ort gefielen uns sehr gut. Hier wollen wir unsere Reparaturen machen bevor es ums Kap der guten Hoffnung nach Kapstadt geht, das sind nur 60 Sm. <\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Ede und Heiner<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Donnerstag den 01.11.18 klarierten wir Richtung Su\u0308dafrika aus. Es war ein Feiertag und die Beamten wollten es zuna\u0308chst nicht machen, dann ha\u0308tten wir bis Montag warten mu\u0308ssen. 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