{"id":813,"date":"2019-03-24T15:50:01","date_gmt":"2019-03-24T14:50:01","guid":{"rendered":"http:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=813"},"modified":"2019-03-24T15:50:01","modified_gmt":"2019-03-24T14:50:01","slug":"von-saint-helena-bis-franzoesisch-guyanana","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doertita.achterliek.de\/?p=813","title":{"rendered":"Von Saint Helena bis Franz\u00f6sisch Guyanana,"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>am\n12.02.2019 um 9 Uhr legten wir von der Mooring in Saint Helena ab und machten\nuns auf den 700 Sm langen Schlag nach Ascension. Es wehte wieder der ruhige\nS\u00fcdostpassat mit 3 bis 5 Windst\u00e4rken. Mit den beiden Genuas in der Furlex-\nVorsegelrollanlage war das Vergr\u00f6ssern oder Verkleinern der Segelfl\u00e4che wieder\neinfach und es gab nicht viel zu tun. Vor allem Ede wurde es immer\nlangweiliger. Wir spielten Kniffel und Schach. Schach musste ich erst lernen\nund Ede gewann immer. Am zweiten Tag ging uns ein Grosser Marlin (Schwertfisch)\nan die Angel. Er machte kurzen Prozess mit unserer Schnur und muss sich jetzt\nmit einem Maulpiercing qu\u00e4len. Am drritten Tag bekam Ede starke Schmerzen im\nrechten Oberbauch. Mit starken Schmerztabletten ging es dann. Da wir nicht\nwussten was es ist nahm er auch noch Antibiotika. Nach 6 Tagen, am Morgen des\n18.02.19 ankerten wir in einer weiten Bucht vor Georgtown auf Ascension. Wir\nwaren die einzige Segelyacht. Da immer noch viel Wind ablandig wehte und ein ca\n1,5 m hoher Schwell war, konnten wir nicht an Land paddeln. Als am Nachmittag\nEdes Schmerzen wieder st\u00e4rker wurden rief ich die Portcontrol. Sie holten uns\nmit einem Motorboot ab und Ede wurde gleich ins Krankenhaus gefahren. Dort\nwurde er gr\u00fcndlich untersucht. Es wurde zum Gl\u00fcck keine schwere Krankheit\nfestgestellt. Es war eine starke Verspannung und er war auch dehydriert. Nach\neiner Stunde wurde er mit neuen Schmerztabletten und der Anweisung mehr zu\ntrinken zur\u00fcck gebracht. Ich hatte inzwischen einklariert, was in freundlicher\nAtmosph\u00e4re und sehr locker vor sich ging.&nbsp;\u00dcberhaupt sind die Einwohner\nalle sehr freundlich, jeder gr\u00fcsst. Anschliessend wurden wir wieder zur D\u00f6rtita\nzur\u00fcckgebracht. F\u00fcr den Bootsservice berechneten sie uns allerdings 150.-\nEngl.Pfund. Wir waren aber froh,&nbsp;dass&nbsp;alles glimpflich abgelaufen\nwar. Am n\u00e4chsten Morgen war nur wenig Wind und wir konnten an Land paddeln. Das\nAnlanden an der Pier war aber sehr schwierig. Ein ca 1,5m hoher Schwell und Sog\nhaute das Dingi heftig hin und her. Die Insel gefiel uns aber trotzdem gut. Es\nleben nur etwa 800 Leute da, vor allem Engl\u00e4nder&nbsp;aus Saint\nHelena,&nbsp;und Amerikaner. Es gibt einen grossen Milit\u00e4rflugplatz und\nBeobachtungsantennen f\u00fcr Satelliten von der NASA und ESA und andere\nKommunikationsanlagen. Auf der vulkanischen Insel gibt es auch frei\nlaufende&nbsp;Esel. Am grossen Strand vor Georgtown kommen nachts\nMeeresschildkr\u00f6ten an Land, die dort ihre Eier ablegen. Wir sahen auch viele\nSchildkr\u00f6ten im Wasser. Um die D\u00f6rtita wimmelte es auch von Fischen. Es waren\n&#8222;Schwarze Dr\u00fcckerfische&#8220;,&nbsp;die sich auf alles st\u00fcrzten was wir zu\nWasser liessen. <\/p>\n\n\n\n<p>Am\nMittwoch klarierten wir aus, kauften noch einmal ein, es gab fast keine\nFrischwaren,&nbsp;und gingen am Donnerstag den 21.02. um 9:30 ankerauf. &#8211; Wir\nhatten uns entschlossen nicht auf den \u00fcber 3000 Sm langen Schlag Richtung\nAzoren zu gehen, sondern doch an der Brasilianischen K\u00fcste Richtung Karibik zu\nsegln. Bei einem erneuten k\u00f6rperlichen&nbsp;Problem k\u00f6nnte man schneller einen\nHafen erreichen. Ausserdem wollte ich einige Reperaturen machen lassen. Das\nEndziel dieser Reise soll&nbsp;Trinidad sein, wo ich in Charguaramas vieles\nselber reparieren kann. Ansonsten sind dort viele&nbsp;Firmen ans\u00e4ssig, die\nAuftr\u00e4ge annehmen. <\/p>\n\n\n\n<p>Viermal\nwar ich dort schon auf der Werft Power Boats an Land. Es wird also eine weitere\nKaribik-Saison geben.- <\/p>\n\n\n\n<p>Unser\nn\u00e4chstes Ziel war aber die brasilianische Insel Fernando de Noronha, 1100 Sm\nlagen vor uns. Es war wieder ein gem\u00fctlicher T\u00f6rn im S\u00fcdostpassat. Der\nS\u00fcdatlantik war bis jetz die angenehmste Segelstrecke meiner ganzen Reise. Der\nPassat wehte immer gleichm\u00e4ssig zwischen 3 und maximal 6 Beaufort. Es gab nie\nRegen. Wir fingen mal wieder eine ca 1,20m lange Golddorade. Der sch\u00f6ne Fisch\ntat uns beim T\u00f6ten leid. Wir a\u00dfen zwei Tage davon und hatten auch viel in Soja\neingelegt und zum Trocknen aufgeh\u00e4ngt. Aber nach jedem Essen bekamen wir\nDurchfall. Wir wollen jetzt nicht mehr angeln. Am Samstag den 02.03. ankerten\nwir vor dem kleinen Hafen von Fernado de Noronha. Auch hier war wieder eine ca\n1,5 m hohe D\u00fcnung,&nbsp;die sich an der Kaimauer und am Strand brach. Wir\npaddelten ohne Schwierigkeiten an Land und gingen zum Einklarieren. Man\nerwartete uns schon. Die Verst\u00e4ndigung klappte&nbsp;trotz Sprachschwierigkeiten,\nman sprach zwar nur portugisisch aber sehr&nbsp;freundlich und alles ging\nlocker zu. Allerdings verlangten sie pro Tag ca 70.- \u20ac von uns. Die Insel ist\neine Ferieninsel f\u00fcr die Brasilianer und steht zum gr\u00f6ssten Teil unter\nNaturschutz. Um die sch\u00f6nsten Ecken der Insel zu besuchen muss man noch einmal\n45.-\u20ac pro Person zahlen. Das war uns dann zu viel und wir beschlossen nur 2\nTage zu bleiben. Nachdem wir Geld getauscht, eingekauft und unsere Geb\u00fchren\ngezahlt hatten,&nbsp;paddelten wir wieder an Bord. Es hatte inzwischen angefangen\nheftig zu regnen. In der Nacht gab es an der Ankerkette einen heftigen Schlag\nund die Kette rumpelte laut am Grund. Unsere Kettenentlastung war gerissen und\ndie Ankerkette hing wohl an einem Korallenblock fest. Wir hatten viel M\u00fche die\nKette und den &nbsp;Anker einzuholen und suchten uns einen neuen Ankerplatz. Am\nn\u00e4chsten Morgen paddelten wir erneut an Land. Die D\u00fcnung war h\u00f6her geworden und\nbrach sich manchmal schon vor dem Hafen. Wir warteten bis es ruhig aussah und\nich paddelte schnell. Aber dann, schon hinter dem Wellebrecher,&nbsp;erwischte\nuns doch noch eine Brandungswelle und ich fiel&nbsp;vom Dingi ins Wasser. Ede\nhatte Gl\u00fcck und blieb drin. Er rettete auch unsere Taschen. Ich konnte die\nPaddel auffischen und Ede musste paddeln, w\u00e4hrend ich am Heck des Dingis hing.\nDann kam noch ein Jetski zur Rettung und zog uns an Land.&nbsp;&nbsp;Leider\nhatte ich an diesem Tag meine wasserdichte Tasche nicht mit und mein Tablet\nComputer, der zwar in einem Plastikbeutel war, hatte die Aktion nicht \u00fcberlebt.\nAls wir an Land unsere Sachen trockneten, sa\u00df da schon der deutsche Segler\nMichael von der Timbuktu, er war komplett gekentert und alle seine Sachen waren\nnass. Auch sein Aussenborder ging nicht mehr. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir\nfuhren noch einmal&nbsp;&nbsp;mit dem Bus zum Hauptort und kauften ein paar\nSachen ein. Eine nette Brasilianerin brachte uns zum Hafen zur\u00fcck. Es regnete\nfast den ganzen Tag. Wir warteten bis zum Nachmittag,&nbsp;bis die See ruhiger\nwurde, und paddelten in einer ruhigen Phase zum Boot zur\u00fcck. Durch den starken\nSchwell in der Bucht rollte die D\u00f6rtita sehr stark.<\/p>\n\n\n\n<p>Am\n04.03.19 gingen wir&nbsp;<a href=\"x-apple-data-detectors:\/\/18\">um 7 Uhr<\/a>&nbsp;ankerauf und machten uns auf den\n1350 Sm langen Schlag Richtung Franz\u00f6sisch Guayana. Zun\u00e4chst konnten wir wieder\ngut segeln und die See war viel ruhiger wie&nbsp;in der Bucht. Ab dem zweiten\nTag wurde der Passat immer schw\u00e4cher und es fing an zu regnen. Wir hatten die\ninnertropische Konvergenzzone- ITKZ_- auch Kalmen oder Kalmeng\u00fcrtel oder\n\u00e4quatoriale Tiefdruckrinne genannt, erreicht. Nun mussten wir viel dieseln&nbsp;und\nimmer wieder die Segel ver\u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>am 12.02.2019 um 9 Uhr legten wir von der Mooring in Saint Helena ab und machten uns auf den 700 Sm langen Schlag nach Ascension. 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